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Foto: © nph/Bratic/dpa
Es gibt Keeper, an denen gegnerische Angreifer Woche für Woche verzweifeln. Diese fünf Bundesliga-Torhüter halten in der laufenden Saison am häufigsten ihren Kasten sauber.

Lukas Hradecky (Eintracht Frankfurt, 1,2 Millionen)

Wer an Lukas Hradecky denkt, dem fällt derzeit unwillkürlich seine etwas bizarre rote Karte aus dem Spiel gegen RB Leipzig ein. Es war am ersten Spieltag nach der Winterpause, als der Finne in Diensten der Eintracht beim Herauslaufen aus seinem Strafraum ausrutschte – und nun vor einer schwerwiegenden Entscheidung stand: Lasse ich den gegnerischen Angreifer vorbei, oder greife ich mir den Ball und gehe mit Rot – aber erhobenen Hauptes – in die Kabine?

Hradecky entschied sich für Rot – nach 131 gespielten Sekunden. Der schnellste Platzverweis für einen Torwart in der Geschichte der Bundesliga. Nur blöd, dass Leipzig den anschließenden Freistoß trotzdem zur 1:0-Führung ins Tor schoss…

Aber den 27-Jährigen, der im Sommer 2015 von Bröndby IF nach Frankfurt wechselte, nur auf diese eine Szene zu reduzieren, wird seinen Leistungen nicht gerecht. Dass die Eintracht derzeit auf Platz drei der Tabelle steht, haben die Hessen zu einem erheblichen Anteil ihrem Schlussmann zu verdanken. In seinen 18 Einsätzen – ein Spiel fiel er wegen der roten Karte aus – blieb er neunmal ohne Gegentor; das entspricht der Hälfte seiner Spiele! Eine kleine Einschränkung muss dennoch erlaubt sein: Zu den neun Spielen ohne Gegentor zählt bei ihm auch sein unfreiwilliger Kurzauftritt gegen Leipzig.

Manuel Neuer (FC Bayern München, 1,2 Millionen)

Es dürfte niemanden ernsthaft überraschen, dass Manuel Neuer in dieser Liste auftaucht. Der deutsche Nationaltorwart zwischen den Pfosten des FC Bayern München hat zusammen mit Hradecky die wenigsten Gegentore aller Bundesliga-Schlussmänner kassiert: zwölf Stück.

In seinen 19 Einsätzen für den Rekordmeister blieb Neuer in dieser Saison achtmal ohne Gegentreffer, das entspricht 42,1 Prozent seiner Einsätze. In der Liste der besten Torhüter bei Comunio liegt Neuer mit 60 Punkten dennoch nur auf Platz fünf. Das dürfte vor allem daran liegen, dass er nur selten die Chance erhält, sein ganzes Können unter Beweis zu stellen; die Abwehr vor ihm um Hummels, Lahm und Martinez fischt ihm einfach zu viel Arbeit vor der Nase weg.

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Rune Jarstein (Hertha BSC, 2,1 Millionen)

Besser läuft es in dieser Hinsicht für Herthas Rune Jarstein. Der Norweger steht in der Comunio-Tabelle der besten Torhüter auf Platz zwei mit 80 Punkten (punktgleich mit Nummer 1, aber dazu später mehr). In sieben von 19 Spielen blieb Jarstein ohne Gegentreffer, das entspricht 36,8 Prozent seiner Einsätze. Er ist aktuell der sichere Rückhalt, den die Berliner im Kampf um den europäischen Wettbewerb brauchen.

In seinem Heimatland Norwegen wurde Jarstein, der dort auch Nationaltorwart ist, im vergangenen Jahr zum Fußballer des Jahres gewählt. Der „Berliner Zeitung“ sagte er dazu: „Ich wusste, dass ich nominiert bin, aber dass ich gewinne, war schon sehr überraschend. Ich bin der erste Torhüter in Norwegen, der diese Auszeichnung bekommen hat. Ich bin sehr stolz darüber!“

Oliver Baumann (1899 Hoffenheim, 2,1 Millionen)

Ein bisschen stolz dürfte auch Oliver Baumann sein. Der Hoffenheimer Keeper ist der beste Schlussmann, den Comunio-Manager derzeit kriegen können: Wie Rune Jarstein hat er 80 Punkte auf dem Konto, mehr hat keiner. Im direkten Vergleich der beiden hat Baumann nur knapp die Nase vorn: Er steht bei 19 Gegentoren, sein Berliner Kollege bei 21.

Die Anzahl der „Weißen Westen“ ist bei beiden Torhütern wiederum gleich: Auch Oliver Baumann blieb in sieben von 19 Spielen ohne Gegentor. Fun Fact am Rande: Wenn Baumann weiterhin so konstant punktet wie bisher, könnte er in diesem Jahr seine eigene Comunio-Bestmarke von 126 Punkten aus der Saison 2010/11 knacken.

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Peter Gulacsi (RB Leipzig, 0,9 Millionen)

Der Ungar Peter Gulacsi wurde in seiner Karriere bislang zweimal österreichischer Meister und zweimal österreichischer Pokalsieger – dieser Sammlung will er mit RB Leipzig noch ein paar weitere Titel hinzufügen. Und der 26-Jährige leistet zweifellos seinen Beitrag: In sechs von 19 Spielen verhinderte der Torwart jegliches Gegentor für seine Mannschaft – das macht 31,6 Prozent seiner Spiele.

Im Interview mit „Goal.com“ auf die Meisterschafts-Chancen seines Klubs angesprochen, sagte Gulacsi Anfang Dezember des vergangenen Jahres: „Wenn wir weiter solche Leistungen bringen wie momentan, werden wir schwer zu schlagen sein.“ Das darf man wohl als Kampfansage verstehen.

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Autor: Marcus Erberich

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