Niko Kovac hat die Welt verändert. Oder soll es bald. Zumindest wird er Trainer beim FC Bayern.

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Die Liga dümpelt vier Spieltage vor Schluss nur so vor sich hin. Das Revierderby ist nicht mehr das, was es mal war. Kevin Volland hat sich voll verändert, alle sagen das. Und auch sonst geht’s nur um Gossip und die Frage, wer wem wie hilft.

Die Lehren der Woche: Große Entscheidungen brauchen große Zeiten. Oder zumindest dauert die Entscheidungsfindung in dieser Hinsicht sehr lange. Der FC Bayern (CDU/CSU) hat sich bei seiner Trainersuche einfach nur an der GroKo-Regierungsbildung ein Beispiel genommen und sich ewig lang feiern lassen – nur um dann mit Eintracht Frankfurt (SPD) ein anderes Team vermeintlich zu schwachen, weil die vermeintlich idealste Lösung mit Thomas Tuchel (FDP) abgesagt hat. Nun haben wir den Salat. Wer bei den Beteiligten nun die AfD ist, wollten wir nicht festlegen.

Dass Uli Hoeneß die ganze Geschichte nun verkauft, als sei das alles genauso gelaufen, wie man sich das vorgestellt hat, ist wohl auch ganz normal. So erklärte der Bayern-Präsident am Samstag nach dem – mal wieder – deutlichen Sieg der Bayern gegen Borussia Mönchengladbach (Fünfeins, gähn), dass die Anschuldigungen von Seiten der Eintracht („Respektlos“) eine „Schweinerei“ wären.

Generell sei es ja so, dass man die Eintracht mit der vorzeitigen Meldung ja nur schützen wollte, damit die Hessen nun auch noch genug Zeit hätten, einen Nachfolger für Kovac zu finden. Der FC Bayern war schon immer auf Nächstenliebe bedacht. Immerhin zahlt man für die ganzen guten Spieler in der Bundesliga (mehr oder weniger) hohen Summe, womit die anderen Teams ja adäquat entschädigt werden. Also eigentlich voll nett, wenn man’s so sieht…

Der wirklich einzige Profiteur vom Kovac-Deal scheint demnach Kevin Volland gewesen zu sein. Der Bayer-Stürmer erzielte gegen die Eintracht im eminent wichtigen CL-Platz-Spiel einen lupenreinen Hattrick und sorgte so dafür, dass die Werkself nun im Saisonendspurt ganz gute Karten hat, während die Hessen nun nach dieser Woche in eine kleine Dossis Antidepressiva gebrauchen könnten.

Schlechte Laune hat man auch beim BVB. Verlor man doch das Revierderby beim FC Schalke mit Nullzwo und muss nun um die direkte CL-Quali zittern. Aber das wirklich Erschreckende war eigentlich die Qualität dieses doch so geilen Derbys. Das war nämlich mal gar nix. Schalke spielte wie Schalke eben in dieser Saison so spielt und erinnerte einmal mehr an Abstiegs- als an Königsklassenkampf.

Besonders bitter lief die Party dann für den einzigen gefährlichen Dortmunder Spieler. Michy Batshuayi verletzte sich offenbar schwer, verließ das Stadion auf Krücken. Möglich, dass die Saison und damit auch sein Engagement des Belgiers beim BVB nun beendet ist. Gute Besserung auf diesem Weg.

Tweet der Woche: Bei all den Kovac-Themen und Eintracht Anschuldigungen: Das sind die wirklich wichtigen Probleme beim FC Bayern.

Story der Woche: Kovac. Bayern. Und die Geschichte, dass der FC Bayern vor einem Jahr dem Eintracht-Trainer zum Einbau seiner Ausstiegsklausel geraten haben soll. Das berichtet die SZ.

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Stats der Woche: Während SSIO halb Mensch, halb Nase ist, bewegt sich Sandro Wagner am Rande der reellen Wahrnehmung. Der Bayern-Stürmer ist nämlich halb Mensch, halb Zauberei. Also irgendwas zwischen Ibrahimovic und Hans Glock. Oder so.

Marktwert der Woche:

Teuerster Spieler: Michy Batshuayi (Borussia Dortmund, 12.600.000)

Teuerste Mannschaft: FC Bayern München (146.720.000)

Punktbester Spieler: Robert Lewandowski (FC Bayern München, 211), Naldo (FC Schalke 04, 183), Joshua Kimmich (FC Bayern, 163)

Bester Spieler nach Positionen: Jiri Pavlenka (SV Werder Bremen, 114), Naldo (FC Schalke 04, 183), James Rodriguez (FC Bayern München, 148), Robert Lewandowski (FC Bayern München, 211)

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Autor: Florian Schimak

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