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Während Schwergewichte wie Wagner oder Terodde mit einem Transfer innerhalb der Liga eher eine Stufe nach oben geklettert sind, wollen sich Jacob Bruun Larsen, Marco Friedl, Erik Thommy, Gaetan Bussmann und Josip Brekalo mit einem Schritt zurück akklimatisieren. So steht es um ihre Perspektiven.

Jacob Bruun Larsen (VfB Stuttgart, Sturm, 590.000, -6 Punkte)

Dem dänischen U21-Nationalspieler sei ohne weiteres ein steiler Aufstieg wie Christian Pulisic zuzutrauen, so hieß es noch im Sommer aus den Reihen des BVB. Nach zähen Verletzungsproblemen hatte es Bruun Larsen aber schwer, überhaupt mal für den Kader der Schwarz-Gelben nominiert zu werden.

Die Top-Elf des 20. Spieltags

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Tor: Koen Casteels (VfL Wolfsburg) - 8 Punkte | Bildquelle: Imago

 

Der Leihe zum VfB Stuttgart machte vor allem Sinn, weil Trainer Hannes Wolf mit dem talentierten 19-Jährigen schon zweimal die A-Jugendmeisterschaft mit dem BVB geholt hat. Nun ging das Debüt für Bruun Larsen bei den Schwaben gründlich daneben: Nachdem er einen dummen Elfmeter verschuldet hatte, durfte er zur Belohnung in der Halbzeit gleich in der Kabine bleiben. Schlimmer noch: Mentor Wolf ist jetzt entlassen. Für Bruun Larsen werden sich die Karten unter Tayfun Korkut komplett neu mischen, dennoch könnte er für diesen Marktwert noch ein sehr interessanter Mann werden.

Marco Friedl (Werder Bremen, Abwehr, 760.000, 6 Punkte)

Der Österreicher könnte nach langer Zeit mal wieder einer sein, der den Sprung aus der Jugend zu den Profis des FC Bayern schafft. Ein Leihgeschäft bis 2019 nach Bremen soll das möglich machen. Ähnlich gut lief dieses Konzept einst auch mit Philipp Lahm und Toni Kroos. Werder hingegen hat nach dem Abgang von Ulisses Garcia einen Engpass auf der Linksverteidiger-Position.

Dort muss sich Friedl mit Ludwig Augustinsson messen. Der Schwede ist noch nicht die große Verstärkung, die man sich vielleicht vor der Saison erhofft hat. Die Leihgabe aus Bayern wäre zumindest eine defensiv stabilere Variante im Vergleich zu Augustinsson, schließlich kann Freidl auch als Innenverteidiger agieren. „Wir trauen ihm kurzfristig die Bundesliga zu“, so Florian Kohfeldt, der ihn am 20. Spieltag nach zwei Einheiten direkt in den Kader berief. Prognose: Mittelfristig wird Friedl aber trotzdem nur das Augustinsson-Backup sein.

Erik Thommy (VfB Stuttgart, Mittelfeld, 740.000, 8 Punkte)

In der vergangenen Saison war Erik Thommy einer der Aufstiegshelden unter Heiko Herrlich bei Jahn Regensburg, musste nach Leihende aber wieder zum FC Augsburg zurück. Dort musste sich der 23-Jährige in der Hinrunde sehr strecken, um auf Einsatzzeiten zu kommen, ein Riss der Syndesmose kam obendrauf.

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In seinen wenigen Spielminuten hat Thommy aber durchaus angedeutet, dass er für die Bundesliga gewachsen ist. Während es in Augsburg kein Vorbeikommen am derzeit so starken Caiuby gab, ist die Konkurrenz beim VfB auf Linksaußen mit Berkay Özcan, Takuma Asano oder etwa auch Jacob Bruun Larsen deutlich überschaubarer. Mit durchschnittlich zwei Punkten pro Spiel ist Thommy deshalb auch bei Comunio ein interessanter Kandidat.

Josip Brekalo (VfL Wolfsburg, Sturm, 2.590.000, 39 Punkte)

Brekalo war zwar in der Hinrunde beim VfB Stuttgart selten über die vollen 90 Minuten zu sehen, dennoch ein absoluter Leistungsträger bei den Schwaben. Bei den Gomez-Verhandlungen musste der VfB im Gegenzug seine Leihgabe aus Niedersachsen dann ein halbes Jahr früher zum VfL Wolfsburg zurückgeben, als ursprünglich geplant.

Nun ist Brekalo gewiss kein Gomez-Ersatz. Der 19-Jährige Serbe war eigentlich fest auf einer Position im offensiven Mittelfeld als Stammspieler eingeplant, die er alle spielen kann. Inzwischen hat sich aber Neuzugang Renato Steffen auf der rechten Seite festgespielt und wenn sie beide fit sind, kommt Martin Schmidt nicht an Yunus Malli und Daniel Didavi vorbei. So blieb Brekalo am 20. Spieltag nur noch ein Platz auf der Bank, was ihn für den aktuellen Preis zu einem Risikofaktor macht.

Gaetan Bussmann (SC Freiburg, Abwehr, 170.000, 0 Punkte)

Der Franzose war in dieser Saison noch ohne Einsatz bei Mainz, sucht nun in Freiburg eine neue Herausforderung, vor allem aber mehr Spielzeit. Bundesliga-Tauglichkeit hat der 26-Jährige in der Vergangenheit durchaus schon einmal durchblitzen lassen, doch ist er auf der Linksverteidiger-Poition nicht mehr als ein Backup für den derzeit starken Christian Günter.

Da Freiburg aber eine Kaufoption nach der Leihe im Sommer besitzt, könnte Bussmann vieleicht schon ein Vorgrifff auf die neue Saison sein, denn Günter hat inzwischen schon Begehrlichkeiten geweckt – etwa bei Mönchengladbach. So oder so: Da sich Bussmann noch am unteren Marktwertende bewegt, kann sich jeder Manager, der ihn verpflichtet, über eine steigende Aktie freuen.

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Autor: Karol Herrmann

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