Breel Embolo FC Schalke 04

Foto: © imago / Udo Gottschalk
Acht Monate lang hat er an seiner Rückkehr gearbeitet, beim Trainingsauftakt des FC Schalke 04 stand er endlich wieder mit der Mannschaft auf dem Platz: Breel Embolo will im zweiten Anlauf bei seinem neuen Verein jetzt richtig angreifen. Aber wird er bis zum Saisonstart wieder zu 100 Prozent fit?

Breel Embolo sprühte vor Freude, als er am Montag beim Trainingsauftakt des FC Schalke 04 mit dem Rest der Mannschaft erstmals in dieser Saison auf den Rasen trabte. Auf etlichen Fotos, die während der Übungen aufgenommen worden sind, grinst der 20-Jährige von einem Ohr bis zum anderen.

Es ist ja auch kein Wunder. Vor der vergangenen Saison wechselte Embolo für die vereinsinterne Rekord-Ablösesumme von geschätzten 22,5 Millionen Euro vom FC Basel zum FC Schalke 04. Entsprechend hoch waren die Erwartungen. Doch schon im siebten Spiel für seinen neuen Klub verletzte sich der Stürmer schwer: Bei einem Foul des Augsburger Spielers Konstantinos Stafylidis brach sein Sprunggelenk und das Wadenbein; außerdem riss sich Embolo das Syndesmose- und Innenband. Die Saison war für ihn gelaufen.

Tedesco mahnt Embolo zur Geduld

Ein erster Comeback-Versuch scheiterte in der Rückrunde der vergangenen Saison wegen eines Knochenmark-Ödems. Aber jetzt steht seiner Rückkehr offenbar nichts mehr im Weg. Schalkes neuer Trainer Domenico Tedesco will mit seinem Youngster trotzdem nichts überstürzen. „In den nächsten Wochen wird er nur Teile des Team-Trainings absolvieren“, sagte er der „Bild“-Zeitung.

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Nach der schweren Verletzung müsse man geduldig sein mit Embolo, den Tedesco „wie einen Neuzugang“ betrachtet. „Beim Saisonstart rechne ich noch nicht mit Breel“, zitiert das Blatt den Trainer weiter: „Aber vielleicht überrascht er uns ja.“ Schalke startet am 19. August mit einem Heimspiel gegen RB Leipzig in die neue Bundesliga-Saison.

Embolo gibt Europa als Ziel aus

Embolo selbst sagte der „Sport Bild“, er sei „richtig hungrig“ darauf, endlich wieder anzugreifen – und wirkte dabei deutlich weniger geduldig als sein Coach: „Ich will den nächsten Schritt nach meiner schweren Zeit machen, mein altes Potenzial erreichen und zum Saisonstart in der Arena auf dem Platz stehen.“

Ziel für die neue Saison müsse es sein, nach Platz zehn in der vergangenen Saison wieder weiter oben mitzumischen. „Uns muss bewusst sein, dass es nur durch harte Arbeit geht“, zitiert ihn das Blatt. Die dazu nötige Qualität in der Mannschaft sei vorhanden. „Unser Ziel muss sein, nächstes Jahr wieder in drei Wettbewerben zu spielen.“

Alles andere als ein Schnäppchen

Nicht wenige Comunio-Manager glauben offenbar daran, dass Embolo nach seiner langen Verletzungspause im zweiten Anlauf der Durchbruch in der Bundesliga gelingen wird. Sein Marktwert liegt jedenfalls bei gut acht Millionen Euro – Tendenz steigend. Zur Einordnung: Leverkusens Julian Brandt steht derzeit bei etwa 8,3 Millionen, Gladbachs Raffael bei 7,9.

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In der vergangenen Saison hatte Embolo in den sieben Spielen vor seiner Verletzung zwar nicht immer vollends überzeugt, was aber auch am miserablen Saisonstart der Schalker mit fünf Niederlagen in Folge gelegen haben dürfte. Am sechsten Spieltag schoss er beim 4:0-Sieg seiner Mannschaft gegen Borussia Mönchengladbach dann immerhin zwei Tore. Auch, weil Ex-Trainer Weinzierl wohl erkannt hatte, dass Embolo im Sturmzentrum wertvoller ist als auf dem rechten Flügel, wo er ihn zuvor bisweilen eingesetzt hatte.

Breel Embolo hat damit angedeutet, wozu er imstande ist. Wie schon bei seiner Verpflichtung vor einem Jahr, sind die Hoffnungen auf Schalke auch vor seinem Neustart riesengroß. Ob er sie auch erfüllen kann, muss nun jeder Manager für sich selbst beantworten.

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Autor: Marcus Erberich

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