Flog am 25. Spieltag 12/13 zweimal vergeblich: Bayern-Keeper Manuel Neuer

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Es gibt historisch gesehen Hoffnung für Fortuna Düsseldorf: Die letzte Niederlage gegen die Bayern ist über fünf Jahre her! Gut, das hat natürlich Gründe. Ein Blick zurück auf dieses Spiel lohnt sich allerdings allemal!

Als Fortuna 95, damals wie heute als noch amtierender Aufsteiger, letztmals den Weg in die Arena der Bayern antreten mussten, war die Mannschaft von Interimstrainer Wolf Werner auf einem kurzen Zwischenhoch, man hielt sich solide über dem Strich, bevor es am Ende der Saison doch wieder zurück ins Unterhaus ging. Dabei war die Fortuna unter Aufstiegstrainer Norbert Meier so furios gestartet, holte in den ersten sechs Spielen der Saison zehn Punkte, bevor es am siebten Spieltag mit dem 0:1 in Mainz die erste Niederlage setzte. Das Spiel bei den Bayern hätte locker die Bonuspunkte bringen können, die am letzten Spieltag den Fall auf Platz 17 und damit den direkten Abstieg verhindert hätten. Zweimal war man in Führung gegangen, um am Ende doch noch mit leeren Händen dazustehen. 

Bei den Bayern könnten heute zahlreiche Spieler auf dem Feld stehen, die sich noch an diesen arbeitsreichen, am Ende glücklichen März-Nachmittag 2013 erinnern: Neuer, Alaba, Boateng, dazu Müller und Ribéry liefen damals auf und dürften auch heute wieder angreifen. Man kann das personelle Konstanz nenne, oder in der einen oder anderen Personalie auch „Verpassten Umbruch“. Aber sei es drum, damals waren auch Müller, Boateng und Ribéry noch auf der Höhe ihrer Kunst – und trafen allesamt!

Auf der anderen Seite sind dagegen nur noch der wieder erstarkte Adam Bodzek und der frisch wieder genesene Kapitän Oliver Fink noch am Start. Ob die beiden heute wieder so lange an einem einfachen (oder gar dreifachen) Punktgewinn werden schnuppern können wie damals? Dabei legt in Blick auf die nackten Zahlen von damals ja eher ein Debakel nahe. Fortuna-Freunde unter den Comunio-Managern dürften jedenfalls bestenfalls im „echten“ Leben Spaß an ihren Jungs gehabt haben. Gerade mal sechs Punkte erwirtschaftete die Mannschaft in der Allianz Arena damals, gleich sechs Spieler kehrten mit Minuspunkten in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt zurück, darunter Mittelfeldspieler Bodzek.

Die Daten der Bayern wiederum deuten eigentlich auf einen souveränen Heimsieg gegen einen überforderten Aufsteiger hin. 69 Punkte sammelten Schweini, Kroos und Co. damals, mit zwei Punkten weniger gewann der Rekordmeister in dieser Saison schon locker 2:0 auf Schalke.

Dass damals zuerst Mathis Bolly und dann Andreas Lambertz für Fortuna-Führungen sorgen durften, war der großen Laufarbeit des Aufsteigers geschuldet, einer gewissen Bräsigkeit der Bayern, die die Düsseldorfer Außen zu einfach zu Hereingaben kommen ließen und – nach den Ereignissen der ersten Spieltage in dieser Runde kaum vorstellbar – einem überragenden Fabian Giefer. Der Keeper, damals in Diensten der Düsseldofer, entschärfte zahlreiche Gelegenheiten des Gastgebers, der nach dem Spiel im Meisterschaftskampf mit 20 Punkten enteilt war. „Müller scheiterte an Giefers Super-Reflex“, „Gomez scheiterte an der Latte (83.), Ribery am überragenden Giefer (85.)“, „Van Buyten hatte drei Kopfballmöglichkeiten in Folge, zweimal hielt Giefer prächtig (zweimal 40., 43.)“ bejubelte der kicker damals die Leistung des Schlussmanns, der völlig verdient zehn Punkte für seine Sahnevorstellung einsammelte.

Heute wird es beim Aufsteiger wohl wieder eine disziplinierte Verteidigung, einen Keeper in Galaform und eine hochkarätige Chancenverwertung brauchen, um am Sieg schnuppern zu dürfen, auch wenn der Rekordmeister dieser Tage so schlagbar ist, wie seit vielen Saisons nicht mehr. Das jüngste Düsseldorfer 4:1 gegen Hertha BSC dürfte da auf alle Fälle deutlich mehr Selbstbewusstsein bringen als das Wissen: Die letzte Niederlage in München ist schon fünf Jahre her…

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Autor: Till Erdenberger

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