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Auf Länderspielreise konnten auch diesmal so einige Bundesliga-Akteure viel Werbung in eigener Sache machen. Diesmal dabei: Zwei Nürnberger und eine Überraschung aus Hannover.

Törles Knöll (1. FC Nürnberg, Sturm, 780.000, 17 Punkte)

Das könnte man mal einen gelungenen Einstand nennen: Im von Stürmermangel geplagten Deutschland lud U21-Trainer Stefan Kuntz nach den Absagen von Cedric Teuchert und Aaron Seydel erstmals Nürnbergs Törles Knöll ein. Und der Debütant zahlte das Vertrauen gegen die Niederlande prompt mit einem Treffer zurück, großes Lob inklusive: „Er hat halt eine Nase“, so Kuntz. Auch beim Club kommt der 21-Jährige in seinen in dieser Saison knapp 200 Einsatzminuten auf zwei starke Torbeteiligungen, verteilt auf einen Treffer und eine Vorlage. Das er ein Knipser ist, hat er als noch amtierender Torschützenkönig der Regionalliga Nord ohnehin schon bewiesen. Ihn sollte man unbedingt auf der Watch-Liste haben.

Gnabry, Havertz und Co: Die Gewinner der Länderspiele I
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Auf Länderspielreise konnten auch diesmal so einige Bundesliga-Akteure viel Werbung in eigener Sache machen. Vor allem beim DFB-Team gibt es dabei zwei große Gewinner.

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Adam Zrelak (1. FC Nürnberg, Sturm, 790.000, 13 Punkte)

Allerdings muss sich Knöll derzeit wohl hinter Adam Zrelak anstellen. Der Stürmerkollege ist bei der Slowakei derzeit als Stoßstürmer gesetzt, neben namhaften Spielern wir Marek Hamsik und Robert Mak. Beim 4:1-Sieg in der Nations League gegen die Ukraine war Zrelak, den wahrscheinlich auch wegen seiner Verletzung zu Beginn der Saison bei Comunio nur wenige auf der Liste hatten, mit einem Tor beteiligt. Sein erster Treffer für die Slowakei. Seine bisherige Quote in dieser Saison mit drei Spielen, einem Tor, einem Assist und 13 Punkte will sich für ein Nürnberger sowieso sehen lassen. 

Walace (Hannover 96, Mittelfeld, 1.900.000, 24 Punkte)

Was auch immer Brasiliens Trainer Tite im Hannoveraner sieht, es dürfte nicht jedem Bundesliga-Beobachter gleich einleuchten, warum ausgerechnet Walace die Fäden im Mittelfeld der Selecao hinter Neymar, Robert Firmino und Co. ziehen darf, während Fabinho oder Paulinho auf der Bank schmoren. Wie auch immer: Der 23-Jährige dürfte nach dem 1:0-Sieg gegen Uruguay, wo er 90 Minuten durchspielte, mit ordentlich Selbstvertrauen im Gepäck zurückreisen.

Milot Rashica (Werder Bremen, Sturm, 1.300.000, 13 Punkte)

Zu Beginn der Saison glaubten schon einige, der Bremer könnte der neue Jadon Sancho oder Leon Bailey werden. Die Ernüchterung kam schnell, meist sitzt er inzwischen auf der Bank. Ganz anders beim Kosovo, wo Rashica eine zentrale Rolle spielt. Mit einem 5:0-Sieg auf Malta bestätigten die noch ungeschlagenen Kosovaren die Tabellenführung in Gruppe D3, Rashica selbst half der Erfolgsgeschichte mit einem eigenen Treffer. 

Unter 90 Minuten pro Tor: Diese neun Spieler sind dabei
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Es gibt in dieser Saison gleich mehrere Spieler, die im Schnitt mindestens einmal pro Spiel treffen. Überraschung: Den besten gibt es derzeit ab 420.000.

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Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach, Abwehr, 4.360.000, 35 Punkte)

In Abwesenheit der Platzhirsche Manuel Akanji und Fabian Schär durfte der Gladbacher im Nations League Spiel gegen Belgien für die Schweiz den Abwehrchef geben. Und besser hätte es nicht laufen können: Nach 0:2-Rückstand gewannen die Eidgenossen noch mit 5:2 und sicherten sich Platz 1 in der Gruppe. Elvedi trat dabei als Torschütze in Erscheinung.

Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach, Mittelfelfeld, 14.780.000, 35 Punkte)

Der derzeit beste Comunio-Spieler kam in der belgischen Nationalmannschaft in den letzten fünf Jahren nur selten über den Status des Ergänzungsspielers hinaus. Das hat sich jetzt offensichtlich auch dank seiner Leistungen in der Bundesliga geändert. An der Seite seines prominenteren Bruders Eden stellte Thorgan diesen gegen die Schweiz deutlich in den Schatten. Sein Doppelpack reichte aber nicht: Am Ende verlor Belgien noch 2:5.

Valentino Lazaro (Hertha BSC,

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Autor: Karol Herrmann

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