Ali Karimi und Co. – einige Transfers des FC Bayern sind voll in die Hose gegangen. Comunioblog mit einem kleinen Überblick der größten Fehlgriffe der letzten Jahre. Wer ist Dein größter Flop?

Sebastian Rode wechselt zur kommenden Saison also zum FC Bayern. Der Schritt ist mutig, wird vor allem seine gängige Position zur Bewertung des Transfers herangezogen.

Im defensiven Mittelfeld verfügen die Münchner mit Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos, Javier Martinez und Philipp Lahm über europäisches Niveau. Darüber hinaus soll Pierre-Emil Höjbjerg in Zukunft die ein oder andere Minute erhalten.

Die ausgeliehenen bzw. mit Rückkaufoptionen versehenen Emre Can und Jan Kirchhoff sind noch nicht einmal mit eingerechnet. Mehr Chancen scheint der Noch-Frankfurter auf der Rechtsverteidigerposition zu haben, sollte Guardiola Lahm dauerhaft in das Zentrum ziehen.

Dennoch bleibt die Ungewissheit, ob Rode es schafft, sich dauerhaft einen Platz beim deutschen Meister zu sichern. Ein Restrisiko bleibt bei Transfers natürlich immer, aber der FC Bayern lag in der Vergangenheit schon öfter mal daneben. Comunioblog präsentiert die größten Flops der letzten Jahre.

Vahid Hashemian: 16 Treffer in der Saison 2003/04 waren dem FC Bayern genug, um den iranischen Hubschrauber vom damals aufstrebenden VfL Bochum loszueisen. Sein Intermezzo in München verkam allerdings zu einem Fiasko. Insgesamt absolvierte Hashemian lediglich neun Partien für den deutschen Rekordmeister, dabei gab es selbstredend keine einzige Hütte. Übrigens: Er beendete die Saison beim FC Bayern mit -12 Comunio-Zählern. Schlechter war er nie. 2012 beendete er im Iran seine Karriere, mittlerweile strebt er die höchste Trainerlizenz des DFB an.

Tobias Rau: Vom einem der hoffnungsvollsten Nachwuchsspieler im ganzen Land auf die harten Bänke der Universität Bielefeld: Die Fallhöhe könnte aus sportlicher Sicht nicht höher sein. 2003 wechselte Rau vom VfL Wolfsburg in Richtung München, der erhoffte Durchbruch blieb aber aus. Nur 13-mal streifte er das Trikot des FC Bayern in der Bundesliga über. Dazu passen auch seine Comstats: Sechs Punkte in zwei Spielzeiten für die Münchner! Dennoch gebührt seinem Schritt, mit 27 die Karriere zu beenden und in die reale Welt einzutreten, großer Respekt.

Thiago und der FC Bayern München: Des passt scho!

Im Juli 2013 fragte Comunioblog, ob ein Transfer von Thiago Alcantara zum FC Bayern München überhaupt Sinn macht. Sieben Monate später blicken wir auf unsere Prognose zurück.

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Ali Karimi: Mit der Empfehlung, Asiens bester Fußballer des Jahres des Jahres 2004 zu sein, wechselte Karimi zur Saison 2005/06 an die Isar. Unter Felix Magath waren seine Leistungen solide, immerhin hielt es der Iraner zwei Jahre beim großen FC Bayern aus. Mehr als ein Ergänzungsspieler war er aber nie. 33 Spiele, dazu drei Tore: Gemessen an seiner Position (offensives Mittelfeld) kein richtig überzeugender Wert. Allerdings sind Karimis 40 Comunio-Zähler in seiner Münchner-Premierenspielzeit im Vergleich zu den anderen hier aufgeführten Flops ein überragender Wert!

Jose Ernesto Sosa: Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Sosas ehemaliger Arbeitgeber streicht im Halbfinale der Champions League die Segel, der Argentinier hingegen hat mit Atletico Madrid noch die Chance auf die europäische Krone. Dennoch bleibt eines hängen: El Principito hat in München nicht ansatzweise das zeigen können, was sich viele von ihm versprochen haben. Sechs Millionen Euro legte der FC Bayern 2007 auf den Tisch, der damals 22-Jährige galt als eines der größten Talente im argentinischen Fußball.

Julio dos Santos: Im Nachhinein klingt es wie ein Treppenwitz: Michael Ballack, Mitte der Nullerjahre Gesicht des deutschen Fußballs, wechselte nach der WM im eigenen Land vom FC Bayern zum FC Chelsea. Die Verantwortlichen wollten den Paraguayer dos Santos zu seinem Nachfolger heranziehen. Ich sage mal: Kolossal gescheitert! Zwei Jahre war er in der bayerischen Landeshauptstadt unter Vertrag, zweimal wurde er ausgeliehen.

Jan Schlaudraff: Schlaudraff ist an guten Tagen fußballerisch über (fast) jeden Zweifel erhaben. Jedoch schien der Sprung von Alemannia Aachen zum FC Bayern ein bisschen zu groß. Gleich zu Beginn verletzte er sich am Rücken. Eine Chance hatte er danach eigentlich nicht mehr. Lediglich achtmal lief er für die Münchner auf. Bereits nach einer Spielzeit wechselte er zu Hannover 96. Immerhin ein gutes Geschäft für den Rekordmeister: Schlaudraff wurde für 1,25 Millionen verpflichtet und ein Jahr später für rund 2,5 Millionen verkauft.

Wer ist für Euch noch ein absoluter Transferflop? Was ist mit Lukas Podolski oder Tim Borowski? Oder doch Landon Donavan? Haut in die Tasten und nennt Euren ganz persönlichen Anti-Transfer der Münchner. Übrigens: Am Samstag folgt der zweite Teil – die besten günstigsten und besten Transfers des FC Bayern innerhalb der Bundesliga!

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Autor: Sebastian Schramm

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