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Für einige Zeit hat Borussia Mönchengladbach das Titelrennen dieser Saison zu einem Dreikampf gemacht. Nach dem 20. Spieltag lag die Hecking-Elf noch punktgleich mit dem FC Bayern München auf Rang 2. Sechs Spieltage später beträgt der Abstand zum Rekordmeister ganze 13 Zähler, während der Vorsprung auf Rang 5 von zehn Punkten auf einen einzigen Zähler zusammengeschrumpft ist. Auf welche Borussen können sich Comunio-Manager jetzt noch verlassen?

Abwehr

Nur in der Viererkette herrscht ziemliche Klarheit, welche Spieler ihren Stammplatz sicher haben. Oscar Wendt, Matthias Ginter und Nico Elvedi sind praktisch unantastbar. Auf rechts gibt es das Duell zwischen Sommertransfer Michael Lang und Fabian Johnson, das der US-Amerikaner nun aber wohl für sich entschieden hat. Johnson ist in Comunio als Mittelfeldspieler geführt, aber sein Preis von 1,96 Millionen macht ihn dennoch zu einer interessanten Variante.

Mehr als vier Punkte sollte man in der Regel aber nicht von ihm erwarten. Elvedi (Marktwert 4,90 Mio) ist der konstanteste Gladbacher Punktebringer in Comunio und gerade im Hinblick auf den niedrigeren Preis im Vergleich zu Ginter (5,45 Millionen) die beste Defensivaktie der Borussia.

Routinier Tony Jantschke (2,21 Millionen) vertrat zuletzt Ginter und überzeugte mit zwölf Comunio-Punkten in zwei spielen. Dennoch wird dem Routinier ziemlich sicher nur die Bank bleiben, wenn der Nationalspieler wieder fit ist. Es ist sicher nicht die schlechteste Idee, sich den starken Marktwertgewinn der letzten zwei Wochen mit einem Verkauf auszahlen zu lassen.

Die Comunio-Nationalmannschaft

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TOR: Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt, 76 Punkte) Der Frankfurter agiert nach einer schweren Zeit bei PSG grundsolide und glänzt auch international © imago /Sven Simon

 

Mittelfeld

Einen Gladbacher in seinem Comunio-Mittelfeld aufzustellen, ist derzeit nichts für schwache Nerven. War das Trio aus Tobias Strobl, Jonas Hofmann und Florian Neuhaus in der Hinrunde praktisch noch gesetzt, bekamen zuletzt Denis Zakaria und Christoph Kramer immer mehr Spielzeit. Der sicherste Tipp scheint derzeit noch Strobl (Marktwert 3,65 Mio) zu sein, denn Kramer konnte drei Startelfchancen in Folge nicht nutzen und die letzten beiden Partien spielte der Ex-Hoffenheimer wieder vor der Kette.

Bislang hält Dieter Hecking noch in Nibelungentreue zu Hofmann, der aber seiner starken Hinrundenform meilenweit hinterherläuft. In den letzten drei Partien stand er zwar jeweils in der Startelf, hatte aber in der Bundesliga in etwa einen ähnlich starken Einfluss wie für die Punktzahl seiner Comunio-Manager: Hofmann holte aus diesen drei Spielen stolze null Punkte.

Wenn ich auf einen deutlichen Formanstieg eines Gladbacher Mittelfeldakteurs spekulieren würde, dann wäre es Denis Zakaria (Marktwert 2,54 Mio), denn der dynamische Rechtsfuß hat alle Anlagen eines Topspielers. Da aber Zakaria, Hofmann und Neuhaus derzeit allesamt durchhängen, ist es möglich, dass Hecking Lars Stindl aus dem Sturm ins Mittelfeld zurückzieht. Das würde die Lage für alle Spieler außer Strobl und Kramer noch einmal verkomplizieren.

Die formstärksten Mittelfeldspieler: Fast alle unter 10 Mio.
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Einige verhältnismäßig preiswerte Mittelfeldspieler haben an den letzten fünf Spieltagen die meisten Punkte geholt. Sie kommen aus Frankfurt, München, Stuttgart, Wolfsburg und Freiburg.

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Sturm

Thorgan Hazard (12,73 Mio) ist der zweitbeste Punktelieferant dieser Bundesliga-Saison und bringt seinen Managern trotz Ladehemmung immer noch ordentlich Punkte. Anders sieht es bei Alassane Plea (8,40 Mio), der in der Rückrunde erst ein einziges Mal mehr als fünf, dafür aber gleich fünf Mal weniger als drei Punkte geholt hat. Pleas größtes Problem ist seine Position, denn zum Beginn der Hinrunde überzeugte er als Zentrumsstürmer, muss jetzt aber immer über den linken Flügel ran.

Dort kann der Franzose seine Stärken nicht optimal einbringen. Im Zentrum aber setzt Hecking auf Lars Stindl (6,57 Mio), dessen Formkurve zuletzt wieder etwas nach oben zeigte, auch, wenn sich das an seinen Comunio-Punkten noch nicht ganz ablesen lässt. Sollte er ins Mittelfeld zurückversetzt werden, dürfte das seinem Wert in Comunio nicht unbedingt gut tun.

Am 14. Spieltag spielte er gegen den VfB Stuttgart zum einzigen Mal in dieser Saison auf der Acht. Gladbach gewann zwar 3:0, aber zwei Punkte waren für Stindl ein enttäuschendes Ergebnis. Daran wird sich Hecking aber sicher nicht orientieren und es scheint nicht unwahrscheinlich, dass er seinen Kapitän weiter zurückzieht.

Das würde aber nicht automatisch bedeuten, dass Alassane Plea nun als Mittelstürmer gefragt ist, denn das erste Spiel nach der Länderspielpause wäre auch eine gute Gelegenheit für den ersten Startelfeinsatz von Raffael seit dem 10. Spieltag. Der Gegner lautete damals übrigens auch Fortuna Düsseldorf.

Der Marktwert des Brasilianers ist mit 4,33 Millionen aber fast ein wenig hoch, um darauf zu spekulieren. Bis auf Hazard gibt es deshalb für mich keine klare Kaufempfehlung in der Borussia-Offensive. Im Gegenteil: Alassane Plea ist derzeit überteuert und könnte genug Kohle einbringen, um sein Team im Schlussspurt vielleicht entscheidend zu stärken.

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Autor: Florian Reinecke

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