Foto: © imago / Jan Huebner

In der vergangenen Saison bekam RB Leipzig eine Lehrstunde vom FC Bayern München. Vor allem die spanische Fraktion um Xabi Alonso und Thiago Alcantara überragten beim 3:0 der Münchner über den Aufsteiger. Die tragische Figur damals war Emil Forsberg.

Es war der letzte Spieltag im Jahr 2016. Der Aufsteiger aus Leipzig reiste sensationell punktgleich als Tabellenzweiten zum Rekordmeister nach München. Es ging um die Herbstmeisterschaft, aber es ging vor allem um viel Prestige (und die blondgefärbten Haare von Mats Hummels).

Sollte der Brauseklub aus dem Osten dem FC Bayern schon im ersten Jahr den Rang ablaufen und der Ancelotti-Elf tatsächlich im Kampf um die Meisterschaft gefährlich werden? Die Partie am 16. Spieltag der Saison 2016/2017 sollte die Frage mit einem klaren Nein beantworten.

Denn die Bayern brannten im ersten Durchgang ein wahres Feuerwerk ab und führten durch die Treffer von Thiago (17.), Xabi Alonso (25.) und Robert Lewandowski (45./Elfmeter) auch in der Höhe verdient mit 3:0. Dass die Bullen an diesem Tag überfordert waren, zeiget auch die unnötige Rote Karte von Emil Forsberg in der 30. Minute, als er einen Konter von Philipp Lahm mit einer rüden Grätsche in dessen Achillessehne unterband und mit Rot vom Platz flog.

Die zehn besten Leipziger der Saison 16/17

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Platz 10: Marvin Compper, Abwehr, 76 Punkte in 25 Spielen, Bildquelle: Imago

Dass die Partie danach entschieden war, daran hatte keiner der 75.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena seine Zweifel. Im zweiten Durchgang spielten die Bayern die deutliche Führung auch aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit routiniert runter und sicherten sich so die Herbstmeisterschaft.

RB-Sportdirektor Ralf Rangnick analysierte im „kicker“, dass man damals „noch kein Gegner war.“ Jetzt seien die Bayern laut Coach Ralph Hasenhüttl zwar immer noch eine Klasse-Mannschaft, man selbst sei aber auf dem Weg dorthin.

Die zehn besten Bayern der Saison 16/17

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Platz 10: Joshua Kimmich, Mittelfeld, 102 Punkte in 20 Spielen, Bildquelle: Imago

An diesem Dezemberabend aber gab es für die unerfahrenen Bull absolut nichts zu holen. Auch in Sachen Comunio gab’s eine miese Rutsche!  Während der der FC Bayern auf starke 105 Zähle kam, holte Leipzig statte 35 Minuspunkte.

Beim Rekordmeister punkteten Thiago (16) , Alonso (12), Lewandowski (11), Lahm und Douglas Costa (beide 10) zweistellig. Das sind fünf von elf Spielern – und auch der Rest kam im schlechtesten Fall auf vier Zähler (Neuer).

Quelle: Comstats

Quelle: Comstats

Ganz anders sah das bei den Gästen aus, bei denen lediglich Keeper Gulacsi, Mittelfeldmann Demme, Einwechselspieler Kaiser und Angreifer Poulsen null Punkte holten und somit als einzige Akteure keine Minuspunkte hinnehmen mussten. Vor allem Forsberg erwischte es mit -12 Punkten richtig heftig.  

Am Ende der Saison holte sich der FC Bayern recht souverän die vierte Meisterschaft in Folge, RB Leipzig qualifizierte sich direkt für die Champions League. Beide lieferten sich am 33. Spieltag der Saison zudem noch ein unfassbar episches Duell, als RB bis zur 84. Minute mit 4:2 führte, ehe die Bayern die Partie mit drei Treffern tatsächlich noch drehten und mit 5:4 gewannen.

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Autor: Florian Schimak

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