Jürgen Klopp und Thomas Tuchel trafen in ihrer Karriere schon häufiger aufeinander.

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In der Gruppe C treffen mit dem SSC Neapel, dem FC Liverpool und Paris Saint-Germain drei Teams aufeinander, denen in der Champions League einiges zuzutrauen ist. Alle drei Teams werden von Trainern gecoacht, die in der Bundesliga teils große Fußabdrücke hinterlassen haben. Wie läuft’s denn bei Carlo Ancelotti, Jürgen Klopp und Thomas Tuchel – und wer setzt sich am Ende durch?

SSC Neapel

In der vergangenen Saison startete Carlo Ancelotti noch als Trainer des FC Bayern in die Champions-League-Saison. Doch ausgerechnet nach dem 0:3 bei PSG am zweiten Spieltag musste der Italiener seinen Hut nehmen.

Der holprige Saisonstart und die atmosphärischen Störungen zwangen die Bayern-Bosse damals zum handeln. Ancelotti flog, Jupp Heynckes übernahm und bei den Bayern lief’s wieder. Im Sommer heuerte Carletto nun bei Napoli an und ersetzte dort den zu Chelsea abgewanderten Maurizio Sarri.

Der Saisonstart am Fuße des Vesuv glückte weitestgehend, allerdings hab es vor der Länderspielpause ein bitteres 0:3 gegen Sampdoria Genua. Ancelotti, der auch lange Zeit als italienischer Nationaltrainer gehandelt wurde, hat bei Napoli das Problem, dass er mit Juventus einen schier übermächtigen Gegner hat. Nun hat sich die Alte Dame noch mit Cristiano Ronaldo verstärkt, womit der Scudetto wohl zum achten Mal nach Turin gehen wird.

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In der Königsklasse kennt sich Ancelotti bekanntlich aus – holte er mit Milan und Real jeweils den Henkelpott. Mit Neapel scheint dies allerdings – auch aufgrund der Gruppe – fast unmöglich. Der alte Taktikfuchs wird sich gegen Liverpool und PSG allerdings etwas einfallen lassen, damit seine Truppe vielleicht doch ins Achtelfinale einzieht. Und dann ist ja bekanntlich alles möglich.

Die Comunio-Elf der Champions-League-Saison 2017/18

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Tor: Keylor Navas (Real Madrid) - 54 Punkte | Bildquelle: Imago

FC Liverpool

Was soll man zu den Reds und Jürgen Klopp noch sagen? Da haben sich zwei gesucht und gefunden. Wie schon nach Mainz und Dortmund passt Kloppo perfekte an die Anfield Road. Mit seiner emotionalen Art begeistert er Fans, Verantwortlichen und auch alle seine Spieler.

In der vergangenen Saison schafften es die Reds bis ins Finale, unterlagen doch aber den Königlichen von Real Madrid mit 1:3 – da Loris Karius damals nicht den allerbesten Tag erwischte. Ob man das in dieser Spielzeit wiederholen kann? Mit Alisson Becker hat man zumindest auf der Torhüterposition ordentlich eingekauft.

Ansonsten blieb die Truppe weitestgehend zusammen. Aus Leipzig kam Naby Keita, der auch direkt einschlug. Generell glückte Klopp der Saisonstart: Vier Spiele, vier Siege – Tabellenführer in der Premier League. Ob es für den ganz großen Wurf langt, bleibt abzuwarten, fehlte den Reds doch in der Liga in der Vergangenheit meist die Konstanz für den Titel.

In Sachen Königsklasse heißt es an der Mersey erst einmal die Gruppenphase zu überstehen. Klopps Truppe kommt viel über die Emotionen und diese lassen sich – Champions League hin oder her – in einer Gruppenphase noch schwer entfachen. Vor allem tut sich Klopps Power-Fußball gegen taktische clevere Gegner immer schwer.  

Paris Saint-Germain

Neymar, Kylian Mbappe und nun noch Gigi Buffon. Thomas Tuchel hat einen Kader vorgefunden, der in Europa seinesgleichen sucht. Überraschenderweise machte er Oldie Buffon zunächst zur Nummer zwei, Alphonse Areola bewies im Länderspiel der Franzosen gegen Deutschland, dass Tuchel damit zumindest nicht völlig daneben liegt.

Eigentlich ist für den deutschen Coach an der Seine der Henkelpott Pflicht, mussten seine Vorgänger ihren Platz räumen, wenn immer spätestens im Viertelfinale Schluss war. Ob es für PSG dieses Mal weiter geht? Der Saisonstart war schon mal vielversprechend, allerdings hat PSG in der Ligue 1 auch keine wirkliche Konkurrenz. Insofern wird der Deutsche an seinem Abschneiden in der Königsklasse gemessen.

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Tuchel muss beweisen, dass er ein Top-Trainer ist, der auch ein Top-Team trainieren kann. Beim BVB bleib er, trotz des Pokalsiegs zum Abschluss diesen Beweis schuldig, weil es menschlich mit der Mannschaft und der Führungsebene passte.

Ob seine teils besessene Art für den Fußball bei Leuten wie Neymar, Julian Draxler oder Mbappe ankommen, muss man erst abwarten. In der Schule kamen die Nerds bei den coolen Kids auch nie an. In dieser Gruppe sollte PSG, trotz Liverpool und Neapel, Erster werden. Wie weit es dann geht, lässt sich schwer vorhersagen. Es wird auf jeden Fall interessant zu sehen sein, wie Tuchel PSG taktisch auf eine neue Stufe bringt. Ob’s am Ende erfolgreich ist, bleibt abzuwarten…

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Autor: Florian Schimak

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