Robert Bauer, Felix Wiedwald

Foto: © imago / Horstmüller
Nach 24 Spieltagen findet sich Werder Bremen immer noch mitten im Abstiegskampf wieder. Doch spätestens seit der Winterpause präsentiert sich das Team viel gefestigter. In den letzten zwölf Spielen kassierten nur zwei Teams weniger Gegentore. Lässt sich das auch bei Comunio belegen? 

13 Tore kassierte Werder in den letzten zwölf Spielen. Das sind genauso viele wie Borussia Dortmund. Nur Bayern München (5) und 1899 Hoffenheim (11) schneiden in dem Zeitraum besser ab. Das ist sicher überraschend und führt die immer noch gerne verwendete Bezeichnung „Schießbude der Liga“ ad absurdum. 

Das Gerede rührt noch aus dem ersten Saisondrittel her, als die Bremer nach zwölf Spielen bereits 31 Mal bezwungen wurden. Und obwohl Werder immer wieder zwischen Dreier- und Viererkette switcht – häufig sogar während einer Partie – steht das Team von Alexander Nouri deutlich kompakter. 

Das ist alles schön und gut, doch bei Comunio zählen allein die Punkte. Daher schauen wir, ob sich diese neu gewonnene Stabilität auch in Punkten widerspiegelt.  

Moisander und Sane grundsolide

Den Kern der Verteidigung bilden Lamine Sane und Niklas Moisander. Beide hatten im Frühherbst schon mal ein Zwischenhoch, das dann aber wieder verflachte. Was aber nicht bedeutet, dass sie seitdem nicht mehr zu empfehlen sind. Sane bringt es in den letzten zwölf Partien auf 32 Punkte. Das macht einen ordentlichen Schnitt von 2,67 Punkten (Hochgerechnet sind das 91 Punkte).

Zum Vergleich: Im ersten Saisondrittel kam der Senegalese in neun benoteten Spielen auf nur fünf Punkte. Dem Kastastrophenstart von -18 Zählern in den drei Skripnik-Spielen sei Dank. 

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Nebenmann Moisander entwickelte sich zuletzt ebenfalls zum Punktehamster. Waren es in den ersten zwölf Partien (zehn benotete Einsätze) nur 16 Punkte (1,6 Punkte pro Partie), kommt er seitdem auf immerhin 26 Punkte in elf Spielen (2,36 Zähler im Schnitt). Beide Innenverteidiger gibt es für unter zwei Millionen. 

Bauer einer der besten Verteidiger

Einer, der sinnbildlich für die neue Stabilität steht, ist Robert Bauer. Egal auf welcher Position, der Neuzugang aus Ingolstadt haut sich rein. Bauer ist keiner, der als Außenverteidiger die Linie rauf und runter jagt, aber durch seine defensive Präsenz ist er enorm wichtig. 

Doch auch bei ihm schlug sich das erst im Laufe der Saison in Punkte nieder. Nachdem seine ersten drei Spiele (alle unter Skripnik) in -10 Punkten mündeten, folgte danach nur noch ein Spiel mit Minuspunkten (-2 gegen die Bayern). 

36 Punkte in den letzten zwölf Spielen kämpfte Bauer zusammen. Im gleichen Zeitraum punkteten nur fünf Verteidiger, die ebenfalls ihre Statistik nicht durch ein Tor pimpen konnten, besser. Mats Hummels, Niklas Süle, Philipp Lahm, Kevin Vogt, Marcel Halstenberg und eben Bauer.

So „teuer“ wie aktuell (1,57 Mio. am Montag) war er zwar nie in den letzten zwölf Monaten, aber eigentlich müsste er mit der Ausbeute das Doppelte wert sein. 

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Selbst die „Pflegefälle“ punkten

Bleiben noch die Teilzeitkräfte Santiago Garcia (670.000) und Thedor Gebre Selassie (1,38 Mio.). Der Tscheche verlor erst seinen Stammplatz an Bauer, holte ihn sich dann aber wieder, indem er Garcia verdrängte. So kommen beide seit dem 13. Spieltag auf sechs (Gebre Selassie) bzw. sieben (Garcia) bewertete Einsätze.

Dabei fällt vor allem die Benotung von Garcia auf. Der Argentinier, der zu Saisonbeginn aufgrund von muskulären Problemen fehlte, hat noch keine Minuspunkte in dieser Saison erhalten. 13 Einsätze sorgten für solide 2,69 Punkte (2,57 im Schnitt seit dem 13. Spieltag).

Allerdings waren da schon ein paar Auftritte dabei, die den Werder-Fans nicht nur ein graues Haar bescherten und so durfte wieder Gebre Selassie ran, der jetzt auch nicht gerade für seine Defensivkünste bekannt ist, aber nach vorne deutlich mehr Zug hat. 

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Unter Nouri ist der Rechtsverteidiger auch noch ohne Minuspunkte und fuhr seitdem er wieder spielen darf 23 Punkte in den sechs Spielen ein. Das macht einen äußerst beachtlichen Schnitt von 3,83 Punkten. Im ersten Saisondrittel lag er noch bei durchschnittlich einem Punkt pro Spiel. Er ist also durchaus zu empfehlen.

Das sieht beim fünften Verteidiger, der regelmäßig zum Einsatz kommt, etwas anders aus. Milos Veljkovic ist häufig der dritte Verteidiger in Nouris Dreierkette, kam aber auch schon im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Für Comunio ist der 21 Jahre alte Serbo-Schweizer allerdings kein Hit. Vier Punkte insgesamt und nur sechs im zweiten Saisondrittel holte Veljkovic. So manches Mal wirkt der Ex-Tottenham-Spieler noch zu ungestüm. 

Wiedwald mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis

Bleiben noch die Torhüter. Lange ein ewiges Thema bei Werder. Doch seit ein paar Spielen hat sich diese Baustelle geschlossen, denn Felix Wiedwald befindet sich gerade in absoluter Überform. In der Rückrunde ist er mit Abstand der beste Keeper. 38 Punkte holte er seit dem 18. Spieltag. 

Eine Rückkehr von Jaroslav Drobny, der zuvor den leicht sichereren Eindruck machte, ist vom Tisch. Dabei war der tschechische Routinier ebenfalls auf dem Weg seine Leistungen zu stabilisieren. 18 Punkte in vier Spielen seitdem dem 13. Spieltag waren der Beleg dafür. Dann kam das Dortmund-Spiel, die Rote Karte und -8 Punkte, die das Blatt wieder zugunsten von Wiedwald wendeten. 

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Schon kurios, wenn man bedenkt, dass Wiedwald Gerüchten zufolge kurz davor war, im Wintertrainingslager sogar zur Nummer drei degradiert zu werden. Jetzt winkt sogar ein neuer Vertrag. Der Bremer Keeper bietet bei einem Marktwert von immer noch unter einer Million auf jeden Fall gerade das beste Preis/Leistungsverhältnis bei Comunio. 

Bremens Abwehr ist besser als ihr Ruf. Das belegen auch die Comunio-Punkte. Wer sich also nach günstigen Punktehamstern für den Saisonendspurt umsehen möchte, sollte in jedem Fall mal an der Weser vorbeischauen. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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