Markus Suttner grätscht ab sofort für Fortuna Düsseldorf

Foto: imago/ Action Plus
Es läuft bei der Fortuna: Zwölf Punkte holte man in den letzten vier Spielen – und doch gibt´s eine Schwachstelle, die jetzt behoben sein soll. Markus Suttner soll links in der Viererkette angreifen – und das hat der Ösi auch vor!

Position: „Linksverteidiger ist meine Lieblingsposition, aber ich kann auch woanders spielen. Ich werde mich anbieten und der Trainer wird  die richtige Entscheidung treffen“, gibt sich der Neuzugang, der zunächst bis Saisonende aus der Premier League an den Rhein wechselt, vielseitig und angriffslustig. Der Plan der Fortunen ist jedoch klar: Markus Suttner ist fest als Linksverteidiger eingeplant, wo der Aufsteiger aufgrund der Verletzung von Diego Contento die komplette Hinrunde mit Niko Gießelmann nur noch eine Spezialkraft für diese Position im Kader hatte.

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Bisherige Karriere: 20 Länderspiele für Österreich, 207 Spiele in der österreichischen Bundesliga, 49 in der deutschen und immerhin 14 Premier League-Einsätze: ja, Markus Suttner ist ein erfahrener Profi. Die meisten Comunio-Spieler werden sich sicher noch an die beiden Saisons des Verteidigers für den FC Ingolstadt im deutschen Oberhaus erinnern. 2015/16 konnten die Schanzer völlig überraschend die Klasse halten, bevor es in der darauf folgenden Runde nicht mehr reichte – trotz des Linksverteidigers, der 2016/17 starke 86 Zähler im Manager-Spiel einfuhr. Anschließend wechselte der Nationalspieler, der bei seinem Heimatverein Austria Wien in den Profifußball eingestiegen ist, in die Premier League zu Brighton & Hove Albion. Dort wurde der Verteidiger allerdings nicht wirklich heimisch: In seinen 1 1/2 Jahren auf der Insel absolvierte Suttner nur 14 von 60 möglichen Ligaspielen, in der laufenden Runde reichte es nur noch zu einer Kadernominierung.

Einstiegsmarktwert: Heute wird der 31-Jährige mit 2.080.000 gehandelt – das ist genau 500.000 mehr als Stammkraft Gießelmann. Man erinnert sich wohl noch an die Saison 2016/17 zurück, als der Linksfuß mit seinen gefährlichen Standards eine Brandfackel nach der nächsten in die Bundesligastrafräume zauberte und vier Tore selbst erzielte und fünf vorbereiten konnte.

Situation: „Aufgrund der schweren Verletzung von Diego Contento waren wir in den letzten Wochen auf der Suche nach einem Linksverteidiger, um auf dieser Position für eine Konkurrenzsituation zu sorgen und dem Trainerteam mehr Optionen zu bieten. Mit Markus Suttner haben wir nun einen erfahrenen Spieler verpflichtet, der die Bundesliga kennt“, wird Fortuna-Sportvorstand Lutz Pfannenstiel zitiert. „Er wird dem Team auf und neben dem Platz mit seiner Erfahrung weiterhelfen. Außerdem ist er mit einem fantastischen linken Fuß ausgestattet, den er vor allem bei Standardsituationen immer wieder gefährlich einsetzt.“ Heißt im Klartext: Der erfahrene Österreicher ist erstmal der Herausforderer des zuvor letzten verbliebenen Linksverteidigers Niko Gießelmann. Der wiederum hat sich im bisherigen Saisonverlauf nicht viel zuschulden kommen lassen, mit zwei Gelben Karten steht auch erstmal keine Sperre ins Haus. Das heißt: Leihspieler Suttner muss schnell eine Menge anbieten, um kurzfristig auf Einsätze zu kommen.

Denn trotz aller beidseitiger Hoffnungen auf ein erfreuliches Engagement gehört auch zur Wahrheit: Suttner spielte in dieser Saison nicht einmal in der Premier League, durfte nur je ein Spiel in der Nachwuchsmannschaft in der Premier League zwei und im Pokal absolvieren.

Marktwertpotenzial: Ob der Neuzugang schon am Wochenende im Heimspiel gegen RB Leipzig im Kader steht, wird man sehen müssen – wann Markus Suttner seinen Trainer von einem Startelfeinsatz überzeugen kann, ist dann nochmal eine ganz andere Frage. Der enorm hohe Einstiegsmarktwert wird sich in jedem Falle schnell in realistischeren Dimensionen einpendeln, denn es ist schwer vorstellbar, dass Funkel seinen bewährten, mindestens soliden Linksverteidiger Niko Gießelmann kurzfristig und ohne Not rausnimmt und dafür den Neuzugang rein wirft.

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Autor: Till Erdenberger

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