Alle wieder vereint: Die Zeitzeugen von Mertes bester Comunioleistung

Foto: © imago / Fishing 4
Gestern hat sich Per Mertesacker endgültig in die Eistonne verabschiedet, zum Abschiedsspiel des Hünen kam reichlich Prominenz. Wir erinnern zu des Weltmeisters Ehren an Mertes spektakulärste Comunioleistung!

Es gab Jahre, da war der SV Werder Bremen ein echter Meisterschaftskandidat, Bayern-Piesacker-Nummer 1, holte 2004 sogar letztmals die Schale, bevor es gegen Ende des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends schleichend bergab ging. 2009/10 zog der Traditionsverein als Dritter der Abschlusstabelle noch einmal in die Champions League und das DFB-Pokalfinale ein. Mit dabei in der Innenverteidigung: Per Mertesacker, damals 25 Jahre alt und bereits in seiner siebten Bundesligasaison. Im März 2010 lieferte der (zumindest körperlich) größte deutsche Nationalspieler aller Zeiten die beste Comunio-Leistung seiner Karriere ab – und holte 18 seiner insgesamt 677 Punkte (verteilt auf 8 1/2 Saisons).

Der Blick auf die Zahlen überrascht ein bisschen, denn schnell wird klar: Eine ganz große Nummer war der baumlange Abwehrspieler bei Comunio nie so richtig. Ein solides Investment, in den guten Jahren auch mehr (immerhin standen in drei Saisons am Ende über 100 Punkte zu Buche), aber es gab auch Jahre mit kaum mehr als 60 Punkten, am Ende waren es vor dem Abschied nach London zu Arsenal sogar nur 18.

Und genau so viele sicherte sich Merte in seiner stärksten Saison in einem spektakulären Spiel: „Zweimal schulbuchmäßig per Kopf nach Eckbällen zur Stelle, zudem in der ungeordneten Defensive noch der ordentlichste“, schrieb der Kicker, der Mertesacker damals nach seinen zwei Toren natürlich zum „Spieler des Spiels“ kürte.

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Werder war damals noch Werder, einer rauschenden Offensivinszenierung fiel häufiger die defensive Balance und Organisation zum Opfer, so auch an diesem Nachmittag im Frühjahr 2010. Mertesacker brachte Werder gleich in der 1. Minute auf Vorlage von Mesut Özil in Führung – natürlich per Kopf. In der 20. Minute legte der Verteidiger nach einer Marin-Ecke nach, ebenfalls per Kopfball, klar. Der Rest war ein wildes Hin und Her auf einem schlechter werdenden, seifigen Untergrund. Ilkay Gündogan hätte noch vor der Pause für Nürnberg treffen können (Borowski hatte zwischenzeitlich auf 3:0 erhöht), nach der Halbzeit machten es dann Mike Frantz (heute beim SC Freiburg) und Eric-Maxim Choupo-Moting (heute an der Seite von Neymar und Co. bei PSG unter Vertrag) besser für die Franken, ehe in der Nachspielzeit Clemens Fritz den Ball ins verwaiste Tor beförderte und den wilden Ritt beendete. Ehrensache: Der desolate Schiedsrichter Markus Schmidt hatte in der 82. auch noch Werder-Kapitän nach einer vermeintlichen Tätlichkeit mit Rot vom Platz geschickt. Am Ende stand dann aber doch der Werder-Sieg – und ein Comunio-Festtag für Per Mertesacker, dem der erste und einzige Doppelpack seiner 221 Soiele langen Bundesligakarriere gelang. 

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Autor: Till Erdenberger

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