Der FCA hat momentan allen Grund zum Feiern.

Foto: © imago / Christian Schroedter
Wenn man bedenkt, dass am Ende wohl sogar Platz sieben für die Europa-League-Qualifikation ausreicht, muss man sich beim FC Augsburg aktuell tatsächlich mit dem Thema beschäftigen. Doch hat der FCA überhaupt das Zeug für Europa? Der Comunio-Check.

Mit Marwin Hitz hat der FCA einen Keeper im Kasten, der eher zum Comunio-Durchschnitt gehört. Mit 66 Zählern liegt Hitz auf Platz 13 der Comunio-Rangliste. Der Schweizer spielt eine ordentliche Saison ohne große Ausreißer, weder nach unter – noch nach oben.

Hitz punktet konstant, kassierte aber auch schon fünf Mal in dieser Spielzeit Minuspunkte. Ob er in der kommenden Saison noch den FCA-Kasten hütet, steht zudem auch noch in den Sternen. Bereits vergangenen Sommer kokettierte der Keeper mit einem Wechsel. Möglich, dass Hitz daher nach der Saison den Verein verlässt.

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Mit Philipp Max hatten die Augsburger der Senkrechtstarter der Hinrunden in ihren Reihen. Der 24-Jährige spielte sich sogar in das Notizbuch von Joachim Löw. Im Jahr 2018 läuft der Motor des Linksverteidigers noch nicht so wirklich rund, obwohl seine Form in den letzten Wochen wieder stark nach oben zeigt. 16 Punkte aus den letzten vier Partien sind ordentlich. Insgesamt kommt Max auf 107 Zähler, womit er seinen persönlichen Rekord (34) schon längst hat überbieten können.

Das Problem des FCA ist, dass Max der einzige Verteidiger ist, der höherem Comunio-Format entspricht. Ansonsten hat es nämlich kein Abwehrspieler der Augsburger in die Top 25 geschafft. Am ehesten kann man noch Martin Hinteregger erwähnen, der auf 58 Zähler kommt. Youngster Kevin Danso war zuletzt auf einem guten Weg, fällt nun aber erstmal länger aus (22 Punkte). Ansonsten genügt keiner der Akteure Gouweleeuw, Framberger und Co. höchsten Comunio-Ansprüchen.

Ähnlich sieht es eigentlich im Mittelfeld aus, dort punkte die eigentlichen Leistungsträger wie Rani Khedira (6) oder Daniel Baier (12) eher nichts ind aber dennoch ungemein wichtig für das Spiel und die Balance beim FCA. Vor allem Khedira, der zuletzt sogar in der Dreierkette eingesetzt wurde, schaffte in dieser Spielzeit den Durchbruch in der Bundesliga – auch wenn sich das bei Comunio noch nicht bemerkbar macht.

Die zehn besten Augsburger der Hinrunde 17/18

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Platz 10: Jeffrey Gouweleew, Abwehr, 18 Punkte in 17 Spielen | Bildquelle: Imago

Spieler wie Koo, der aktuell der beste Mittelfeldspieler beim FCA ist, sind ebenfalls wichtig für das Team. Schmid, Heller oder zuletzt Gojko Kacar liefern meist, wenn sich wirklich gebraucht werden. Vor allem der Serbe Kacar, der zuvor Monate lange keine Rolle spielte, traf am vergangenen Wochenende bei seinem ersten Einsatz von Beginn an seit über einem halben Jahr – auch das spricht für die Homogenität der Truppe.

Im Angriff schien lange Zeit alles von Alfred Finnbogason abhängig gewesen zu sein, knipste der Isländer doch am laufenden Band. Elf Treffer in 18 Partien waren ein bockstarker Wert, doch nun ist der Stürmer schon seit dem 20. Spieltag verletzt und beim FCA läuft’s trotzdem.

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Das hängt auch damit zusammen, dass Michael Gregoritsch die Rolle in der vordersten Linie besten spielt. Der Österreicher agierte in der Hinrunde noch hängend hinter Finnbogason und war dort auch sehr wichtig, doch inzwischen kann er es auch ganz vorne drin. Elf Treffer in 25 Partien und 81 Punkte sind mal eine ordentliche Hausnummer.

Für die Top 10 reicht das augenblicklich noch nicht, doch allzu lange wird es nicht dauert. Vor ihm liegt Pierre-Emerick Aubameyang – und der wird eher nicht mehr punkten. Ebenfalls ein wichtiger Akteur ist Caiuby, der mit seiner körperlichen Präsents sehr wichtig für das Angriffsspiel des FCA ist.

Fazit: Der FC Augsburg lebt also vor allem von seiner Homogenität, als von seinen Spitzenspielern. Punktetechnisch bei Comunio liegen die Fuggerstädter auch nur auf Rang elf – das seht in der wahren Tabelle allerdings ganz anders aus. Dort fehlen lediglich drei Zähler auf die TSG Hoffenheim, die auf dem 7. Rang liegt. Und vielleicht reicht’s am Ende ja wirklich für Europa.

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Autor: Florian Schimak

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