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Vier Spiele, zwei Siege, ein Remis, eine Niederlage. Seit Maik Walpurgis den FC Ingolstadt übernommen hat, läuft es wieder bei den Schanzern. Nach zuvor zehn Spielen ohne Sieg, ist der FC Ingolstadt wieder auf dem aufsteigenden Ast. Warum eigentlich? An welche Stellschrauben hat der neue Coach gedreht? Comunio macht den Check!

Als nach zehn Spielen ohne Sieg Markus Kauczinski gefeuert wurde, lag der FC Ingolstadt am Boden. Ein Team ohne Selbstvertrauen, ohne Mumm und ohne Aussicht auf Besserung. Eigentlich. Doch die überraschende Benennung von Maik Walpurgis, der zuvor noch bei keinem Bundesligisten auf der Trainerbank saß, weckte bei den Schanzern neue Geister.

Dabei setzte der neue Coach zunächst auf eine solide Defensive und änderte die Abwehr in den ersten drei Partien kein einziges Mal. Nur am vergangenen Wochenende passte er die Formation gegen RB Leipzig etwas an und ließ mit einer Dreierkette spielen – auch das brachte Erfolg. Der FCI besiegte den bis dahin ungeschlagenen Aufsteiger mit 1:0 und holte sich einen wichtigen Dreier.

Da auch der SV Werder Bremen und der Hamburger SV so langsam in die Spur finden, war es für Ingolstadt wichtig, den Turnaround jetzt hinzulegen. Ansonsten hätte es bis zur Winterpause böse aussehen können.

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Doch was macht Walpurgis anders als sein Vorgänger? Er hält vor allem an seinem Personal fest. Spieler wie Anthony Jung, Markus Suttner oder Almog Cohen gehören zum fixen Stamm, ihnen vertraut Walpurgis. Dieses Vertrauen zahlen die Akteure auch zurück.

Abwehr lässt kaum was zu und besteht auch gegen RB

Im Tor hielt Walpurgis an Kauczinskis Entscheidung fest, ab dem 10. Spieltag Martin Hansen das Vertrauen zu schenken. Der Däne überzeugte in den vergangenen Partien, ehe am Samstag gegen Leipzig verletzt vom Feld musste. Für ihn rückte Nyland ins Tor, der zu Saisonbeginn die Nummer 1 war.

Die Viererkette hatten wir schon erwähnt. Bis zum RB-Spiel bestand die Abwehrreihe immer aus Suttner (der gegen Bremen traf), Matip, Tisserand und Hadergjonaj – gegen den Aufsteiger rückte nun Roger in die Dreierkette. Auch diese Formation funktionierte.

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Vor allem Roger blüht unter dem neuen Coach richtiggehend auf und holte schon 16 Zähler – in den zehn Spielen unter Kauczinski waren es insgesamt nur vier Punkte. Im linken Mittelfeld überzeugt Jung seit drei Wochen (17 Punkte), zudem liefern Groß und Cohen konstant gute Leistungen ab.

Einzig im Angriff fehlt derzeit noch der ganze große Punktelieferant. Allerdings hat es Walpurgis geschafft, Mo Hartmann aus seinem tiefen Tal zu ziehen. Nachdem der Angreifer in der vergangenen Saison starke 86 Punkte holte, kam er in dieser Saison bis zum 10. Spieltag überhaupt nicht klar. Satte zwölf Minuspunkte standen bis dahin zu Buche.

Hartmann als Sinnbild für den Aufschwung

Mit dem Trainerwechsel kam aber der Aufschwung, sodass Hartmann seitdem elf Zähler geholt hat und beim SV Darmstadt mit seinem goldenen Tor zum Matchwinner wurde. Wenn man so will, steht der Aufschwung Hartmanns sinnbildlich für den des FCI.

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Spieler wie Dario Lezcano und Lukas Hinterseer kommen allerdings noch nicht so zur Geltung, auch weil sie meist von der Bank kommen, da Walpurgis auf Hartmann als einzige Spitze im 4-2-3-1 setzt.

Kommendes Wochenende reisen die Schanzer nach Leverkusen, wo man nicht unbedingt davon ausgehen sollte, dass es etwas zu holen gibt. Am letzten Spieltag in dieses Jahr aber ist der SC Freiburg zu Gast. Ein Team, dass sich inzwischen wieder eher auf Augenhöhe bewegt und gegen den gepunktet werden kann.

Walpurgis hat aus dem FC Ingolstadt wieder eine Mannschaft geschaffen, die schwer zu spielen ist und für jeden Gegner unangenehm sein kann. Ähnlich wie in der vergangenen Saison unter Ralph Hasenhüttl, als man nie wirklich im Abstiegskampf steckte.

Das wird in diesem Jahr definitiv der Fall sein – voraussichtlich auch bis zum letzten Spieltag. Wenn man den aktuell eingeschlagenen Weg allerdings so weitergeht, könnte es mit dem abermaligen Klassenerhalt womöglich sogar klappen.

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Autor: Florian Schimak

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