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Der vielseitige Serbe macht Hertha BSC besser. Das sagt sein Trainer Pal Dardai und das belegen auch die Daten. Unser Sofascore-Musterprofi der Woche.

„Er führt Zweikämpfe und sucht immer den Abschluss. Er ist regelrecht gierig nach Toren, das sieht man in jeder Trainingseinheit. Er kann im Mittelfeld wirklich alle Positionen spielen“, so die Lobeshymne von Pal Dardai auf Marko Grujic.

Die Liverpool-Leihgabe ist im zentralen Mittelfeld wahlweise auf der Sechs, der Acht oder der Zehn unterwegs, am meisten glänzt er jedoch als Box-to-Box-Spieler, wie man im modernen Fußballersprech jene Spieler nennt, die als Bindeglied zwischen Defensive und Offensive agieren.

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Und die Zahlen geben Grujic recht: Mit ihm ist Hertha schlicht besser. Genauer gesagt: Hertha kann mit Grujic gar nicht verlieren. In den sechs Partien in dieser Saison mit Grujic gab es vier Siege und zwei Remis. Als sich der 22-Jährige am 4. Spieltag verletzte, begann der Abwärtstrend. In den acht Spielen ohne ihn gab es nur noch einen Sieg in der Bundesliga.

Kein Spieler führte mehr Zweikämpfe am 13. Spieltag

Doch was macht den Serben zu einem perfekten Comunio-Spieler? Besonders nach seinem Comeback sind die Zahlen enorm beeindruckend. Grujic fällt in erster Linie als herausragender Zweikämpfer auf, der obendrein noch ziemlich viel Zug zum Tor hat.

So war er am 13. Spieltag der Akteur, der ligaweit die meisten Zweikämpfe führte (34) und auch die meisten in der Summe gewann (22). Schon in der Vorwoche legte er gegen Hoffenheim eine beeindruckende Zweikampfquote von 75 Prozent hin – bei immerhin 20 geführten Duellen. Das ist ein Wert, den sonst höchstens noch die absolut besten Innenverteidiger erreichen.

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Aber daneben findet Grujic auch selbst den Weg zum Tor: Fünf Torschussbeteiligungen gegen Hoffenheim, drei gegen Hannover. Und damit war er jeweils zweitbester Herthaner. Insgesamt eine Kombination, die zu 14 Punkten aus den letzten beiden Spielen führte.

Wer sich Grujic in sein Team holt, muss aber wissen, dass der Herthaner im Sommer wieder zu seinem Stammverein FC Liverpool zurückkehren wird, auch wenn er selbst noch gerne ein weiteres Jahr in der Bundesliga spielen würde. Ob er das auch darf, wird letztlich wohl Jürgen Klopp entscheiden. Der weiß jedenfalls bestens um die Qualitäten des Serben bescheid.Nach guten Spielen gehört der Trainer der Reds stets zu den ersten Gratulanten.

 

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Autor: Karol Herrmann

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