"Hallo PSG, hier bin ich!" - Julian Weiglsoll in Paris schon zugesagt haben.

Foto: © imago /Thomas Bielefeld 
Hochkarätiger war die Gerüchteküche selten besetzt: Trapp, Vidal, Weigl – da geht es schon um etliche Millionen. Wir haben den Überblick, wer wahrscheinlichvielleichtehernicht wohin geht.

Arturo Vidal (FC Bayern München, Mittelfeld)

Nachdem der „Krieger“ in den letzten Monaten schon mehrfach weggeschrieben worde war – u.a. nach London zum FC Chelsea – scheint es nun ernst zu werden und eventuell ganz schnell zu gehen. Der Chilene dürfte – so melden es neben anderen Bild und Kicker – zu Inter Mailand in die Serie A wechseln. Zuletzt hatte Bayern-Boss Rummenigge noch verkündet, „wenn er längerfristig bei einem Klub unterschreiben will, wird er sich damit befassen. Wir werden von unserer Seite aus nicht tätig werden. Wenn er auf uns zukommt und den Klub verlassen möchte, werden wir uns damit auseinandersetzen.“ Nun haben sich alle Beteiligten damit befasst und die Verantwortlichen des Rekordmeisters haben nach Berichten aus Italien grünes Licht für einen Wechsel gegeben.

Transfertechnische Schwierigkeit: Die Italiener wollen Vidal zunächst ausleihen, um den 31-Jährigen dann nach Ablauf des einen Jahres fest zu verpflichten. Nach den Transferregularien muss der „Aggressive Leader“ für dieses Modell zunächst noch seinen Vertrag in München verlängern. Aufgrund „kleinerer“ Schwierigkeiten mit dem Financial Fairplay ist dieses Vorgehen der einzige Weg für die Italiener, Vidal nach Mailand zu lotsen. Als Ablöse sollen dann im kommenden Jahr 20 Millionen Euro fällig werden.

Max Meyer (vereinslos, Mittelfeld)

Prächtige Nachrichten für Crystal Palace: Der letztjährige Premier League-11. scheint sich einen echten Weltklassemann geangelt zu haben. Nach Angaben des Guardian soll der seit einem Monat vereinslose Max Meyer, der für den deutschen Vizemeister und Champions League-Teilnehmer zu gut war, bei den Londonern kurz vor einem Engagement zu stehen. So sollen bereits „produktive Gespräche“ gelaufen sein, sogar der Medizincheck stünde schon kurz bevor. Nicht auszuschließen, dass Meyer im Falle einer erfolgreichen Übereinkunft schon immer von einem Engagement bei Crystal Palace geträumt hat und froh ist, endlich in dieser Weltklassemannschaft angekommen zu sein.

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Julian Weigl (Borussia Dortmund, Mittelfeld)

Na was denn nun? Paris Saint-Germain um Trainer Thomas Tuchel und dessen Lieblingsschüler aus Dortmunder Zeiten, Julian Weigl, gerieren sich wie das prä-pubertäre Liebespaar in der 7. Klasse. Jeder weiß, dass da was ist, aber die Beteiligten tun so, als wolle man nichts voneinander wissen. „Paris United“ brachte nun wieder neue Bewegung in die Liaison und meldete, dass der Mittelfeldspieler in Paris bereits seine Zusage gegeben hätte – vorbehaltlich einer Einigung zwischen den Vereinen. Das hat natürlich den peinlich berührt Interessierten aufgeschreckt, der gleich zurück ruderte, bevor es Getu(s)chel gibt: „Das stimmt nicht mit dem überein, was ich weiß. Ehrlich: Ich bin auf dem Laufenden über das, was passiert. Er ist ein Spieler, der zahlreichen Teams guttun würde, aber momentan gibt es nichts“, erklärte Tuchel bei RMC Sports. Es bleibt spannend…

Kevin Trapp (Paris Saint-Germain, Torwart)

Sein Engagement in Paris hatte sich Kevin Trapp, immerhin Deutschlands Nummer 3, auch anders vorgestellt, der Stammplatz war so schnell wieder weg, wie er kam. Nach der Verpflichtung von Gianluigi Buffon dürfte der Saarländer auch in Paris nur noch die Nummer Drei sein. Der Wiesbadener Kurier orakelte nun, dass Trapps ehemaliger Verein Eintracht Frankfurt an einer Rückkehr des Torwarts arbeiten könnte. Dort war man aufgeschreckt worden durch eine Knieverletzung des neuen Torhüters Frederik Rönnow (die sich inzwischen wohl als harmlos heraus gestellt hat), der neue Trainer Adi Hütter hatte angemerkt, dass es in der Schlussmann-Frage eventuell noch Handlungsbedarf gebe. Im Tor der Hessen war Trapp zwischen 2012 und 2015 zum Weltklassemann gereift, bevor er ins Pariser Starensemble wechselte.

Die Verantwortlichen der Eintracht lassen jedoch gleich wieder die Luft aus dem Thema:Im Hessischen Rundfunk nannte Bruno Hübner eine Verpflichtung Trapps „Wunschdenken“.

Weniger Träumerei als konkretes Interesse ist dagegen bei Juves Youngster Moise Kean von Seiten der Hessen im Spiel. Hübner bestätigte dem kicker, dass Eintracht Frankfurt an einer Verpflichtung des italienischen U19-Nationalspielers arbeitet. Problem: Der hat jüngst im Finale der U19-EM gegen Portugal groß aufgespielt und erzielte zwei Tore bei der 3:4-Niederlage. Das macht die Verhandlungen ebenso nicht einfacher wie die Tatsache, dass nicht nur Juventus mit am Verhandlungstisch sitzt, sondern auch niemand geringeres als der mächtige Mino Raiola die Interessen des Spielers vertritt.

Ademola Lookman (FC Everton, Sturm)

Und auch beim nächsten Man(n) geht´s um das ganz große Geld: RB Leipzig hat – das wissen englische Medien – ein drittes Angebot für ihren letztjährigen Leihspieler Ademola Lookman nach London geschickt, das die Verantwortlichen des FC Everton derzeit prüfen. Die Sachsen scheinen bereit, 18 Millionen Pfund für den Stürmer zu bezahlen, der in der abgelaufenen Rückrunde einen guten Eindruck hinterlassen hat. Lookman, U21-Nationalspieler seines Landes, hatte fünf Tore in elf Spielen erzielt. Das Angebot – so hört man – soll sich in einem Rahmen bewegen, der den Londonern schmecken könnte. BeiOfferten über 16 und 18 Millionen Euro war man noch nicht zusammen gekommen.

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Autor: Till Erdenberger

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