Die Personalie des Tages: Club-Trainer Michael Köllner

Foto: © imago /Sven Simon
Der 1.FC Nürnberg spielt eigentlich eine desolate Runde – trotzdem ist der Relegationsrang in Griffweite. Jetzt soll die Wende eingeleitet werden. Andernorts plagt man sich mit Blessuren. Was geht in der Liga?

Neustart in Nürnberg

Nachdem heute Nacht schon Sportvorstand Andreas Bornemann seine Sachen packen musste, haben die Verantwortlichen beim 1.FC Nürnberg die Sache heute Mittag rund gemacht und auch noch Michael Köllner entlassen. Der Aufstiegstrainer führte die Franken einigermaßen glücklos durch die bisherige Runde, der letzte Sieg liegt bereits 16 Spiele zurück. Spätestens nach dem 0:2 gegen den Vorletzten Hannover 96 waren Geduld und Vertrauen des Aufsichtsrat dann erschöpft, die sportliche Wende soll nun ein anderer Trainer herbei führen. Trotz der miesen Serie liegt der Relegationsrang auch noch in Schlagdistanz, der VfB Stuttgart hat nur drei Punkte mehr gesammelt als der Aufsteiger. Interimsweise werden der bisherige Co-Trainer Boris Schommers und Vereinsikone Marek Mintal die Herkulesaufgabe Borussia Dortmund vorbereiten und auch an der Seitenlinie durchziehen. 

Wechsel in Stuttgart

Und auch auf dem Relegationsrang gibt’s Bewegung, zumindest personell: Auch beim VfB Stuttgart muss der Sportvorstand gehen! Michael Reschke, der vom FC Bayern kam und mit dem VfB erst den Aufstieg schaffte und dann denkbar knapp die Qualifikation für die Europa League verpasste, wird mit sofortiger Wirkung von Thomas Hitzlsperger beerbt. Der Ex-Profi, 2007 selbst Meister mit den Schwaben, war bisher Direktor des Nachwuchsleistungszentrums.

Gerupft nach London

Au weia: Der Bundesligatabellenführer muss die Reise zum Champions League-Achtelfinale bei Tottenham Hotspur arg dezimiert antreten. Denn neben Marco Reus, der noch an seinem „kleinen Muskelfaserriss“ im Oberschenkel laboriert, werden auch Julian Weigl (grippaler Infekt), Lukasz Piszczek (Fersenprobleme) und schließlich auch Paco Alcacer nicht mit ins Flugzeug steigen. Der Spanier leidet an einer Entzündung in der Schulter. Ob der gerade unter Ladehemmung leidende Torjäger auch am Montag in Nürnberg ausfallen wird, ist aber eher unwahrscheinlich. Erstmals im Kader des BVB steht dagegen Winterneuzugang Leonardo Balerdi.

Kommen und Gehen in Leipzig

Bei RB Leipzig musste Marcel Sabitzer heute auf eine Teilnahme am Mannschaftstraining verzichten, der Österreicher plagt sich derzeit mit muskulären Problemen. Wie die Bild beobachtet hat, drehte der Mittelfeldspieler ein paar Runden einige Laufrunden, bevor er wieder im Trainingstrakt verschwand.

Teamkollege Kevin Kampl trat dagegen den entgegen gesetzten Weg an: Der Slowene kehrte nach drei Wochen verletzungsbedingter Pause auf den Trainingsplatz zurück, absolvierte aber nur ein individuelles Programm. Ein Einsatz am Samstag beim VfB Stuttgart dürfte aber noch zu früh kommen.

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Luka Jovic: Das große Werben hat begonnen

Mit 14 Treffern führt Eintracht Frankfurts Luka Jovic derzeit die Torschützenliste der Bundesliga an und dabei vergisst man oft: Der Junge ist gerade erst 21 Jahre alt geworden. Kein Wunder, dass Eintrachts Sportvorstand Fredi Bobic jüngst verkündete: „Er bringt alles mit, um Weltklasse zu werden. Wenn wirklich Topklubs kommen, können wir nicht mithalten.“ Und wie es scheint, bringt sich die europäische Spitzenklasse jetzt in Stellung: Während in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kürzlich noch zu lesen war, dass sich der Berater des Serben schon mit dem FC Barcelona über einen Vertrag für seinen Schützling einig geworden sei, soll jetzt Real Madrid auf den Plan getreten sein. So oder so: Der Schatzmeister der Hessen darf sich die Hände reiben, denn nach Informationen der Bild hatten die Unterhändler der Königlichen ein 45 Millionen Euro-Angebot im Gepäck. Der Bundesligist muss seinerseits noch einen Betrag von kolportierten sechs Millionen Euro an Benfica Lissabon überweisen, der Angreifer war bisher nur mit Kaufoption von den Portugiesen ausgeliehen.

Mal wieder: Abwehrsorgen in Hoffenheim

In hoffenheim erinnern sie sich mit Grausen an den Saisonbeginn, als das große Verteidigerschwinden einsetzte und sich nach und nach diverse Abwehrspieler verletzten und ausfielen. Jetzt ist es (noch?) nicht ganz so schlimm, nach den Winterabschieden von Havard Nortveidt und Kevin Akpoguma wird es durch die Verletzungen von Kasim Adams, dem zuletzt mit einer Oberschenkelzerrung pausierenden Kevin Vogt und neuerdings auch Benjamin Hübner (Kapselverletzung im Knie) schon wieder eng. Hübner und Adams fallen am Samstag gegen Hannover 96 sicher aus, ob Vogt seine Blessur bis zum Wochenende überwunden haben könnte, ist nicht bekannt. Blieben als gelernte Innenverteidiger noch Ermin Bicakcic und Stefan Posch übrig, Winterneuzugang Lucas Ribeiro ist noch keine Option. Der Brasilianer weilt noch bei der U20-Südamerikameisterschaft.

Sebastian Rode hat sich nach seiner emotionalen Rückkehr von Borussia Dortmund zu seinem Stammverein Eintracht Frankfurt sofort in der Startelf etabliert, in allen vier Rückrundenpartien stand der Mittelfeldspieler zum Anpfiff auf dem Platz. Beim 0:0 in Leipzig musste Rode allerdings schon nach knapp einer Stunde mit Muskelkrämpfen im Oberschenkel wieder runter. gestern trainierte de 28-Jährige noch individuell. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie der Hessische Rundfunk meldete, ein Einsatz am Sonntag im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach scheint nicht gefährdet.

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Autor: Till Erdenberger

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