Wenn nicht mindestens ein Bender verletzt ist, muss Sommerpause sein.

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Natürlich ist das Wochenende nicht spurlos an den Bundesligakickern vorbei gegangen. Und jetzt ist auch noch Pokal. Wir schauen mal drauf, wer alles kurzfristig ausfallen könnte und wer auch länger zuschauen muss.

Wenn nicht mindestens ein Bender verletzt ist, muss Sommerpause sein! Die Zwillinge gehören zu den Spielern, die besonders hart zu sich selbst sind. Wenn also einer der beiden ausfällt, muss schon was sein… Diesmal hat es Lars Bender erwischt, der schon gegen die Bayern passen musste – und vorerst weiter zum Zuschauen verdammt ist. Der Bayer-Kapitän muss mit einer Faserverletzung passieren. Wie der Verein via Twitter mitteilte, ist die Ausfalldauer des Defensivspielers noch nicht absehbar: „Wie lange Lars Bender ausfällt, kann ich nicht sagen. Er hat einen Faserriss im Oberschenkel – da gibt es immer verschiedene Möglichkeiten, wie ernst das sein kann“, verkündete Trainer Peter Bosz in einer Pressekonferenz.

Ebenso unsicher ist, ob Kai Havertz schon am Freitag beim Auswärtsspiel der Bayern-Bezwinger in Mainz wieder mitmischen kann. Der 19-Jährige musste gegen den Rekordmeister mit einer Hüftblessur ausgewechselt werden und wird morgen im Pokal in Heidenheim in jedem Falle fehlen.

Große Rückkehrwelle in München

Die Personalsituation bei den Bayern entspannte sich nach dem Spiel in Leverkusen, das vielleicht schon die Entscheidung im Kampf um die Meisterschaft gebracht hat, dramatisch: Mit Arjen Robben, Franck Ribéry und Thiago Alcantara kehrten beim Rekordmeister drei Spieler ins Mannschaftstraining zurück, die zuletzt verletzungsbedingt ausgefallen waren. Alle drei stehen spätestens für die Partie der Kovac-Truppe am Samstag gegen den FC Schalke 04 wieder als Optionen für einen Einsatz zur Verfügung. Während sich die Feldspieler also wieder in großer Zahl um die Plätze für die anstehenden Aufgaben bewerben, müsse man bei Nationaltorwart Manuel Neuer „von Tag zu Tag schauen“, wie Bayern-Coach Niko Kovac nach dem Bundesligaspiel in Leverkusen erklärte. „Es ist eine Blessur. Wenn ich sage, es dauert fünf Monate, dann schreien alle, wenn ich sage, es sind nur fünf Tage, dann sagen alle, es war ja gar nichts. Wir schauen mal und werden es mit unseren Ärzten besprechen, wie lange es in etwa dauern wird. Aber wir hätten Manuel mit Sicherheit im Tor gehabt, wenn er gekonnt hätte. Es ist schon so, dass er Schmerzen hat und wenn er Schmerzen hat, dann gehen wir kein Risiko ein.“

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Schwarzer Sonntag für Mainz 05, Pech für den SC Freiburg

Nicht nur die bittere Schlappe in Augsburg sorgte für schlechte Laune beim 1.FSV Mainz 05, dazu nahm man auch noch einen Verletzten mit an den Bruchweg. Danny Latza musste nach einem Zusammenprall mit Moussa Niakhaté, dem eigenen Mitspieler also, verletzt ausgewechselt werden. Eine Information zur Schwere der Blessur steht allerdings noch aus.

Beim SC Freiburg, der in Stuttgart in buchstäblich allerletzter Sekunde noch einen Punkt entführte, ist die Laune zumindest im Hinblick aufs Spiel selbst sicher positiver, auch wenn man einen durchaus möglicher Dreier recht leichtfertig liegen ließ. Bitter ist dagegen die Verletzung von Manuel Gulde. Der Verteidiger, einer der großen Aufsteiger der Saison beim Sportclub, zog sich einen „heftigen Muskelfaserriss im Oberschenkel“ zu, wie Christian Streich nach der Partie erklärte. „Er wird länger ausfallen.“

Götze musste das Training abbrechen

Aua, das ging voll ins Auge! Beim BVB ging es gestern im Training der Reservisten zu, wie bei jedem anderen Verein in der F-Jugend: Einer der Kleinsten bekam beim Trainingskick einen Ball voll ins gesicht und musste daraufhin die Übungseinheit abbrechen. Beim Tabellenführer der Bundesliga kam die bittere Rolle des Opfers eines fehlgeleiteten Balles Mario Götze zu, der nach dem Volltreffer mit blutender Nase vom Platz ging.

„Übeltäter“ war übrigens ausgerechnet Dan-Axel Zagadou: Der Verteidiger absolvierte nach einer Anfang Dezember erlittenen Sprunggelenksverletzung gestern sein erstes Mannschaftstraining seit rund zwei Monaten.

Aua im Abstiegskampf

Der 1.FC Nürnberg sendete durch das 1:1 gegen Werder Bremen am Samstag ein kleines Lebenszeichen und hofft jetzt natürlich, im richtungsweisenden „Endspiel“ gleich am kommenden Wochenende gegen Hannover 96 gleich nachlegen zu können. Ob Georg Margreitter, der in dieser Saison noch kein Bundesligaspiel verpasst hat, auch gegen die Niedersachsen mitmischen kann, entscheidet sich wohl erst kurzfristig. Der Innenverteidiger kämpft mit kleinerenmuskulären Problemen und wird deshalb die Pokalreise zum HSV nicht mit antreten. „Dass wir da die Chance einfach nur einen Tick offenhalten. Dafür werden wir alles tun, dass dann eventuell eine Möglichkeit besteht bei ihm, dass er gegen Hannover auf den Platz kommt.“  

Mannschaftskollege Tim Leibold, der gegen den SC freiburg eine Gehirnerschütterung erlitten hatte, wird in Hamburg ebenfalls sicher fehlen, aber fürs Wochenende eine Option sein. „Es kann klappen, kann auch nicht klappen. Das entscheidet sich Tag für Tag“, gab Club-Coach Michael Köllner Auskunft. „Er hat keinerlei Beschwerden mehr in dem Sinne, sowohl vom Kopf her als auch vom Sehvermögen – das ist alles weg.“

Beim VfB Stuttgart, der aktuell den relegationsrang innehat, meldete sich Timo Baumgartl zurück. Der Verteidiger musste nach einem Trainingsunfall die letzten beiden Bundesligaspiele wegen Schwindelgefühlen sausen lassen, ist heute aber wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

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Autor: Till Erdenberger

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