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Mit Frederik Rönnow bekommt Eintracht Frankfurt den Nachfolger für Lukas Hradecky. Kurios: Die neue Nummer 1 folgt dem Finnen bereits zum dritten Mal. Wir stellen den Keeper vor.

Position: Rönnow ist Torwart und in der kommenden Spielzeit soll er nicht weniger als die unangefochtene Nummer 1 der Eintracht sein.

Bisherige Karriere: Im zarten Alter von 19 Jahren debütierte Rönnow beim AC Horsens in der ersten dänsichen Liga, spielt inzwischen seine siebte Profisaison als Stammtorhüter. Seit 2015/16 ist er Torhüter bei Bröndby IF, trainiert vom ehemaligen Coach von RB Leipzig und dem VfB Stuttgart, Alexander Zorniger. In der dänischen Liga gilt er unbestritten als bester Torwart, in dieser Spielzeit trug er etwa mit nur 24 Gegentoren in 26 Spielen dazu bei, dass Bröndby die Saison auf dem ersten Platz beendete. Sieben Mal hat Rönnow schon für Dänemark gespielt und bei der kommenden WM wird er als Nummer 2 hinter Kasper Schmeichel ins Turnier gehen.

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Einstiegsmarktwert: Bitte was? Mit 2.000.000 ist der Däne gleich mal doppelt so teuer wie ein Ralf Fährmann. Grund ist, dass alle Neuzugänge derzeit eher hochpreisig eingeordnet werden, um einer exorbitanten Marktwertsteigerung entgegenzuwirken. Rönnow ist damit gleich mal teuerster Schlussmann der Bundesliga.

Situation: Es ist nicht unbedingt ein leichtes, den Schritt von der dänischen Superligaen in die Bundesliga zu schaffen, wir erinnern an dieser Stelle etwa an Emre Mor. Die Fußstapfen, die Lukas Hradecky hinterlässt sind groß, und gerade als Torwart sollte sich der 25-Jährige nicht allzu viele Patzer erlauben. Doch im Grunde bringt Rönnow alles mit: Er gilt als äußerst reaktionsschnell, fällt immer wieder mit spektakulären Paraden auf, gleichzeitig ist er überragend im Eins-gegen-eins. Und auch Fehler erlaubt sich Rönnow nur äußerst selten. Auch seine Erfahrung von 24 Spielen im Europapokal dürfte Frankfurt weiterbringen.

Kuriosum am Rande: Bereits zum dritten Mal tritt Rönnow das Erbe von Lukas Hradecky an. 2013 folgte er dem Finnen beim dänischen Erstligisten Esbjerg fB und zwei Jahre später schließlich bei Brönby IF. Nun heißt der nächste Schritt Eintracht Frankfurt und dass der 1,90 große Schlussmann die Karriereleiter stets heraufgeklettert ist, um Hradecky zu folgen, heißt auch, dass er seine Sache ziemlich gut gemacht hat. Eine Konkurrenzsituation ist derzeit mit Jan Zimmermann und Leon Bätge praktisch nicht vorhanden. Rönnow wird, komme was wolle, im Tor der Eintracht stehen!

Marktwertpotenzial: Zu Saisonbeginn geht es bekanntlich mit Marktwerten erst einmal nach oben, gerade bei Neuzugängen. Torhüter erreichen jedoch schnell eine natürliche Grenze womit sich das Geld jetzt nicht unbedingt verzehnfachen lässt. Langfristig wird Rönnow, sollte er nicht zum Top-Torhüter der Liga werden, diesen Wert aber nicht halten können. Dennoch eine sehr interessante Personalie für den Kasten.

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Autor: Karol Herrmann

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