Mario Mandzukic (r.) küsst den CL-Pokal

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Erst holte er mit dem FC Bayern in der Saison 2012/2013 das Triple aus DFB-Pokal, Meisterschaft und Champions League, dann bringt er sein Heimatland Kroatien im Rückspiel der WM-Playoffs mit dem wichtigen 1:0 in Führung – und dann fliegt er mit Rot vom Platz. Das Fußballjahr 2013 war für Mario Mandzukic überragend, aber hatte ein persönlich bitteres Ende. Comunio blickt zurück.

Bereits vor der Spielzeit 2012/2013 hatte man beim FC Bayern das Gefühl, dass etwas Großes entstehen kann. Das bittere Finale Dahoam hatte die Truppe von Jupp Heynckes noch enger zusammengeschweißt.

Bestes Beispiel war das Verhalten von Mario Mandzukic, der nicht wirklich als pflegeleicht gilt. Der kroatische Stürmer aber passte sich dem Teamgedanken an, saß in dieser Spielzeit des Öfteren auf der Bank, weil Konkurrenz Mario Gomez zum Zug kam. In den wichtigen Spielern allerdings durfte Mandzukic ran.

Da die Meisterschaft bereits frühzeitig entschieden war – Mandzukic hatte mit 15 Treffern und 117 Comunio-Punkten einen wichtigen Anteil daran – konzentrierten sich die Bayern zum Saisonabschluss auf die zwei wichtigen Finals im Pokal und der Königsklasse.

Comunio-History: Ein letztes Mal Jupp, Jupp, Hurra!

Er übernimmt also tatsächlich die Bayern! Jupp Henyckes setzt sich ein viertes Mal auf die Bank der Münchner. Comunioblog erinnert noch einmal an die letzten drei Partien des Triple-Trainers der Bayern.

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In London wartet im Kampf um die europäische Krone ausgerechnet der BVB. Der Verein, der die Bayern in den Jahren zuvor gedemütigt und teilweise vorgeführt hatte (Pokalfinale 2012). In diesem epischen Clash zwischen Schwarz-Gelb und Rot sorgte ausgerechnet Mandzukic für die Führung des FC Bayern, als er aus kürzester Distanz den Ball über die Linie drückte.

Zwar glich Ilkay Gündogan kurz darauf per Strafstoß aus, doch Arjen Robben sorgte in der 89. Minute für bajuwarische Glückseligkeit. Mandzukic war Champions-League-Sieger! Dass er eine Woche danach im Pokalfinale in Berlin nur auf der Bank saß, dürfte er verschmerzt haben. Konkurrent Gomez, der sich nie über seine Reservistenrollen beschwerte, bekam von Coach Jupp Heynckes gegen den VfB den Vorzug – und dieser dankte es ihm mit einem Doppelpack, womit der FC Bayern das Triple holte.

Für Mandzukic stand in der neuen Saison nicht nur die Umstellung mit Pep Guardiola auf einen neuen Coach an und seine neue Rolle als etwas hängender Außenstürmer, auch mit der kroatischen Nationalmannschaft ging es in die WM-Playoffs. Dort wartet mit Island ein vermeintlich leichter Gegner.

Die besten Comunio-Kroaten aller Zeiten

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Platz 10: Ivo Ilicevic (VfL Bochum, 1. FC Kaiserslautern, Hamburger SV), 214 Punkte, Bildquelle: Imago

Doch die Jungs von der Gajsierinsel machten den Balkan-Boys das Leben mehr als schwer. Im Hinspiel kamen die Kroaten um Mandzukic, Modric und Co. nicht über ein 0:0 hinaus. Im Rückspiel war es dann der Bayern-Star, der sein Heimatland erlöste und in der 27. Minute die Führung für die Kroaten erzielte.

Doch nur wenige Minuten später agierte Mandzukic in einem Zweikampf alles andere als clever und flog mit Rot vom Platz – die Kroaten mussten fast eine Stunde mit zehn Mann gegen wacker kämpfende Isländer bestehen. Am Ende sollte es reichen – allerdings war Mandzukic aufgrund des Platzverweises für den Auftakt bei der WM gesperrt. Es ging ausgerechnet gegen Gastgeber Brasilien.

Den Auftakt verloren die Kroaten, doch dank zweier Treffer von Mandzukic hatten man es im abschließenden Gruppenspiel gegen Mexiko selbst in der Hand. Doch man verlor sang- und klanglos mit 1:3 und musste bereits nach der Gruppenphase die Heimreise antreten.

Das WM-Jahr war zudem bislang das letzte Jahr von Mandzukic in der Bundeliga – nach dem Turnier in Brasilien ging es für ihn erst zu Atletico, ehe er sich nach nur einem Jahr Juventus Turin anschloss, wo er bis heute noch aktiv ist.

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Autor: Florian Schimak

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