Traf doppelt: Leon Goretzka

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Der erste Spieltag der Rückrunde ist durch und es gibt durchaus Überraschendes von den Kellerkindern. Und durchaus Nicht-Überraschendes von den Bayern. Da wird sogar gerade Geschichte geschrieben…

Woran kann man als Schreiber noch glauben, wenn – während wir uns jubelnd selbst auf die Schultern klopfen, dass wir den Ausgang aller vier unserer angenommenen Stammplatzduelle unter den Bundesligakeepern richtig vorausgesagt hatten – Domenico Tedesco kommt und einfach trotz einiger böser Patzer überraschend seinen Kapitän und Stammtorwart absägt? Schauen wir, was wir mit etwas Phantasie aus diesem besonderen Spieltag mitnehmen können, an dem es erst zum zweiten Mal in dieser Saison kein einziges Unentschieden gab.

1. Das Wichtigste: Geschichte wiederholt sich (nicht)!

Es ist etwas gruselig: Bayern schlägt Hoffenheim 3:1, Mainz besiegt den VfB Stuttgart mit einem Tor Vorsprung, Eintracht Frankfurt den SC Freiburg mit zwei, Vedad Ibisevic trifft beim Sieg seiner Hertha gegen den 1.FC Nürnberg, die Spiele Wolfsburg gegen Schalke 04 und Augsburg gegen Düsseldorf enden wieder 2:1 wenn auch unter veränderten Vorzeichen, Benito Raman erzielt wieder einen Treffer gegen Augsburg. Ein paar Zufälle zu viel, um Zufall zu sein, oder? Nein, das ist natürlich Quatsch. Es gibt aber ein paar Trends, an die man glauben darf. 

Zum Beispiel ist spannend, dass Herthas Ondrej Duda zweimal traf und damit andeutet, sein persönliches Formtief durchschritten zu haben. Und erinnert man sich an die Hinrunde zurück, in der sich der Tscheche auch als Frühstarter präsentierte (und am zweiten Spieltag seinen ersten Doppelpack erzielte), dann dürfen sich Duda-Manager freuen: Bis zum achten Spieltag traf Duda sechsmal und sammelte in dieser Zeit 48 Zähler. 18 sind es jetzt schon wieder in der Rückrunde.

Außerdem: Bei Fortuna Düsseldorf scheint man die Querelen rund um Friedhelm Funkels Vertragssituation gut von der Mannschaft ferngehalten zu haben – oder sie haben gleich frische Energien freigesetzt. Mit inzwischen vier Siegen in Folge ist der Aufsteiger das Team der Stunde und das umgedrehte Ergebnis zum Rückrundenstart illustriert auch die entgegensetzte Entwicklung, die Augsburger und Düsseldorfer inzwischen schon länger nehmen. So sammelte der Aufsteiger in den letzten vier Partien zusätzlich zu den zwölf Bundesligazählern auch noch 219 Comuniopunkte, während der einst so punktfreudige FC Augsburg lediglich auf 131 kam.

Mainz 05 dagegen ist ein stabiles Gebilde mit dem nötigen Matchglück. Das hatte der Mannschaft von Sandro Schwarz in der vergangenen Saison noch gefehlt, weswegen man Hin- wie Rückrunde mit einer Niederlage mit jeweils einem Tor Differenz hinnehmen musste: 0:1 und 2:3 gegen hannover 96. In dieser Runde durfte man zweimal gegen den VfB Stuttgart mit zwei Siegen beginnen: 1:0 und 3:2. Es scheint sinnvoll, auf glückliche, stabile Rheinhessen zu setzen, denn deren anstehendes Programm wirkt mit Partien gegen den 1.FC Nürnberg (H), den FC Augsburg (A), Bayer Leverkusen (H) und den VfL Wolfsburg (A) nicht eben atemberaubend kompliziert. In der Hinrunde sammelten die Mainzer acht Punkte aus den ersten fünf Partien. Gut möglich, dass sich Geschichte wiederholt…

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2. Nicht alle Abstiegskandidaten punkten schlecht!

Es ist ein bisschen komisch: Im Keller setzt sich ein Quartett langsam nach unten ab, das am 18. Spieltag komplett leer ausgegangen ist: Der 1.FC Nürnberg, Hannover 96, der VfB Stuttgart und der FC Augsburg verloren allesamt ihre Rückrundenauftaktspiele und könnten die Absteiger unter sich ausspielen. Bemerkenswert: Der VfB Stuttgart lieferte mit 54 Punkten die viertbeste Mannschaftsleistung des Spieltages ab, nur der FC Bayern (79), Hertha BSC (67) und Werder Bremen (63) punkteten besser als die Schwaben. Gleichzeitig performten die Weinzierl-Schützlinge auch noch rund 25 Punkte über ihrem traurigen Saisonschnitt.

Ähnliches gelang auch Hannover 96, die Niedersachsen schwangen sich zu 38 Punkten auf – und damit deutlich mehr, als die durchschnittlichen 28 Punkte, die man bisher in dieser Saison pro Partie erwirtschaftete. Kaufen kann man sich dafür natürlich nichts. Kann man aus dieser Statistik irgendetwas ableiten? Vielleicht dies: Wer in Stuttgart und Hannover schnell günstig zuschlägt, kann auf einen Lucky Punch hoffen, der mit den wertstabilen und teuren Dauerpunktelieferanten nicht mehr zu machen ist. Absolut nichts mehr sollte man dagegen vom 1.FC Nürnberg erwarten. Die Franken scheinen sich nach seriösem Saisonstart sang- und klanglos wieder in die zweite Liga zu verabschieden. Viermal setzte es dementsprechend in den letzten fpünf Partien 18 oder weniger Punkte. Weniger als 400 Punkte nach 18 Spieltagen sind eine wirklich miese Ausbeute.

3. Die Bayern sind wieder die Bayern

… und Thomas Müller ist (längst) wieder Thomas Müller. 79 Punkte sammelte die Mannschaft des Rekordmeisters gegen die TSG Hoffenheim, damit nahm man dem BVB satte 29 Punkte ab – immerhin im Managerspiel. In der „echten“ Tabelle fehlen den Bayern freilich weiterhin vier Punkte auf den schwarz-gelben Tabellenführer. Bei Comunio stehen Lewandowski und Co. jetzt an der Schwelle zu den 1000 Punkten, zwölf Zähler fehlen noch, um diese Marke zu überspringen. Der BVB wird wohl auch am Wochenende vierstellig werden: Derzeit steht die Favre-Truppe bei 952 Zählern.

Comunio-Geschichte wird in Kürze Thomas Müller schreiben, mit einer Galavorstellung sogar schon am kommenden Wochenende gegen den VfB Stuttgart. Der Bayern-Angreifer wird – wenn nicht jetzt, dann demnächst – zum ersten Spieler in der auch nicht mehr ganz jungen Historie des Managerspiels, der in zehn aufeinander folgenden Saisons immer dreistellig punktet. Derzeit steht Müller bei 88 Punkten, nachdem der 29-Jährige durch eine starke Leistung gegen die TSG Hoffenheim zum Rückrundenstart zehn Zähler auf sein Konto schaufeln konnte.

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Autor: Till Erdenberger

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