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Gleich sechs Spieler feierten am 32. Spieltag ihr Bundesliga-Debüt, zwei von ihnen konnten sich gleich mal in die Torjägerliste eintragen. Wir haben Baku, Dorsch, Shabani und Co. mal unter die Lupe genommen.

Bote Baku (FSV Mainz 05, Mittelfeld, 160.000, 12 Punkte)

Fangen wir gleich mal beim absoluten Volltreffer an. Bote Baku, besser unter dem Namen Spitznamen Ridle bekannt, fand sich nach seinem ersten Bundesliga-Spiel direkt als Vorsäbger in der Mainzer kurve wieder. Wohl sehr unwirklich für den 20-Jährigen, der erst am frühen Morgen vor dem Spiel, als er bereits zur U23 unterwegs war, an der Autobahnraststätte erfuhr, dass er für die Profis ran muss. Dort spielte er gegen Leipzig sehr auffällig, den Treffer zum 3:0-Endstand erzielte er mustergültig, indem er seinen nichrt gerade langsamen Gegenspieler Dayot Upamecano mit einer perfekten Ballannahme überlistete. Baku, der auch für die U20 Deutschlands aufläuft, wird sich mit diesem Auftritt definitiv für weitere Einsätze in dieser Saison empfohlen haben.

Die Top-Elf des 32. Spieltags

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Tor: Ron-Robert Zieler (VfB Stuttgart) - 10 Punkte | Bildquelle: Imago

 

Meritan Shabani (Bayern München, Mittelfeld, 290.000, -2 Punkte)

Von den drei Bayern-Debütanten war der 19-Jährige Shabani ohne Zweifel der Unauffälligste. Auf Rechtsaußen konnte er nur selten Akzente setzen. Shabani spielt aktuell noch für Bayern A-Jugend und hat sich dort in der laufenden Saison mit acht Treffer und fünf Vorlagen in 19 Partien empfohlen. Ein weiteres Gastspiel bei den Profis scheint aber eher unwahrscheinlich, obwohl er schon am 27. Spieltag gegen Leipzig auf der Bank saß.

Franck Evina (Bayern München, Mittelfeld, 410.000, 4 Punkte)

Der Vorname passt zumindest schon mal für die Position Linksaußen und der gerade erst 17-Jährige gebürtige Kameruner war auch recht aktiv, sein Gegenspieler Danny da Costa konnte ihm aber immer wieder die Grenzen aufzeigen, auch wenn Bayern letztlich 4:1 gewann. Der aktuelle DFB U18-Nationalspieler, der wie Shabani für die U19 Bayerns stürmt, braucht noch ein wenig, um in der Bundesliga Fuß zu fassen.

Niklas Dorsch (Bayern München, Mittelfeld, 590.000, 10 Punkte)

Dorsch hat von allen Bayern-Debütanten zweifelsohne das größte Potenzial, zumindest für den Moment. Und das lag nicht nur an seinem Tor bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Frankfurt, er glänzte auf der Sechs auch mit einer extrem guten Passquote. Von seiner Spielweise erinnert er bisweilen an den jungen Joshua Kimmich, einst ja auch im defensiven Mittelfeld zu Hause. Er ist fester Bestandteil der Bayern-reserve in der Regionalliga, wird aber seit längerem mit einem Wechsel nach Nürnberg oder Düsseldorf in Verbindung gebracht und könnte so auch im nächsten Jahr der Bundesliga erhalten bleiben.

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Marijan Cavar (Eintracht Frankfurt, Mittelfeld, 190.000, -2 Punkte)

Es gibt bessere Momente, als sein Bundesliga-Debüt bei Rückstand gegen Bayern zu feiern, aber der 20-Jährige brachte es immerhin auf einen Torschuss. Cavar ist in dieser Liste sicher der renommierteste Spieler, ist schon Bosnischer Meister geworden, hat Champions League Quali gespielt und auch schon zwei A-Länderspieler für Bosnien-Herzegowina auf dem Buckel. Am 31. Spieltag stand er erstmals im Frankfurter Kader, am 32. Spieltag folgte das Debüt für den zentralen Mittelfeldspieler, über den Bruno Hübner im Januar sagt: „Wir versprechen uns eine echte Verstärkung für die Zukunft.“ Ob diese Zukunft jetzt schon anbricht, werden die nächsten beiden Spieltage zeigen.

Palko Dardai (Hertha BSC, Sturm, 420.000, 4 Punkte)

Es ist immer so eine Sache mit den Trainersöhnen. Genießen Sie den großen Vorteil, weil der Coach ja der Vater ist oder müssen sie umso mehr schuften? Palko Dardai zumindest hat sich auch außerhalb des Familienkosmos schon mit Leistungen hervorgetan. Etwa in der Herthaner A-Jugend, wo er in der laufenden Saison neun Tore in zwölf Spielen erzielt hat oder bei der U19, für die er im Herbst erstmals berufen wurde. Bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Augsburg schaffte er in 20 Minuten noch vier Comunio-Punkte. Das hat durchaus Potenzial.

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Autor: Karol Herrmann

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