500 Punkte, null Tore

Foto: © imago / Eibner
Das 5:1 von Leverkusen in Mainz? Oder etwa die Hoffenheimer Aufholjagd in Dortmund? Nein, das eigentliche Wunder des Spieltags hat sich in Leipzig abgespielt. Denn da passierte entgegen aller Wahrscheinlichkeiten: Nichts!

Sebastien Haller (137 Punkte), Luka Jovic (122), Yussuf Poulsen (120), Timo Werner (105), Ante Rebic (72) – 556 Stürmerpunkte liefen am Samstag Nachmittag in Leipzig bei der Partie RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt auf und wer auf ein ordentliches Spektakel gehofft hatte, tat dies mit einigem Recht – und vergebens. Denn diese fünf Toppunkteammler, die in dieser Saison zusammen schon 53 Mal trafen, kamen an diesem Spieltag auf gemeinsam auf sechs Zähler, das sind zwei weniger als Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger (acht Punkte) alleine. Kein Zweifel: Dieses torlose Unentschieden war das unwahrscheinlichste 0:0 der Saison. Und eine bittere Partie für alle, die alles auf die Torjäger gesetzt haben.

Top-Teenager beim BVB

Jadon Sancho unterdessen traf am Wochenende, auch wenn der Engländer in Diensten des BVB genauso wie seine Kollegen alles andere als begeistert aus dem Spieltag gehen. Das Tor des Außenstürmers war jedoch ein geschichtsträchtiges: Sancho traf zum achten Mal in seiner noch jungen Karriere (sieben Tore in dieser Saison) in einem Ligaspiel, so oft ist das in der langen Historie der Bundesliga bisher noch keinem Spieler vor seinem 19. Geburtstag gelungen. Da ist es beinahe schon unnötig zu erwähnen, dass der Angreifer mit inzwischen 121 Zählern in einer Saison auch der sammelfreudigste Teenager der Comunio-Geschichte ist. Zum Vergleich: Ein gewisser Lukas Podolski holte als 18-Jähriger 2003/04 103 Zähler, Kai Havertz sammelte zweimal 88 Zähler, bevor er 19 wurde.

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Noch mehr schlechte Nachrichten für den VfB

Die schlechten Nachrichten für den VfB Stuttgart reißen nicht ab: Nicht nur verlor man am Wochenende Punkte (gegen Fortuna Düsseldorf) und Stürmer (Nicolas Gonzalez durch Rote Karte), sondern muss sich auch am kommenden Wochenende auf Haue einstellen. Denn in einer Statistik sind die Schwaben schon Ligaschlusslicht: Gestern fing sich die Weinzierl-Truppe ihr zwölftes Kopfballgegentor ein. Und ein Blick auf die Zahlen des kommenden Gegners verrät: RB Leipzig konnte die zweitmeisten Kopfballtore aller Bundesligamannschaften gewinnen, RB-Stürmer Yussuf Poulsen gewann die zweitmeisten aller Spieler. Wer schon immer mal auf ein Kopfballtor setzen wollte, sollte dies genau jetzt tun – auch wenn die Quote eher mau sein dürfte.

Schlappe Schalker, cooler Kutucu

Es ist noch nicht so lange her, da war der FC Schalke so etwas wie die Mannschaft der Stunde – zumindest für die eigenen, in dieser Saison so bescheiden gewordenen Ansprüche. Vier Punkte holte das Tedesco-Ensemble iim Januar, erarbeitet sich damit in zwei Spielen immerhin 91 Punkte. Nicht überragend, aber solide. Doch wer auf den königsblauen Aufschwung setzen wollte, sieht sich im regen stehen gelassen. Am 19. Spieltag setzte es nicht nur ein lahmes 0:2 gegen Borussia Mönchengladbach, sondern auch noch -2 Comuniopunkte. Gegen den FC Bayern war nun kaum zu erwarten, dass es Ligapunkte regnen würde, aber auch der Rekordmeister lässt in dieser Saison knapp 24 Gegnerpunkte zu. Schalke holte sich von diesen: Sieben. Und die heimste der 18-jährige Ahmed Kutucu dank seines Treffers zum 1:1 ein, seine 13 Mannschaftskollegen neutralisierten sich zu null Zählern.

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Autor: Till Erdenberger

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