Wieder am Ball, wenn auch noch alleine: Gladbachs Stürmer Raffael

Foto: © imago / Eibner
Die Länderspielpause bedeutet Zeit zum Durchschnaufen – und die Gelegenheit, Rückkehrer wieder ins Team zu integrieren. Diese Chance nutzen gerade spannende Spieler, um sich wieder interessant zu machen.

Ein Knochenmarksödem setzte Herthas Vladimir Darida bis Mitte September völlig außer Gefecht, inzwischen ist der Tscheche wieder im Training und sammelte in der U23 schon wieder etwas Spielpraxis auf niedrigerem Niveau – und noch ein gutes Stück entfernt von einem sinnvollen Bundesligaeinsatz. Nun nutzt der 28-Jährige die Länderspielpause für den Feinschliff, im Test gegen Babelsberg soll der nächste Schritt auf der Rückkehr in den Spieltagskader gelingen.Gut möglich, dass der laufstarke Mittelfeldspieler gegen Ex-Club Freiburg am Sonntag in einer Woche schon wieder eine Option für Trainer Pal Dardai ist.

Ebenfalls zurück kämpft sich derzeit Daridas Kollege Niklas Stark. Der Verteidiger wurde im letzten Spiel gegen den FSV Mainz 05 angeschlagen ausgewechselt, mit einer Fußprellung muss der 23-Jährige wohl noch ein Spiel aussetzen. „Mein Ziel ist es, gegen Dortmund wieder spielen zu können. Freiburg wäre auch nicht unrealistisch, aber wir wollen kein Risiko eingehen.“ Sieht auch Dardai so, der seinen Abwehrspieler sehnlichst zurück erwartet, aber noch keine Entwarnung gibt: „Ich bin erst erleichtert, wenn Niklas wieder mit uns mit trainiert“, gab sich der Ungar gegenüber der B.Z. noch zurückhaltend.

Weiterhin ebenfalls nicht im Training beim Überraschungsteam sind wie gestern die Routiniers Salomon Kalou (Infekt) und Vedad Ibisevic (Vorsichtsmaßnahme), dazu gesellte sich heute Verteidiger Per Skjelbred, der mit leichten muskulären Problemen pausierte,

Doppelsechs in Wolfsburg?

Improvisieren muss derweil Bruno Labbadia, denn dem Trainer des VfL Wolfsburg sind mit Joshua Guilavogui und nun auch noch Ignacio Camacho beide etatmäßigen Sechser verletzungsbedingt abhanden gekommen.“Die reinen Sechser haben wir erst mal nicht“, sagte Labbadia dem „kicker, wir müssen über die Doppelsechs nachdenken.“ Kandidaten für die Mittelfeldzentrale sind neben Marcel Tisserand, der von seinem Trainer beim 0:2 in Bremen im defensiven Mittelfeld aufgeboten wurde, Yannic Gerhardt, Maximilian Arnold, aber auch Elvis Rexhbecaj, der in den vergangenen Wochen ordentlich Fortschritte gemacht hat. 

Gute Nachrichten überbrachte Labbadia von seinem langzeitverletzten Kapitän Guilavogui. „Er kann viel machen und er ist sehr positiv, hat viel gearbeitet, ist laut Arzt voll im Soll.“ Wann der Franzose wieder eine Option wird, ist noch ungewiss, nächste Woche könnte er aber schon wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, meldet regionalsport.de. Mittelfeldkollege Felix Klaus ist da noch ein bisschen hinten dran, der Neuzugang aus Hannover könnte nächste Woche das Lauftraining wieder aufnehmen.

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Neue Option für Hecking

Mit Wadenprobleme fiel Gladbachs Raffael zuletzt aus, in Kürze dürfte der Brasilianer aber wieder eine Option für den Angriff sein. Für einen Einsatz im morgigen Testspiel gegen den Wiener SC wird es allerdings noch nicht reichen, stattdessen steht ein individuelles Aufbauprogramm mit Ball an. „Über kurz oder lang“ werde Raffael wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, berichtet Co-Trainer Dirk Bremser der Rheinischen Post, der Spieler selbst ist voller Hoffnung, in der nächsten Woche wieder vollumfänglich mittrainieren zu können. Und damit die so gut ins Rollen gekommene Fohlen-Offensive noch ein Stückchen stärker zu machen.

In Leipzig ist derweil Diego Demme schon wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Der Mittelfeldspieler musste gestern mit einem Infekt passen, dass Zipperlein ist aber schon wieder ausgestanden. Kollege Kevin Kampl hat es dagegen wohl etwas arger erwischt, der Slowene pausierte heute erneut wegen einer Erkältung und konnte so auch noch nicht zu seinem Nationalteam reisen.

Es wird voll in Dortmund

Von größerem Verletzungspech sind sie in Dortmund bisher verschont geblieben, sogar Marco Reus ist bis auf kleinere Wehwehchen seit einigen Wochen durchgängig einsatzbereit. Mit Jeremy Toljan, Sebastian Rode und Ömer Toprak meldete sich jetzt auch noch ein Trio aus der zweiten (oder dritten) Reihe nach ausgestandenen Blessuren wieder einsatzbereit. BVB-Trainer Lucien Favre wird es einigermaßen achselzuckend zur Kenntnis nehmen.

Freude bereiten dürfte dem Schweizer jedoch, dass Landsmann Roman Bürki die anstehenden Länderspiele der Eidgenossen sausen ließ und sich stattdessen in Dortmund um die angeschlagene Gesundheit kümmert. Der Keeper leidet unter anhaltenden Schwierigkeiten im Adduktorenbereich, gab jetzt aber im Kicker Entwarnung: „Es ist nichts kaputt!“ Die Länderspielpause ist allerdings eine willkommene Gelegenheit für Behandlung und Pflege.

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Autor: Till Erdenberger

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