Auf zum ersten Saisonsieg: Törles Knöll organisierte den ersten Saisondreier für den Club fast im Alleingang

Foto: © imago / Sven Simon
Ein Nürnberger hat sich selbst zum Gewinnen und die Liebhaber schlechter Wortspiel-Headlines zum Verlierer gemacht. Wir erinnern, wer sich gestern auf deinen Einkaufszettel gespielt haben sollte.

Stand der Marktwerte: 23. September 2018

Törles Knöll (1.FC Nürnberg, Sturm, 810.000)

Sorry, Kollegen, die sorgsam vorbereiteten Headlines „Torlos Knöll“ müssen auf längere Sicht wieder in den Redaktionsschubladen verschwinden, denn der Junge darf sich seit gestern als waschechter Torjäger feiern lassen. Drei Minuten nach seiner Einwechslung schoss der Ex-Hamburger Waldemar Anton so wirkungsvoll an, dass der Ball vom Verteidiger der Hannoveraner ins Tor prallte, weitere zwei Minuten später versenkte Knöll die Pille dann gleich ohne Umwege.

Dass dieser Auftritt nicht nur für satt Comuniopunkte sorgt, sondern auch für Begeisterung beim Trainer, ist klar. Es dürfte nahezu sicher sein, dass der letztjährige Torschützenkönig der Regionalliga Nord sich einen Platz in der ersten 11 für das Spiel am Mittwoch beim BVB erspielt hat.

Roland Sallai (SC Freiburg, Mittelfeld, 1.420.000)

4,5 Millionen Euro haben sie beim SC Freiburg am letzten Tag der Transferperiode in die Hand genommen, um Roland Sallai aus Nikosia in den Breisgau zu lotsen. Es scheint, als könnte der Ungar eine gute Investition sein, denn gestern hat Sallai die Saison des SC Freiburg nach einem eher dünnen Start maßgeblich mindestens vorerst in eine bessere Richtung gelenkt. Den Führungstreffer des Sportclubs erzielte der Mittelfeldspieler selbst, den von Nils Petersen erfolgreich versenkten Elfmeter zum 2:0 holte er raus. Dann nahm Wolfsburg Ignacia Camacho den 21-Jährigen mit einem harten Check aus dem Spiel.

Ob der Matchwinner am Mittwoch auf Schalke wieder wird auflaufen können, ist noch unklar. Klar scheint aber: Wer in seinem ersten Startelfeinsatz so abliefert, wird noch ordentlich Punkte einheimsen. Ob schon am Mittwoch oder erst am nächsten Wochenende. 

Schnell verkaufen! Das sind die Verlierer des 4. Spieltags
Fabian Giefer: Ohne Worte.

Ab auf den Transfermarkt! Schwache Leistungen, Stammplatzverlust, Sperren: Diese Spieler solltet ihr nach den Samstagsspielen schnellstens verkaufen – und bei einem tut das menschlich nicht nur seinem Trainer weh.

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Ron-Robert Zieler (VfB Stuttgart, Tor, 2.250.000)

Der Punkt, den der VfB Stuttgart am Freitag Abend gegen Fortuna Düsseldorf, einsammelte, gehört vor allem Ron-Robert Zieler: Der Keeper, der in den ersten drei Spielen satte siebenmal hinter sich greifen musste, hielt gegen den Aufsteiger seinen Kasten mit teilweise sensationellen Paraden sauber und sammelte damit verdiente zehn Punkte – und konnte eindrucksvoll nachweisen, dass er in der Lage ist, seinem Team Punkte zu gewinnen. Das machte auch VfB-Sportvorstand Michael Reschke froh.„Wir hatten heute einen sehr, sehr guten Torwart. Doch dafür ist er da, dass er der Mannschaft auch mal den einen oder anderen Punkt rettet.“ Nach dem enttäuschenden Saisonstart können sie in Stuttgart jeden davon gebrauchen. Der Gegner war da schon etwas überschwänglicher angesichts der Leistung des Keepers: „Er war überragend“, ordnete Adam Bodzek die Torwartleistung ein.

Amine Harit (FC Schalke 04, Mittelfeld, 2.870.000)

Der eine redet sich raus, der andere dribbelt sich rein: „Das geht gar nicht“, kommentierte der gestern starke Schalke-Torwart Ralf Fährmann, sein Trainer wurde noch ausführlicher: „Di Santo war nicht einverstanden mit der Auswechslung, ich schon! Wir reden ihn stark – und dann ist es enttäuschend. Etwas gute Erziehung wäre da nicht so verkehrt.“ Harte Worte zur Szene in der 66. Minute, als der Argentinier ausgewechselt wurde – und sich danach ordentlich daneben benahm. Di Santo, eigentlich einer der Lieblingsspieler Tedescos, dürfte damit seine Karten für künftige Einsätze erstmal deutlich verschlechtert haben. Nutznießer könnte so der gestern eingewechselte Amine Harit sein, der gegen die Bayern in seiner verbleibenden halben Stunde zwar auch keine Bäume mehr ausriss, aber wenigstens gleich auf Betriebstemperatur war, nachdem er in dieser Saison einmal gar nicht und die erestlichen dreimal nicht über die volle Distanz auf dem Platz stand. Gut möglich, dass der Marokkaner in der englischen Woche rein rotiert.

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Autor: Till Erdenberger

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