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Sechser haben es oft schwer, hoch zu punkten. Ganz anders bei Joshua Kimmich, der durch die Versetzung vom Rechtsverteidiger ins defensive Mittelfeld einen regelrechten Boost erfährt. Comunioblog erklärt, warum.

Mit einem auf Statistiken basierenden Bewertungssystem wie Sofascore haben es defensive zentrale Mittelfeldspieler grundsätzlich nicht einfach: Sie sind selten an Torabschlüssen beteiligt, führen in der Regel weniger Zweikämpfe als Offensivspieler und glänzen viel durch Stellungsspiel, was schlicht nicht erfasst werden kann. So bleibt einem Sechser meist nur eine solide Zweikampf- und Passquote, um sich hervorzutun.

Die teuersten Abwehrspieler im Dezember 2018

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Platz 10: Abdou Diallo | Borussia Dortmund | 4,56 Mio. | 35 Punkte | Stand: 2.12.2018 | Bilderquellen: Imago

 

Ganz anders sieht die Lage bei Joshua Kimmich aus, der seit zwei Spielen vom Rechtsverteidiger auf seine eigentliche Stammposition auf die Sechs versetzt wurde und dort an der Seite von Leon Goretzka so richtig glänzt.

Noch mehr Torschussbeteiligungen auf der Sechs

Hier hat Kimmich sogar noch weit mehr Torschussbeteiligungen wie hinten rechts. Der Grund sind erstens seine langen Flugbälle, mit denen er oft das gesamte Mittelfeld aushebelt – viele Sechser spielen ihre Pässe größtenteils quer – und zweitens seine unglaublich präzisen Standards, die er mit unheimlich viel Schnitt zum Tor hin dreht. Der Hauptgrund auch, warum Robert Lewandowski in letzter Zeit immer öfter als Kopfballtorschütze nach Ecken in Erscheinung tritt. Früher eher ein seltenes Bild.

So waren es für Kimmich drei Torschussvorlagen gegen Nürnberg (darunter ein Assist) und fünf gegen Bremen – enorm viel für einen Sechser. Vor allem gegen die Franken am vergangenen Spieltag kam Kimmich aber auch selbst zweimal zum Abschluss, setzte die Kugel einmal ans Lattenkreuz und scheiterte ein anderes Mal an FCN-Keeper Bredlow.

Formstärkste Mittelfeldspieler: Nur mit Toren kommt man in die Top-5
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Die großen Zeiten der Dudas und Eggesteins scheinen vorerst vorbei. Nun sind auch die Sechser auf dem Vormarsch, wenn sie denn treffen. Die punktbesten Mittelfeldspieler der letzten fünf Spieltage.

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Hinzu kommt: Sowohl gegen Nürnberg als auch gegen Bremen führte er von allen Bayern die meisten Zweikämpfe und hatte mit Abstand jeweils die meisten Ballkontakte. Dazu legte er in beiden Spielen als einziger Bayern-Spiele mehr als 12 Kilometer zurück. Das Resultat sind 18 Punkte aus den letzten beiden Spielen. Und natürlich ist Kimmich mit großem Abstand punktbester Abwehrspieler bei Comunio.

Das wird er übrigens wohl auch noch länger bleiben. Denn für eine Umstellung in der Winterpause ins Mittelfeld hat er in der Summe dort zu wenige Partien gespielt, Seine Tore geben letztlich also noch mehr Punkte. Und bis dahin ist Kimmich vor allem eins geworden. Das Herzstück im Spiel des FC Bayern.

 

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Autor: Karol Herrmann

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