Medhi Benatia AS Rom FC Bayern München

Medhi Benatia wechselt nach München – für 25 bis 30 Millionen Euro. Doch wird der Marokkaner wirklich der Fixpunkt der Bayern-Abwehr? Und was bedeutet das für Comunio-Manager?

Eingefleischte Fußball-Fans und Barcelona-Anhänger werden sich an den Sommer 2009 erinnern.

Der zu diesem Zeitpunkt amtierende Champions-League-Sieger aus der katalonischen Hauptstadt verpflichtete den international eher unbekannten Verteidiger Dmytro Chygrynskiy von Shakthar Donezk – für rund 25 Millionen Euro.

Nicht jeder hat den Transfer damals in Gänze verstanden und sah sich bestätigt, als der Ukrainer nur ein Jahr später wieder in seine Heimat flüchtete. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Pep Guardiola Chygrynskiy damals als seinen Wunschspieler anpries.

Benatia passt nicht ins Bild

Genau der Trainer, der nun auch die Verpflichtung Medhi Benatias nach der Verletzung Javier Martinez‘ forcierte und letztendlich das Okay gab, ebenfalls um die 25 Millionen Euro in die Hand zu nehmen. Doch ist der Marokkaner überhaupt der Richtige für den deutschen Rekordmeister?

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Benatia eigentlich nicht in den von Sportvorstand Matthias Sammer propagierten Weg passt, der sich vor allem dadurch definieren soll, junge bzw. außerordentlich veranlagte und, wenn möglich, deutsche Spieler zu verpflichten.

Benatia ist 27 Jahre alt, hat noch keinen größeren Titel gewonnen und bislang nicht eine einzige Partie in der Champions League absolviert. Nun soll er in der von Guardiola bevorzugten Grundordnung mit drei Verteidigern eine oder vielleicht sogar die zentrale Rolle einnehmen.

Was bedeutet das für die User Comunios? Wie stellt sich die Abwehr der Bayern in den kommenden Monaten auf – und lohnt ein Kauf des Marokkaners?

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Benatia kaufen?

Die Frage kann, muss aber nicht bejaht werden. Mit Blick auf seine letztjährigen Statistiken kann eine Verpflichtung allerdings durchaus Sinn ergeben. Er gewann in der Serie A 61 Prozent seiner Zweikämpfe und steht damit vor Jerome Boateng (57,9). Zudem gestaltete er seine Kopfballduelle erfolgreicher (sieben Prozent) als der Weltmeister.

Ebenfalls stark: Sein Aufbauspiel. In 33 Partien für den AS Rom brachte er 88 Prozent seiner Pässe an den Mann – ebenfalls mehr als Boateng.

Doch nicht nur in der Defensive ist er eine Bank. Benatia erzielte fünf Treffer und damit zusammen gerechnet so viele wie David Alaba, Dante, Boateng und Rafinha in der letzten Bundesliga-Saison.

Lob gibt es bei solchen Werten sogar von höchster Stelle. „Mehdi war der beste Verteidiger der letzten Saison“ sagte Ex-Bayer Luca Toni der „Sportbild“. „Er ist stark, er ist groß, er ist schnell. Er steht immer in perfekter Position und ist taktisch klug.“

Was passiert mit Dante?

Eines scheint sicher – die Verpflichtung Benatias unterstreicht den Willen Guardiolas, mit drei zentralen Verteidigern zu agieren.

Natürlich: Das System des Spaniers ist derart flexibel, dass selbst innerhalb einer Partie immer wieder zwischen Dreier- und Viererkette oder anderen Anordnungen auf dem Platz gewechselt werden kann.

Doch egal ob drei oder vier Abwehrspieler – ein Innenverteidiger wird sich häufiger auf der Bank wiederfinden. Trifft es womöglich Dante am häufigsten?

Ein denkbares Szenario, immerhin kann Jerome Boateng innen als auch außen spielen und Holger Badstuber wurde von Guardiola unlängst als bester Innenverteidiger seiner Trainerkarriere tituliert.

Comunios Manager sehen im Brasilianer wohl auch das „Opfer“ des Marokkaners. Dante verlor alleine in den letzten zwei Tagen fast eine halbe Million Euro Marktwert.

Fazit

Ein Kauf von Benatia ist absolut vertretbar – allerdings wird abzuwarten sein, wie schnell er sich in München akklimatisiert.

Seine hohe Ablöse wird wahrscheinlich auch zur Folge haben, dass der Preis auf den Transfermärkten Comunios relativ zügig in die Höhe schießen wird.

Weit weg, allerdings hoffentlich in den Hinterköpfen der Comunionisten: Der Afrika-Cup, bei dem Benatia als Kapitän der marokkanischen Nationalmannschaft auflaufen wird. Der Januar und Februar können im für Bayern schlechtesten Fall ohne Benatia stattfinden.

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Autor: Sebastian Schramm

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