Wendell hat harte Tage vor sich...

Foto: © imago /Deutzmann
In Leverkusen droht einem Stammspieler eine Pause, ein anderer meldet sich wieder zurück. Und auf Schalke? Da kommt immerhin ein Stürmer zurück – vielleicht. Wir haben die aktuellen Meldungen aus der Liga.

„Die Tendenz geht eher dahin, ihn zu schonen. Wir wollen ihn nicht ganz kaputt machen.“ Diesen Gedankengang zu seinem Verteidiger Sven Bender teilte Heiko Herrlich gestern mit dem kicker. Der Spieler plagt sich seit Längerem mit einem schmerzenden Sprunggelenk herum und wird zur vollständigen Wiederherstellung wohl nicht nur am Samstag gegen den FC Augsburg pausieren, sondern auch in der kommenden Woche in der Europa League im sportlich bedeutungslosen Match gegen Larnaka zuschauen dürfen. „Bei Sven müssen wir schauen, dass wir jetzt keinen Fehler machen, dass er länger ausfällt“, sorgt sich der Bayer-Coach.

Dabei sein wird am Wochenende aber wieder Kettenkollege Jonathan Tah. Der Nationalspieler pausierte zuletzt mit einer Erkältung, bedindet sich aber inzwischen seit gestern wieder im Mannschaftstraining, der gestern pausierende Karim Bellarabi soll nach seinen muskulären Problemen ebenfalls rechtzeitig wieder einsatzfähig sein.

Fit aber wohl zumindest nicht von Anfang an dabei sein wird gegen Augsburg Verteidiger Wendell. „Er war in einer Phase, in der wir auf seiner Position keine Alternativen hatten, total überspielt. Er hat jedes Spiel gemacht. Da hat man gemerkt, dass er in einem Loch ist“, ordnet Herrlich die Perspektiven seines Linksverteidigers ein, der seinen Stammplatz zuletzt – und scheinbar auch erstmal für die nahe Zukunft – an Tin Jedvaj verloren hat. „Im Moment fühlt es sich für mich stabiler und sicherer an, wenn Tin links hinten spielt, weil er auch noch unheimlich kopfballstark ist.“ Den durch den Bender-Ausfall frei werdende Stelle in der Innenverteidigung wird dann Aleksandar Dragovic einnehmen, Jedvaj weiter auf links bleiben. Das bestätigte Herrlich in der Spieltags-Pressekonferenz.

+++ Eil: Schalke hat einen Stürmer – vielleicht+++

Breel Embolo? Verletzt! Mark Uth? Fällt ebenso noch länger aus! Franco di Santo? Meldete sich erst jüngst angeschlagen ab. Steven Skrzypski? Hat Aua, droht ebenfalls auszufallen. Guido Burgstaller? Schmerzt die Achillesehne. Die Personalsituation in Schalkes Angriff ist vor dem samstäglichen Derby gegen den BVB alles andere als rosig. Immerhin: Die beiden Letztgenannten könnten vielleicht noch rechtzeitig fit werden. „Embolo, Uth und Di Santo werden auf keinen Fall spielen können. Bei Skrzybski und Burgstaller arbeiten wir noch dran. Wir geben alles dafür, dass alle angeschlagenen Spieler spielen können“, gab Sportdirektor Axel Schuster heute in der Pressekonferenz der Königsblauen zu Protokoll.

Kauftipps Bayer Leverkusen: Die gefühlte Wahrheit ist teuer
Zu selten wird in dieser Saison in Leverkusen gejubelt

Bayer Leverkusen steckt in einer schwierigen Saison: Den Start hat man verbockt und rennt von Beginn an der Musik hinterher. Die meisten Leistungsträger sind dennoch teuer. Wir sagen, wer sich trotzdem lohnt.

weiterlesen...

Großes Comeback in Hoffenheim?

Benjamin Hübner ist eine feste Größe in Hoffenheim, 52 Bundesligaspiele absolvierte der Innenverteidiger in den letzten beiden Saisons für die TSG. In dieser Runde kam Hübner jedoch noch gar nicht zum Einsatz, der Grund ist bekannt: Die Folgen einer in der Saisonvorbereitung erlittenen Gehirnerschütterung entpuppten sich als ebenso schwerwiegend wie langwierig, sodass der 29-Jährige die ersten 13 Spiele verpasste. Jetzt könnte es so weit sein, dass Hübner erstmals wieder in den Kader zurück kehrt. Man müsse sehen, „wie er das verkraftet, wenn wir ihn mal wieder in der Bundesliga reinwerfen. Ich habe keine große Sorgen, weil ich glaube, er kann das“, verriet Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann. „Von daher ist es im Bereich des Möglichen, dass er am Wochenende wieder spielt; aber auf jeden Fall bis Weihnachten noch ein Spiel oder auch mehrere machen wird.“

Und eine weitere Alternative in der Innenverteidigung käme auch gerade recht, denn mit Kevin Akpoguma droht genau dort ein Ausfall. „Akpo hat noch ein bisschen Rückenprobleme. Wir haben ein MRT gemacht, aber es ist nichts Dramatisches. Er wird wahrscheinlich heute wieder trainieren können, aber es ist auch noch fraglich, ob das bis übermorgen reicht, was das Schmerzbild angeht“, zeigte sich Nagelsmann in der Pressekonferenz zum Spiel in Wolfsburg nur vorsichtig optimistisch.

Ein weiterer Hoffenheimer könnte bald wieder zur Mannschaft stoßen: „Nadiem Amiri, denke ich, kann auch in ein oder zwei Wochen zurückkommen“, freut sich Nagelsmann auf seine kreative Offensivkraft.

Beim Gegner aus Wolfsburg pausierte heute Jakub Blaszczykowski erkältet, Stürmer Wout Weghorst und Mittelfeldspieler Marvin Stefaniak trainierten individuell, stehen aber für Samstag sicher wieder zur Verfügung.

Du spielst noch nicht Comunio? Hier entlang – kostenlos!

Autor: Till Erdenberger

Alle Beiträge von Till Erdenberger »