Erfolgreiche Herthaner im Test gegen Arminia Bielefeld

Foto: © imago / Matthias Koch
Bei Hannover 96 gab es eine wilde zweite Halbzeit und viel Anlass für Ärger. Hertha BSC hatte dagegen einen Gute-Laune-Nachmittag – oder? Hier kommen die infos zu den Spielen des Tages.

Hertha BSC – Arminia Bielefeld 4:1 (1:0)

Tore: 1:0 Ibisevic (36.), 1:1 Nöthe (68., FE), 2:1 Köpke (78.), 3:1 Kiprit (82.), 4:1 Selke (85.) 

Aufstellung Hertha BSC: Jarstein (46. Kraft) – Pekarik (70. Klünter), Lustenberger (70. Stark), Torunarigha (70. Baak), Plattenhardt (70. Mittelstädt) – Darida (70. Skjelbred), Maier (70. Friede) – Dardai (70. Kiprit), Duda (70. Köpke), Kalou (70. Jastrzembski) – Ibisevic (70. Selke)

Comunio-Check: 4:1 gewonnen, der zweite Anzug überzeugte, keiner verletzt – alles topp also bei Hertha BSC nach dem deutlichen Testspielerfolg über den Zweitligisten aus Bielefeld? Von wegen… „Ich bin mit dem Ergebnis am Ende zufrieden, mit dem Spiel an sich aber nicht ganz“, fand Hertha-Coach Pal Dardai trotz allem Erfreulichen noch ein paar Haare in der Suppe. „Gerade in der ersten Hälfte hat es sehr viele Stellungsfehler bei uns gegeben, genauso wie viele Stockfehler offensiv und zu viele unnötige Ballverluste im Zentrum. Das hat dem Gegner sehr viele Umschaltmomente gegeben, und das darf uns so nicht passieren. Auch die Zweikampfführung war zu dünn, der Gegner hat uns mit einfachen Aktionen ausgespielt. Das müssen wir analysieren.“ Paradox: In der ersten Halbzeit stand sogar der vermeintliche erste Anzug auf dem Feld, konnte außer dem Führungstreffer durch Vedad Ibisevic aber nichts Zählbares erwirtschaften. Im Gegenteil: Der Zweitliga-14. hatte sogar ein leichtes Chancenplus. Die Tore fielen dann, als Dardai in der 70. Minute komplett durchwechselte. Den Ausgleich durch Nöthe beantwortete das B-Team durch die Treffer von Pascal Köpke, Youngster Muhammed Kiprit und Davie Selke. Ob der kurzfristig anberaumte Test Auswirkungen auf die Aufstellung zum Rückrundenauftakt am übernächsten Wochenende gegen den 1.FC Nürnberg hat, wollte Dardai nicht verraten. Dann stehen auch die Langzeitverletzten Niklas Stark und Lukas Klünter wieder zur Verfügung – beide Verteidiger feierten heute zur uneingeschränkten Freude von Pal Dardai ein 20-minütiges Comeback!

Hannover 96 – SV Zuite Waregem 3:3 (0:0)

Tore: 0:1 Nissilä (68.), 0:2 Sylla (70.), 0:3 De Pauw (74.), 1:3 Hadzic (76), 2:3 Muslija (81.), 3:3 Weydandt (88.)

Aufstellung Hannover 96: Esser (46. Weinkauf) – Sorg (46. Korb), Akpoguma (46. Elez), Wimmer (46. Felipe), Albornoz (46. Ostrzolek), Anton (46. Walace), Schwegler (46. Hadzic), Bakalorz (46. Fossum), Soto (46. Muslija), Bebou (22. Dierßen), Wood (46. Weydandt)

Comunio-Check: Diesen Nachmittag hat sich André Breitenreiter sicher anders vorgestellt: Nicht nur fing sich seine Truppe in einer wilden Schlussphase drei Gegentore ein, sondern der 96-Coach musste auch noch mit ansehen, wie sein gerade wieder nach einer Muskelverletzung genesener Stürmer Ihlas Bebou schon nach knapp 20 Minuten angeschlagen wieder vom Platz musste. Ob der Togolese rechtzeitig zum Rückrundenauftakt gegen Werder Bremen wieder fit ist, darf angesichts des dick bandagierten Oberschenkels angezweifelt werden. Eine Diagnose steht allerdings noch aus. Eine andere Diagnose darf jedoch getrost gestellt werden: Will man in der Rückrunde den Abstieg noch vermeiden, müssen die Niedersachsen über 90 Minuten mehr anbieten, als gegen den belgischen Erstligisten. Nach soliden ersten 45 Minuten gingen die Belgier Mitte der zweiten Halbzeit durch drei Tore innerhalb von acht Minuten komfortabel in Führung, der Bundesliga-Vorletzte zeigte jedoch Moral und glich immerhin noch aus. „Es weiß ja jeder, dass Ihlas eine enorme Wichtigkeit hat für unser Spiel“, war André Breitenreiter nach dem Spiel reichlich angefressen. „Das wäre natürlich ganz bitter, wenn er jetzt ausfällt mit einer neuen Verletzung“

Neuzugang Nicolai Müller musste gegen die Belgier aufgrund von Knieproblemen passen.

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Autor: Till Erdenberger

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