Bald nicht mehr vereint im Jubel: Di Santo und Embolo

Foto: © imago / Uwe Kraft

Dünnt Schalke in den nächsten Tagen seine opulent besetzte Abteilung Attacke aus? Ein Angreifer scheint umworben – und es würde so schön passen. Wir verraten, warum – und wer überhaupt.

Franco Di Santo (FC Schalke 04, Sturm)

Schon im März verlautete aus Gelsenkirchen, dass Stürmer Franco Di Santo einer der Streichkandidaten im Schalker Kader sei, jetzt könnte sich der Abschied des 29-Jährigen konkretisieren. Aus Brasilien soll sich – wie passend – der FC Santos für Di Santo interessieren und bereits bei dessen Arbeitgeber vorgefühlt haben, berichtet Globo Esporte. Mehr als ein lockeres Abtasten ist bisher allerdings wohl noch nicht zwischen allen Parteien passiert.

Obwohl Di Santo in der abgelaufenen Saison nicht gerade durch Torgefahr auffällig wurde (drei Saisontreffer), kam der Argentinier auf 30 Saisoneinsätze. Schalke-Trainer Domenico Tedesco schätzte die Defensiv- und Zweikampfqualitäten seines Stürmers und baute ihn immer wieder als „Defensivstürmer“ ein, der vornehmlich des Gegners Sechser beschäftigen und so den gegnerischen Spielaufbau stören sollte. Jetzt könnte Di Santo, dessen Vertrag nächstes Jahr ausläuft, aber wieder „echt“ auf Torejagd gehen. Auf Schalke hat er aber wohl keine Zukunft mehr.

Jannik Vestergaard (Borussia Mönchengladbach, Abwehr)

Gladbachs Jannik Vestergaard erlebte trotz des dramatischen Achtelfinal-Aus seiner Dänen im Elfmeterschießen gegen Kroatien eine eher ruhige Weltmeisterschaft: Der Innenverteidiger stand in Russland keine Minute auf dem Feld. Und dennoch stehen die Interessenten Schlange, die sich die Dienste des 25-Jährigen sichern wollen. Heißer Kandidat laut Sky Sports: Der FC Southampton. Der Premier League-Club soll schon mit der Borussia in Gesprächen sein, um die Ablösesumme auszuloten.

Dass der Däne gerne mal auf der Insel kicken möchte, war nach Informationen der Bild schon Bestandteil seiner Vertragsverhandlungen. So ließ sich Vestergaard schon 2017 eine Klausel in seinen bis 2021 laufenden Vertrag schreiben, die ihm 2019 für 35 Millionen einen Wechsel in die Premier League ermöglich soll.

Außer dem FC Southampton sollen sich auch West Ham United, der FC Everton und Lazio Rom mit dem kopfballstarken Hünen beschäftigen.

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Marvin Plattenhardt (Hertha BSC, Abwehr)

Erdkundeunterricht mit Marvin Plattenhardt: Wer sich alle Interessenten an einer Verpflichtung von Herthas Verteidiger mal auf der Landkarte anschaut, wird in wenigen Minuten zum England-Experten. Die B.Z. will inzwischen von sechs Städten wissen, in denen „Platte“ nächste Saison hauptberuflich tätig werden könnte. Standen bisher schon Huddersfield, der FC Everton und und AFC Bournemouth auf der Matte, bringt das Blatt aus der Hauptstadt jetzt auch noch den FC Watford, Leicester City und den Aufsteiger FC Fulham ins Gespräch.

Bringt jemand deutlich über 20 Millionen Euro mit, sei man bei Hertha gesprächsbereit, berichten mehrere Medien. Der 26-Jährige wird in zwei Wochen wieder im Hertha-Training erwartet, ob er die Vorbereitung auch in Berlin abschließen wird, ist wohl so offen wie noch nie.

Bernardo (RB Leipzig, Abwehr)

Erst hieß es, dass ein Wechsel Bernardos zum 1.FSV Mainz 05 kurz bevor stünde, dann bestätigte VfL Wolfsburg-Manager Jörg Schmadtke ein gesteigertes Interesse am Leipziger Verteidiger, dazu standen aus der Bundesliga auch noch Borussia Mönchengladbach und der FC Augsburg in Leipzig wegen des Brasilianers auf der Matte – und dazu aus England Brighton & Hove Albion. Inzwischen hat sich die Schlange vor dem Büro von Ralf Rangnick ausgedünnt, Mainz wurde es nicht und auch Augsburg und Wolfsburg sollen laut kicker nicht mehr im Rennen um die Dienste des 23-Jährigen sind. Die Bild weiß es schon genauer: Demnach steht Bernardo vor einem Wechsel auf die Insel – für einen knapp zweistelligen Millionenbetrag.

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Autor: Till Erdenberger

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