Lukas Kuebler (SC Freiburg) Kevin Kampl (RB Leipzig) Nils Petersen (SC Freiburg)

Foto: © imago / Eibner
Der 1:0-Erfolg von RB Leipzig beim 1. FC Nürnberg war kein Fest für Fußballfeinschmecker, aber am Ende nahmen die Sachsen dank des Tores von Lukas Klostermann drei wichtige Punkte mit nach Hause. Den besten Sofascore des Spiels verdiente sich aber Kevin Kampl – und das, obwohl der Mittelfeldspieler nicht direkt am Tor beteiligt war. Die Spielweise und etwas neue Rolle des Slowenen machen ihn zu einer der solidesten Investitionen in Comunio.

Sechs Punkte beim Rückrundenauftakt gegen Borussia Dortmund, acht Punkte nun in der Partie beim 1. FC Nürnberg. Kevin Kampl enttäuschte seine Manager bei seinen beiden Startelfeinsätzen in diesem Jahr nicht. Hinzu kommt ein Joker-Einsatz gegen die TSG Hoffenheim, der immerhin auch noch für vier Punkte gut war.

Kampl ist eine feste Größe bei RB Leipzig

Zwischen dem 19. und 22. Spieltag fehlte der 28-Jährige verletzt. Seinen Stammplatz hat er aber dennoch sicher: Abgesehen vom Hoffenheim-Spiel, bei dem er nach vier Wochen Pause zunächst von der Bank kam, stand er in 17 von 18 Bundesliga-Partien in der Startelf. Ein sehr wichtiger Aspekt, denn mit einem derzeitigen Marktwert von 7,83 Millionen ist der in Solingen geborene Rechtsfuß kein Schnäppchen.

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In Hoffenheim hofft man auf die Rückkehr von drei Innenverteidigern. Auch in Augsburg sind die Vertretungskandidaten noch angeschlagen. Sorgs Ersatz hängt in erster Linie vom System ab.

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Vor allem, wenn man bedenkt, dass er im Juli 2018 noch für die Hälfte zu haben war. Der hohe Preis ist allerdings absolut gerechtfertigt. Sein Punkteschnitt von 4,84 pro Partie wird nur von sieben Mittelfeldspielern mit mindestens fünf Saisoneinsätzen übertroffen. Und nur Admir Mehmedi ist für weniger Geld zu haben (6,01 Mio).

Zumal Kampls Sofascore-Formkurve nach oben zeigt. In der Hinrunde wurde er in Leipzigs zumeist praktiziertem 4-4-2-System häufig auf einer der beiden offensiven Positionen im Mittelfeld eingesetzt. Diese Zeit scheint nun – auch aufgrund des Comebacks von Emil Forsberg – vorbei.

Zuletzt spielte er am 14. Spieltag bei der 3:0-Niederlage in Freiburg auf dem linken Flügel. Nicht ganz zufällig ist das auch der letzte Kampl-Einsatz mit einem Sofascore unter 7,2. In diesem Jahr kommt er in seinen drei Einsätzen auf einen ganz starken Durchschnitt von 7,57. Auf die komplette Saison betrachtet wird dieser Wert lediglich von Thorgan Hazard übertroffen.

Zweikämpfe, Pässe und Standards als Pluspunkt

Natürlich lassen drei Partien nach der Winterpause noch keine endgültige Wertung zu, aber es gibt bei Kampl im Vergleich zur Hinrunde einige Auffälligkeiten. Nimmt man nur die Daten seiner Startelfsätze, kam er vor der Winterpause im Schnitt auf 63 Ballbesitzphasen. In der Rückrunde ist dieser Wert auf 75 gestiegen.

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Neben mehr Pässen kommt Kampl in der Rückrunde auch auf mehr gewonnene Zweikämpfe. Waren es in der ersten Saisonhälfte noch 7,4 pro Einsatz sind es in 2019 10,5. Zudem ist Kampl unverändert ein wichtiger Standardschütze für Leipzig und damit immer für ein Tor oder ein Assist gut.

Es gibt derzeit keine Anzeichen, dass sich Kampls Rolle in absehbarer Zukunft verändert, was seinen Marktwert sogar noch etwas ansteigen lassen könnte. Wer Kampl jetzt in sein Team holt, kann auch mit einer oprentlichen Punktausbeute rechnen – selbst, wenn RB mal wieder kein Spektakel veranstalten sollte.

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Autor: Florian Reinecke

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