Goncalo Paciencia

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Eintracht Frankfurt hat sich mit einem weiteren Stürmer verstärkt. Vom FC Porto kommt Goncalo Paciencia. Ist der Portugiese bereits der Nachfolger von Ante Rebic oder muss sich der Nationalspieler dem geballten Konkurrenzkampf stellen? 

Position: Der 23-Jährige ist ein technisch starker Mittelstürmer, der es versteht seinen Körper einzusetzen und auch mit dem Rücken zum Tor agieren kann. Dabei ist er nicht auf das Spiel im Strafraum festgelegt, sondern kann aufgrund seiner Dribbelstärke auch mit Anlauf kommen. „Wir bekommen mit ihm einen echten Mittelstürmer dazu, der unseren Kader noch variabler macht“, sagt Sportvorstand Fredi Bobic. „Gonçalo ist ein beweglicher Spieler, der aber auch den Ball in der Spitze halten kann.“

Bisherige Karriere: Paciencia ist gebürtiger Portuenser und spielte seit frühester Jugend für den FC Porto. Bereits mit sieben Jahren schloss er sich dem Traditionsverein an und durchlief fast alle Jugendabteilungen. Nach einem Abstecher zu der U17 von Padroense kehrte zu seinem Heimatverein zurück und kämpfte sich bis in die zweite Mannschaft hoch.

Von dort begann eine Leih-Odyssee. In den letzten drei Jahren wurde er an Academica Coimbra, Olympiakos Piräus, FC Rio Ave und zuletzt an Vitoria Setubal ausgeliehen. Bei so vielen Vereinen ist es nicht verwunderlich, dass es nur bei Setubal richtig lief. In 24 Spielen erzielte Paciencia zehn Tore und bereitete sechs vor. Für die erste Mannschaft Portos machte er in der ganzen Zeit nur 16 Spiele, wurde aber Anfang des Jahres aus Setubal zurückbeordert und brachte die Saison in der Hauptstadt zu Ende. 

Im November des Vorjahres debütierte er für die portugiesische Nationalmannschaft, nachdem er zuvor alle Auswahlmannschaften des Landes durchlaufen hatte. 

Die teuersten Stürmer bei Comunio

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Platz 10: Matheus Cunha (RB Leipzig) - 8,00 Mio. | Stand: 9.7.18

 

Einstiegsmarktwert: Drei Millionen. Damit bewegt sich der Angreifer zwischen seinen Konkurrenten Luka Jovic (~ 3,5 Mio.) und Sebastien Haller (~ 2,5 Mio.). Der umworbenen Ante Rebic ist mittlerweile in anderen Sphären (~ 6,8 Mio.) unterwegs. Leipzigs Yussuf Poulsen bewegt sich aktuell im selben MW-Rahmen. 

Situation: Die Situation ist noch relativ undurchsichtig. Viel hängt davon ab, was mit Rebic passiert. Auch wenn die Eintracht gewillt ist, ihn zu halten, würde es nicht überraschen, wenn der Kroate nach einer erfolgreichen WM zu einem großen Verein wechseln sollte. 

Auch ohne den Angreifer ist die Konkurrenzsituation nicht gerade klein. Haller und Jovic teilten sich im Vorjahr einen Stammplatz. Der Franzose hatte in der Hinrunde die Nase vorn, in der Rückrunde erhielt meistens Jovic den Vorzug. Zudem bleibt abzuwarten, mit welchem System der neue Coach Adi Hütter spielen wird. Sollte er bei seinem bevorzugtem 4-4-2 bleiben, wäre Paciencia wohl der spielende Part um Haller oder Jovic. Auch Nicolai Müller wäre dann ein Konkurrent. Von Rebic gar nicht zu sprechen. 

Marktwertpotenzial: Die Situation im Frankfurter Angriff ist einfach zu unklar, um hier eine halbwegs seriöse Einschätzung geben zu können. Paciencia hat in jedem Fall das Potenzial, direkt eine gute Rolle spielen zu können. Er ist ein spannender Spieler und wer ein wenig Risiko nicht scheut, sollte hier mal zuschlagen. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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