Darf am Samstag (vielleicht) wieder mitjubeln: Eintrachts Kevin Trapp

Foto: © imago / Pressefoto Baumann
Wertvolle Spieler im Länderspieleinsatz, das treibt „daheim“ die Sorgenfalten auf die Stirn. Wir sagen, wer sich schon ärgern muss, wer sich freut – und was noch so los ist rund um das Personal, das deine Punkte liefern soll.

Nicht gänzlich unglücklich dürften sie in Frankfurt über den Verlauf der Länderspielwoche ihres deutschen Nationalspielers sein: Kevin Trapp reiste zwar letzte Woche zur Nationalmannschaft nach Berlin, packte seinen Koffer aber aufgrund muskulärer Probleme gar nicht erst richtig aus. Inzwischen ist der Torhüter längst zurück in Frankfurt und absolvierte heute schon ein Torwarttraining mit den Kollegen. Grünes Licht fürs Wochenende, klar.

Nichts klar ist dagegen beim 1.FC Nürnberg, dessen schwedischer Nationalspieler Mikael Ishak ebenfalls vorzeitig von internationalen Verpflichtungen zurück kehrte. Der Stürmer verletzte sich im Training der Schweden und klagt seither ebenfalls über muskuläre Beschwerden. Per MRT wurde eine schwerere Verletzung ausgeschlossen, ein Einsatz am Samstag gegen die TSG Hoffenheim ist allerdings fraglich. „Es wird eng, dass es bis Samstag reicht. Wir werden natürlich versuchen ihn fit zu kriegen, aber es wird ein Wettlauf mit der Zeit“, hofft Trainer Michael Köllner noch auf die Mitwirkung des 25-Jährigen.

Schalke mit neuer Option

Amine Harit hatte sich auf Schalke gerade in die Stammelf zurück gekämpft, da wurde dynamische Mittelfeldspieler wieder von einem Muskelfaserriss ausgebremst. Zweimal musste Harit in der Bundesliga aussetzen, seit heute ist der 21-Jährige wieder voll im Mannschaftstraining dabei. Das sind gute Nachricten für Schalke-Trainer Domenico Tedesco denn trotz des vor allem durch Ergebnisse gestützten Aufwärtstrends kann die königsblaue Offensive frische Dynamik und Kreativität weiterhin dringend gebrauchen.

Noch nicht soweit ist der Ex-Schalker Leon Goretzka. Der Mittelfeldspieler pausierte in der ersten Woche der Länderspielpause mit einer Muskelverhärtung. Heute kehrte der 21-Jährige auf den Trainingsplatz zurück, absolvierte aber lediglich eine individuelle Einheit zusammen mit Bayerns Fitnesscoach Thomas Wilhelmi. Mit dabei in der kleinen Trainingsgruppe: Verteidiger Rafinha, der sich nach längerer Pause ans Team ranarbeitet.

David Alaba, der sich beim 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach eine kleinere Muskelverletzung zugezogen hat, arbeitete ohne Ball an seiner Fitness.

Rückkehrer in Mainz

Ein Torverhältnis von 4:4 nach sieben Spieltagen: Der 1.FSV Mainz 05 darf sich vor allem bei seiner funktionierenden Defensive bedanken, dass man mit neun Punkten durchaus solide gestartet ist. Ein Garant für defensive Sicherheit in der allerletzten Reihe ist Torhüter Florian Müller. Der 20-Jährige war zwischenzeitlich der punktbeste Keeper bei Comunio, musste zuletzt aber wegen einer Muskelverletzung gegen Hertha BSC pausieren (und wurde beim 0:0 sicher von Robin Zentner vertreten). Der Kicker meldet jetzt, dass der Vertreter von René Adler diese Woche wieder ins Training einsteigt – und damit für Sonntag Abend gegen Borussia Mönchengladbach wieder eine Option darstellt.

Bereits schon wieder im Einsatz ist Sechser Ridle Baku. Der Mittelfeldspieler pausierte letzte Woche ebenfalls mit einer Muskelverletzung, ist inzwischen aber wieder genesen. Damit dürfte der 20-Jährige für Sonntag sicher gesetzt sein. 05-Trainer Sandro Schwarz deutete gegenüber dem Kicker an, dass er das gegen Hertha BSC so gut funktionierende Dreier-Mittelfeld mit Baku, Jean-Philippe Gbamin und Pierre Kunde Malong „auf keinen Fall sprengen“ wolle.

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Donis im November wieder fit?

Dass es beim VfB Stuttgart gut läuft, wird niemand behaupten können. Die Schwaben rangieren auf dem letzten Platz und feuerten als erster Bundesligist in dieser Saison ihren Trainer. Besser als erwartet verläuft immerhin der Heilungsprozess bei Anastasios Donis. Der griechische Stürmer zog sich vor zwei Wochen einen Muskelbündelriss zu und absolviert derzeit seine Reha in der Heimat.  „Anfangs sind wir von fünf bis sechs Wochen Pause ausgegangen. Ich hoffe aber, dass es schneller geht“, zeigt sich der 22-Jährige gegenüber dem Kicker optimistisch, „ich hoffe sehr, dass es gegen Frankfurt schon klappen könnte.“ Die Schwaben empfangen die Hessen am 2. November. Auch ein kleines Wunder würde der junge Grieche nicht ausschließen: „Vielleicht ja auch schon gegen Hoffenheim.“

„Nein“ zu Jamaica

Auch nicht schlecht: Leverkusens Leon Bailey sollte am Wochenende in der jamaikanischen Nationalmannschaft debütieren, verweigerte aber kurzfristig den Einsatz gegen den Inselstaat Bonaire. Der Grund: Der Verband hätte vorher getroffene Absprachen nicht eingehalten. Konkret ging es darum, dass der Bayer-Stürmer seinen Einsatz an die Nominierung seines Halbbruders Kyle Butler gekoppelt habe. Der 20-Jährige, der in Österreich beim Linzer ASK unter Vertrag steht, derzeit aber für den FC Juniors Oberösterreich spielt, wurde dann aber doch nicht in den Kader berufen. Bailey gefiel dieses Szenario bei seiner Ankunft in der Karibik gar nicht, der 21-Jährige erklärte dem Jamaica Gleaner: „Ich brauche Spieler, die mich verstehen.“ Sollte der Verband seinen Teil der Absprache doch noch einhalten, so kündigte der Fast-Nationalspieler an, werde er wohl im November gegen Surinam sein Debüt geben.

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Autor: Till Erdenberger

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