Vogt, Hübner, Hoffenheim

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In der Tabelle zwar „nur“ auf Platz fünf, doch bei Comunio hat 1899 Hoffenheim hinter Bayern und Leipzig die meisten Zähler gesammelt. Im Kader finden sich zuverlässige Punktelieferanten.

Stand der Marktwerte: 7. Februar 2016

Nach der ersten Saison-Niederlage gegen Leipzig am 18. Spieltag hat sich Hoffenheim mit einem 4:0-Sieg gegen den FSV Mainz eindrucksvoll zurückgemeldet. Coach Julian Nagelsmann hat sich  seit dem 4. Spieltag endgültig von der Viererkette getrennt und sein Gerüst gefunden. 3-5-2 heißt die bevorzugte Formation, wobei der Arbeitsbereich der Flügelspieler zwischen Abwehrkette und Außensturm recht großzügig gefasst wird. Und weil die Kraichgauer nur noch auf einer Hochzeit tanzen und ohnehin alle recht gut funktioniert, gibt es wenig Anlass zur Rotation.

Süle, Vogt und Hübner: Die Dreierkette steht

Doch wer sind die Gewinner und Verlierer im Kader der TSG? Als Basis steht Oliver Baumann zwischen den Pfosten, der in dieser Saison endlich zur Konstanz gefunden hat und derzeit mit 80 Zählern gemeinsam mit Herthas Jarstein der punktbeste Torwart ist.

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Das Herzstück der Mannschaft ist aktuell aber die Dreier-Abwehrkette. Es müsste schon der Teufel im Spiel sein, wenn Nagelsmann an der Formation Niklas Süle (85 Punkte), Kevin Vogt (60) und Benjamin Hübner (62) etwas ändern sollte. Gerade die eher klein gewachsenen Mainzer sahen gegen diese resoluten Zweikämpfer, die auch gerne mal zur Grätsche ansetzen, kein Land.

Gerade bei Hübner stellt sich die Frage, wie viele Punkte er schon haben könnte, wäre er auch in den ersten fünf Partien zum Einsatz gekommen. Natürlich muss man als Comunio-Manager den Geldbeutel inzwischen weit aufmachen – Vogt ist aktuell mit 3.750.000 noch der Günstigste dieses Trios, doch zeigt der Trend bei allen steil nach oben.

Rudy und Kaderabek mit viel Potenzial nach oben

Am meisten zugelegt hat aber Pavel Kaderabek: Der hoch veranlagte Tscheche ist im Jahr zwei endlich bei der TSG angekommen und weiß auf seiner bevorzugten rechten Außenbahn sowohl offensiv als auch defensiv zu überzeugen. Schon jetzt hat er doppelt so viele Punkte gemacht (64) wie in der gesamten Saison 2015/16.

Genau wie Kaderabek ist auch Sebastian Rudy bei Nagelsmann absolut gesetzt. Warum ihn die Bayern verpflichtet haben, bleibt für viele ein Rätsel. Wer Rudy aber in den letzten Wochen beobachtet hat, sieht beim 26-Jährigen eine enorme Entwicklung. Seine unglaubliche Ballsicherheit und Ruhe im Aufbau gepaart mit gelegentlichen Weltklasse-Flugbällen vom Format Mats Hummels machen Rudy zu einem würdigen Alonso-Nachfolger. Für einen Marktwert von 4.850.000 heißt es hier: zugreifen. Das Ende ist noch nicht in Sicht.

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Viel mehr muss man da schon für Kerem Demirbay (Marktwert 6.960.000) auf den Tisch legen. Mit 72 Punkten ist der Kreativspieler der neuntbeste Mittelfeldspieler der Liga – und das bei nur 14 bewerteten Einsätzen. Bei seinem Nebenmann Nadiem Amiri, inzwischen in den Fokus der Nationalmannschaft gerückt, wechseln sich Licht (8 Punkte und mehr) und Schatten (gar keine Punkte) hingegen noch zu häufig ab.

Als Wackelkandidat für die Startelf dürften im Moment nur Steven Zuber und Andrej Kramaric gelten. Zuber profitiert aktuell noch von den verletzungsbedingten Ausfällen von Jeremy Toljan und Philipp Ochs. Und auch der fast vergessene Marco Terrazzino – mit einem Marktwert von 390.000 noch sehr preiswert – spielt dessen Position auf Linksaußen und hat mit einem Tor und einer Vorlage gegen Mainz seine Ambitionen unterstrichen.

Schwegler und Schär außen vor – für Kramaric wird es schwer

Kramaric muss sich dagegen mit Mark Uth um den begehrten Platz neben dem gesetzten Sandro Wagner streiten, wenn dieser nach seiner Rotsperre zurückkehrt. Und das dürfte schwer werden, schließlich ist Uth der deutlich bessere Vollstrecker. Erschwerend hinzu kommt der Fakt, dass Adam Szalai inzwischen im Sturm wieder eine ernsthafte Alternative zu sein scheint. Nach seinem Doppelpack gegen Mainz scharrt auch er mit den Hufen.

Zu den klaren Verlieren gehören bei Hoffenheim vor allem Eugen Polanski, Pirmin Schwegler, Fabian Schär und Ermin Bicakcic. Sie sollten schleunigst an den Computer verkauft werden, denn die Chancen auf Einsatzzeiten dürften in den kommenden Wochen gering sein.

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Autor: Karol Herrmann

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