Julian Draxler in Aktion: Einst Königstransfer und Heilsbringer beim VfL Wolfsburg

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Der VfL Wolfburg rüstete im Sommer mit Didavi, Gerhardt und Gomez weiter auf, um dem Ziel, sich weiterhin fest unter den Top Vier der Bundesliga zu etablieren, näher zu kommen. Statt oben mitzuspielen, befindet sich der Werksklub aktuell im Abstiegskampf. Die hochtalentierte Gruppe um Draxler liefert einfach nicht ab!

Es ist schon bezeichnend, wenn die beiden Torhüter einer Mannschaft jeweils mehr Punkte haben, als die einzelnen Feldspieler. Koen Casteels (24) erhielt vom ersten bis zum achten Spieltag den Vorzug vor Torwartkollege Diego Benaglio (32). Nach der 1:3 Niederlage gegen Darmstadt 98 musste Casteels schließlich weichen und Kapitän Benaglio stand seither zwischen den Pfosten. Kurz zuvor musste bereits Trainer Dieter Hecking gehen.

Punktgleich mit Casteels und somit der beste Spieler nach Punkten im Wolfsburger Kader ist Linksverteidiger Ricardo Rodriguez. Er kommt allerdings nur aufgrund seiner zwei Tore auf diesen Wert. Am letzten Spieltag sah er, wie alle VfL-Spieler, nicht gut aus und erhielt vier Punkte Abzug für seinen Auftritt gegen die Bayern. Momentan weisen die Niedersachsen eine Bilanz von zwei Siegen, vier Remis und acht Niederlagen auf.

Jung und talentiert

Julian Draxler hat es nicht leicht in Wolfsburg. Im Sommer sprach er aus, was beim VfL keiner hören wollte und steht seither im sozialen Abseits. Sogar die eigenen Fans pfeifen ihn aus, weil er seine Wechselabsichten bereits zum Saisonbeginn öffentlich bekundete. Dass dies nicht unbedingt die besten Bedingungen sind, um Höchstleistungen auf den Rasen zu bringen, dürfte jedem klar sein. Im Winter wird das Kapitel daher wohl beendet werden.

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Daniel Didavi fiel über einen längeren Zeitraum, wegen anhaltender Knieproblem aus – auch gegen Eintracht Frankfurt wird er deshalb fehlen. Trotz seiner hohen Fehlzeiten konnte er sich allerdings 14 Punkte erspielen. Sollte er sich bald wieder komplett von seinen Knieproblemen erholen, wird er durch seine Torgefahr der Mannschaft neuen Auftrieb geben können.

Auch in der Personalie Yannick Gerhardt, der im Sommer von Ligakonkurrent 1. FC Köln zu den Niedersachsen kam, stecken viele Hoffnungen der VfL-Verantwortlichen. Dem zentralen Mittelfeldspieler gelang es in 13 Partien nicht sein volles Potenzial auszuschöpfen. Nur sechs Punkte sind viel zu wenig für einen Mittelfeldspieler mit einem Marktwert von 1.530.000.

Neben den jungen Talenten gehört auch der erfahrene Daniel Caliguri zu den Leistungsträgern. Auch ihm gelang es bisher nicht an seine Leistungen aus der Vorsaison anzuknüpfen. Vor genau einem Jahr hatte Caliguri 42 Punkte aufzuweisen. Jetzt sind es hingegen nur 14.

Der einstige Vorzeigestürmer Mario Gomez ist ebenfalls noch kein Faktor im Spiel der Wolfburger. Ihm fehlen schlichtweg die Zuspiele aus dem Mittelfeld, um konkret für Torgefahr sorgen zu können. Bei Gomez stehen drei Punkte einem Marktwert von 3.760.00 gegenüber. Hier scheint die Klasse derzeit nur auf dem Papier vorhanden zu sein.

Liegt es am Trainer?

Da der Kader zumindest auf dem Papier gespickt mit hochkarätigen Spielern ist, liegt der Verdacht umso näher, es könne am Trainer liegen. Nach mehreren Medienberichten zu urteilen könnte die Causa Valerien Ismael am Ausgang der Partie gegen Eintracht Frankfurt hängen. Laut „WAZ“ werden bereist der Portugiese Paulo Sousa und Bruno Labbadia als Kandidaten für den Trainerposten in Wolfsburg gehandelt.

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Die Vorbereitung wurde eigens für dieses Spiel in ein Trainingslager verlegt. Eine letzte Maßnahme, um den Teamgeist der VfL-Mannschaft zu beschwören. Sollte es Ismael nicht gelingen die Mannschaft punktgenau vorzubereiten und dadurch einen Sieg gegen die derzeit stark aufspielenden Hessen zu landen, dann sind nicht nur Ismaels Tage in Wolfsburg gezählt. Auch um diverse Spieler ranken sich Wechselgerüchte. So könnten vielleicht auch weitere Spieler dem Beispiel Draxler folgen.

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Autor: Peter Johann Friedrich

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