Nils Petersen

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Nils Petersen ist Freiburgs bester Torschütze der jüngeren Vergangenheit und auch bei Comunio aktiv. Im Interview spricht der Stürmer über seinen Fehlstart bei Comunio, erklärt, warum er auf Sturmkonkurrent Florian Niederlechner setzt und blickt auf sein Olympia-Abenteuer zurück. Außerdem: Lange Schlangen bei McDonalds und Geschichtsunterricht mit Trainer Christian Streich. 

Comunioblog: Bremens Kapitän Clemens Fritz hat unlängst in einem Interview mit „Nordbuzz“ verraten, dass er mit Ihnen und Sebastian Prödl in einer Comunio-Liga spielt. Wie kam es dazu?

Nils Petersen: Wir waren in Bremen eine eingespielte Truppe mit 6-7 Leuten, die sich einmal in der Woche zum Playstation spielen getroffen haben und da kam dann die Idee auf, sich auch bei Comunio zu messen. Die Liga ist auch heute noch aktiv. Wir haben eine WhatsApp-Gruppe, in der wir uns immer austauschen. So halten wir immer noch den Kontakt, obwohl wir inzwischen in verschiedenen Städten arbeiten.

Comunioblog: Wir haben natürlich auch mal einen Blick in Ihre Liga riskiert. Es läuft ja gerade nicht so gut für Sie. Sie sind Vorletzter, Prödl und Fritz sind vorne. Woran liegt es?

Petersen: Ich komme hoffentlich hinten raus. Die beiden haben schon einen Vorsprung, aber bei Comunio geht es immer schnell. Ich muss sicher noch mal meine Mannschaft etwas verändern, aber wir haben erst den achten Spieltag und erst jetzt kann man viele Teams und Spieler so richtig einschätzen.

Comunioblog: Wird in der WhatsApp-Gruppe auch gestichelt, wenn jemand keinen so guten Spieltag hatte?

Petersen: Das passiert nicht jede Woche, aber kommt schon mal vor. Das soll ja auch so sein, dass mal ein lustiges Wort fällt. Am nächsten Spieltag hat man dann die Chance, es wieder besser zu machen. Der Spaß steht bei uns im Vordergrund.

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Comunioblog: Sie haben sich gar nicht selbst im Kader. Gibt es dafür einen Grund oder ist das einfach ein Zufall?

Petersen: Ich weiß gar nicht, ob jemand anderes aus der Liga mich hat. Ich habe mich jedenfalls noch nicht auf dem Transfermarkt gesehen.

Comunioblog: Nein, Sie sind in keinem Team.

Petersen: Okay, ich hätte mich schon gerne selber und wenn ich auf den Markt kommen sollte, werde ich auch alles bieten. Trotzdem gibt es immer Spieler, die man gerne im Kader hat und deswegen bin ich jetzt nicht böse, dass ich mich nicht habe, sondern drei andere gute Stürmer.

Comunioblog: Sie haben Ihren Sturmkonkurrenten Florian Niederlechner im Kader. Das ist ziemlich kurios.

Petersen: Stimmt. Ich musste gerade überlegen, weil ich noch in einer anderen Liga spiele, aber genau, das ist das Team mit Nicolas Höfler und Niederlechner. Ein bisschen kurios ist es, aber das spricht auch dafür, dass ich vollstes Vertrauen in den Jungen habe und es gibt ja auch Gründe, warum er für mich gespielt hat.

Comunioblog: Wie sehen Sie Ihre Situation eigentlich gerade? Im letzten Jahr waren Sie noch unumstrittener Stammspieler und nun gibt es eine Art „Job-Sharing“ zwischen Ihnen und Niederlechner.

Petersen: Natürlich möchte ich die maximale Spielzeit bekommen. Das geht jedem Spieler so. Das sind einfach Ziele, die man sich setzen muss. Ich bin aber mit meinem Saisonstart absolut zufrieden, weil ich nach der Teilnahme an den Olympischen Spielen auch nicht wusste, wo ich stehe. Auf die ganze Saison gesehen, möchte man aber natürlich wieder Einsätze von Beginn an haben, aber dafür muss man sich auch empfehlen.

Comunioblog: Hat Ihr Trainer Christian Streich Ihnen das in Aussicht gestellt?

Petersen: Nein, das hat er nicht, aber das finde ich auch gut. Das muss ich mir wieder erarbeiten. Und es spielt natürlich auch immer das Wochenende und die ganze Trainingswoche eine Rolle. Bislang haben die Jungs es vorne gut gemacht. Ich durfte in Dortmund von Beginn an spielen und hoffe, dass ich meine Einsätze bekomme. Der Trainer und ich haben regelmäßigen Austausch und daher gibt es da auch keine Probleme. Wir wissen, dass wir uns gegenseitig brauchen, aber ich hoffe natürlich, dass er mich demnächst auch wieder länger braucht.

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Comunioblog: Sind Sie mit dem Saisonstart des Teams zufrieden?

Petersen: So lange wir uns von den Abstiegsplätzen wegbewegen, ist alles okay. Durch die Auswärtsniederlage in Hoffenheim hatten wir uns vor dem Heimspiel gegen Augsburg wieder ein bisschen in Bredouille gebracht. Zuhause schlagen wir uns bislang aber gut und haben immer gepunktet. Auswärts haben wir aber schon zweimal leichtfertig Punkte liegengelassen.

Comunioblog: Sie sprechen die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen an. Haben Sie eine Theorie, woran das liegen könnte?

Petersen: In den Heimspielen leben wir von unserem Publikum. In unserem kleinen, engen Stadion hat der Gegner es nicht leicht. Auswärts haben wir noch nicht die Griffigkeit, die wir zuhause haben und uns dort von unseren Zuschauern gegeben wird. Ich bin aber weit weg davon, zu sagen, dass wir auswärts schlecht spielen. Wir waren vielleicht nicht immer komplett konzentriert oder hatten ein bisschen Pech wie in Hoffenheim, als eine strittige Situation zum Sieg für Hoffenheim führte. In Berlin haben wir in der letzten Sekunde verloren. Es waren jetzt keine bodenlosen Auswärtsspiele, sondern auch richtig schwere Aufgaben. Wir haben bei den ungeschlagenen Hoffenheimern gespielt, in Köln und Berlin, die beide eine überragende Saison spielen und eben in Dortmund. Das muss man auch berücksichtigen. Wir sind aber in der Bringschuld, auch mal auswärts zu punkten.

Seite 1: Petersen über seinen Fehlstart bei Comunio und Niederlechner in seinem Team

Seite 2: Petersen über Klassenfahrtsfeeling bei Olympia und lange Schlangen bei McDonalds

Seite 3: Petersen über Hrubesch‘ besondere Fähigkeiten und Geschichtsstunden mit Streich

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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