Der teuerste Deutsche der Fußball-Geschichte schießt sich in die Herzen der Arsenal-Fans. Flashmobs, Standing Ovations – für Özil scheint nichts gut genug.  

2006 spielte der FC Arsenal das letzte Mal im Highbury. Genau das geschichtsträchtige Rund, in dem schon so viele Legenden Tore erzielten, der Rasen perfekt schien und die Gunners noch erfolgreich waren.

Mit dem Umzug in Emirates-Stadium brach bei den Londonern eine neue Ära an. Eine Zeit, in der die Pokal-Vitrine des Klubs Jahr für Jahr einsamer wird und zusehends verstaubt.

Wenger legt Scheine auf den Tisch

Die Fans des FC Arsenal machen die titellose Periode vor allem an der Transferpolitik Arsene Wengers fest. Der Franzose hat in den letzten Jahren den ganz großen Coup vermieden, obwohl Stars wie Robin van Persie oder Cesc Fabregas den Verein verlassen haben.

Doch seit dem 2. September 2013 haben die Anhänger der Gunners ihrem Ober-Kanonier Vieles verziehen. Satte 50 Millionen Euro legte Wenger für Mesut Özil auf den Tisch – der wohl beste Vorlagengeber des internationalen Fußballs soll beim eingeschlafenen Riesen für neuen Zündstoff sorgen.

Nix mit Library

Das Umfeld hat den jungen Deutschen bereits nach zwei Auftritten ins Herz geschlossen. Özil legte in der Premier League bereits vier (!) Tore auf – selbst in fremden Stadien beklatschen sie ihn.

„Gute Spieler spielen gute Pässe, schlechte spielen schlechte Pässe – egal ob in Spanien oder England, das ist überall dasselbe“, sagt Wenger. „Ich glaube, wenn er richtig integriert ist, werden wir noch mehr von ihm sehen.“

Vor dem Heimspiel gegen Stoke City trafen sich Arsenal-Fans zum Özil-Flashmob, jeder von ihnen trägt ein Trikot des Heilsbringers. Als Özil beim 3:1-Erfolg über Stoke City ausgewechselt wurde, stand das komplette Stadion. Die Euphorie hat den gesamten Klub gepackt.

Ein interessanter Fakt, immerhin wird über den FC Arsenal gerne das Klischee verbreitet , die Stimmung bei den Spielen sei ähnlich einem 90-minütigem Aufenthalt in einer großen Bibliothek. In diesem Fall müsste das Stadion in „Özilrary“ umbenannt werden – und zwar sofort!

Autor: Sebastian Schramm

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