Erlebten wir gestern die Wiederauferstehung von Mario Gómez?

Foto: © imago / Sportfoto Rudel
Geht die Saison für Mario Gómez jetzt wieder los? Und kann Kaan seine Düsseldorfer auch in den kommenden Wochen mitziehen? Wer darauf setzen möchte, sollte jetzt investieren. 

Mario Gómez (VfB Stuttgart, Sturm, 3.650.000)

Mario Gómez war mal ein 200-Punkte-Stürmer, die Älteren werden sich noch erinnern. 2008/09 kratzte der ehemalige Nationalspieler noch mit 194 Punkten an der Marke, 2010/11 übertraf er sie dann mit 202 Punkten. Das, was die treuen Gómez-Fans unter den Comunio-Managern in den letzten sieben Spielen durchleben mussten, dürfte die Erinnerung an die goldenen Tage noch weiter weg erscheinen lassen haben. Sechs (!) Punkte sammelte der Mittelstürmer alter Prägung in diesen Partien, dreimal gab es zwei Punkte, viermal nullte der 33-Jährige. Und der Marktwert? Rauschte in dieser Zeit von gut 7.500.000 Mitte Oktober auf nur noch 3.100.000 vor dem laufenden Spieltag. Alles vergessen seit gestern: Mit dem zweiten Doppelpack der Saison meldete sich Gómez gegen Hertha BSC zurück und sicherte seiner Mannschaft drei überlebenswichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Nächste Woche in Wolfsburg gilt es nachzulegen. Für die Schwaben und ihren Mittelstürmer auf dem Weg zurück zu alter Stärke.

Kaan Ayhan (Fortuna Düsseldorf, Abwehr, 1.390.000)

Kaan Ayhan hat nicht weniger als die Trainingsarbeit revolutioniert und gestern höchstselbst bewiesen, dass sein Konzept aufgeht: „Um als Verteidiger einen Doppelpack machen, muss schon viel zusammenkommen. Ich zocke relativ oft FIFA. Da stelle ich mich immer in den Sturm. Vielleicht bringt das was“, diktierte der Innenverteidiger gestern den Reportern schmunzelnd in die Notizblöcke. Der 24-Jährige hatte gerade per Doppelpack den Dreier gegen den SC Freiburg persönlich eingetütet – und damit den endgültigen Schlussstrich unter eine längere Leidenszeit gezogen.

An den ersten zehn Spieltagen stand der ehemalige Schalker jeweils von Beginn an auf dem Platz und war der unumstrittene Abwehrchef beim Aufsteiger. 32 Punkte gab es in den ersten sieben Partien, bevor alles begann, den Bach hinunter zu gehen: -6 beim 1:7 gegen EIntracht Frankfurt, zwei Spiele später mit weiteren -2 Punkten war dann erstmal Schluss: Friedhelm Funkel setzte ihn auf die Bank, sein Team gewann 4:1 gegen Hertha BSC und Ayhan war erstmal raus, dazu verletzte sich der Verteidiger auch noch. Nun also die Rückkehr in die Stammelf. Und es dürfte wenige Zweifel geben: Das bleibt jetzt erstmal so!

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Matthias Zimmermann (Fortuna Düsseldorf, Abwehr, 2.360.000)

Ein wichtiger Teil der überragenden Düsseldorfer 76-Punkte-Wahrheit war gestern Nachmittag Ayhans Viererkettenkollege Matthias Zimmermann. Der Neuzugang vom VfB Stuttgart ist in den letzten Wochen endlich wieder ein mehr als solider Punktehamster, nachdem es im mittleren Drittel dieser Vorrunde gemeinsam mit dem Team in den Keller ging. Nach 2,0,0,-2 an den Spieltagen 7-10 gab es zuletzt wieder einen managerfreundlicheren Rhythmus: 8,2,4,2,8 bedeuten einen Schnitt von knapp fünf Punkten pro Partie. Das ist schon stark, zumal für diesen Preis. 

Maximilian Mittelstädt (Hertha BSC, Abwehr, 1.680.000)

Willkommen im Klub der Bundesligatorschützen, Maximilian Mittelstädt! Dem 21-Jährigen gelang gestern mit der Führung beim VfB Stuttgart sein erster Treffer im Oberhaus. Dass die Partie danach noch verloren ging, hat dem Herthaner zumindest im Managerspiel nicht geschadet: 13 Punkte dürften dem Abwehrspieler sicher zum Einzug in die Elf des Tages reichen. Und die Vorstellung gestern dürfte ein Argument dafür sein, zumindest bis zur Winterpause wieder auf ordentlich Einsatzzeiten zu kommen, nachdem das Eigengewächs nach seinem Platzverweis am 11. Spieltag zunächst zweimal spät von der Bank kommen musste.

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Autor: Till Erdenberger

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