Kann am Ball offensichtlich einiges: Fortunas Neuer, Dawid Kownacki

Foto: imago/ Nordpix
Wenn Dankbarkeit Tore schießt, dann ist Dawid Kownacki eine gute Investition: Der Pole wollte unbedingt weg aus Genua und dürfte höchst erleichtert sein, dass er ab sofort für die Fortuna stürmen darf. Aber: Darf er auch?

Position: „Ich bin sehr froh, dass alles geklappt hat“, zeigte sich Dawid Kownacki am Nachmittag nach seiner Präsentation in Düsseldorf erleichtert. „Die Fortuna hat mich schon sehr früh kontaktiert und sich intensiv um mich bemüht. Daher wollte ich unbedingt nach Düsseldorf wechseln. Jetzt möchte ich helfen, dass wir den Klassenerhalt in der Bundesliga erreichen.“ Seine Hilfe könnte aus Toren bestehen, der junge Pole gilt in der Offensive als vielseitig einsetzbar. „Wir schätzen ihn als kampfstarken Spieler, als Beißer, er ist kein typischer Mittelstürmer, sondern ein offensiver Allrounder“, wie Fortuna-Sportvorstand Lutz Pfannenstiel den neuen Mann beschreibt.

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Bisherige Karriere: Die erste Auslandsstation von Polens U21-Nationalmannschaftskapitän startete vielversprechend, ging aber überaus unglücklich zuende. 2017 war der damals 20-Jährige von Lech Posen zu Sampdoria Genua in die Serie A gewechselt und erzielte in anderthalb Jahren in 35 Ligaspielen immerhin sechs Tore. Doch zuletzt kam der Angreifer nicht mehr auf nennenswerte Einsatzzeiten, dazu kam es zum Zerwürfnis zwischen Spieler und Verein. „Ich habe es satt! Ich habe genug von Sampdorias Verhalten! Ich bin immer mehr verärgert, weil die Zeit vergeht und ich nicht weiß, wie meine Zukunft aussehen wird. Ich möchte nicht hier bleiben, ich möchte gehen. Und ich möchte nicht zurückkehren. Ich möchte dieses Kapitel ein für alle Mal schließen“, flötete Kownacki in der Winterpause einem Onlineportal in seiner Heimat. Nun wagt der vierfache polnische Nationalspieler also einen neuen Anlauf bei Fortuna Düsseldorf.

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Einstiegsmarktwert: 4.000.000 würden fällig werden, wenn man direkt auf den Kownacki-Zug aufspringen wollte. Damit ist der Neuzugang aus dem Stand der teuerste Stürmer des Aufsteigers, auch Dodi Lukebakio, mit immerhin 63 Zählern eifrigster Punktesammler der Fortuna, kann da nicht mithalten.

Situation: „Dawid war unser Wunschspieler, aber auch der von vielen anderen Vereinen“, ordnet Pfannenstiel seinen jüngsten Transfer ein. Die Rheinische Post glaubt zu wissen, dass neben dem VfB Stuttgart, Atalanta Bergamo und dem FC Fulham zuletzt auch noch der FC Schalke mit in der Verlosung war. Dass der Angreifer sich für die Rheinländer entschied, darf getrost als Ritterschlag betrachtet werden – aber auch als Hinweis darauf, dass sich Kownacki den nächsten Schritt nach vorne erhofft. Soll heißen: Spielzeit! Angesichts von stets bemühter, aber nicht eben über die Maßen erfolgreicher Konkurrenz in der Fortuna-Offensive dürfte das polnische Toptalent schnell in der Verlosung um einen der Startelfplätze landen. 

„Dawid ist ein vielseitiger Offensivspieler. Ich habe in unserem Trainingslager mit dem polnischen Nationaltrainer Jerzy Brzeczek lange über ihn gesprochen, und er hat viel Positives über Dawid gesagt“, freut sich auch Friedhelm Funkel auf seine neue Alternative im noch lange nicht erfolgreich bestandenen Abstiegskampf.

Marktwertpotenzial: Kownacki ist eine Wundertüte: Zuletzt hat der Pole in der Serie A nicht mehr viel Einsatzzeit bekommen, gleichzeitig kann der WM-Teilnehmer darauf hoffen, schnell in der Bundesliga antreten zu dürfen. Was dann passiert, ist kaum vorher zu sagen. Klar ist: Fortuna hat sich eine Kaufoption nach dem Ende der vorläufigen Leihe bis zum Saisonende zusichern lassen, die dem Vernehmen nach bei 5 Millionen Euro liegt. Und das ist durchaus ein Vertrauensvorschuss.

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Autor: Till Erdenberger

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