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Spanier stehen in der Bundesliga seit längerem für Qualität. Doch zumindest bei Comunio liefern die Südländer inzwischen nicht mehr allzu zuverlässig. Die Rangliste von Martinez bis Coke.

„Keine Totalausfälle, sie liefern einfach ziemlich gut ab“, so noch Comunioblog im Mai, als wir die Spanier zuletzt unter die Lupe nahmen. Ein halbes Jahr später sieht die Welt schon ganz anders aus. An der Spitze nicht mehr überragend, gesellen sich jetzt auch noch ein paar Enttäuschungen hinzu.

 Martinez sticht Thiago aus

Den Platz an der Spitze hat sich Javi Martinez von seinem Mannschaftskollegen Thiago weggeschnappt. Martinez ist ein großer Profiteur der Heynckes-Rückkehr. Der Trainer hat ihm nicht vergessen, dass er großen Anteil am Triple 2013 hatte und beorderte ihn auf seine einstige Position ins defensive Mittelfeld zurück. In der Innenverteidigung wäre ihm hinter Hummels, Boateng und Süle wohl nur noch der vierte Platz in der Hierarchie geblieben.

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44 Punkte sind jetzt keine Überleistung, gemessen an nur elf Einsätzen aber durchaus stark für einen Defensiv-Mann. Bezeichnend: 34 seiner 44 Punkte holte Martinez unter Heynckes. Thiagos Saison ist gemessen an der Spielzeit 2016/17 (184 Punkte) aber dennoch enttäuschend. Zwar plagte sich der Spanier mit vielen Blessuren herum, das Prädikat Weltklasse war bei ihm in der Hinrunde aber schon seltener zu sehen, etwa beim 5:0 gegen Freiburg am 8. Spieltag. Auch zum Rückrundenstart wird der von muskulären Problemen geplagte Edeltechniker wohl ausfallen.

Bartra zwischen Himmel und Hölle

Den 2. Platz teilt sich Thiago deshalb mit Marc Bartra. Sah es am Anfang noch so aus, als würde der Dortmunder in dieser Saison den großen Durchbruch schaffen, fiel auch er gemeinsam mit der restlichen Mannschaft in die Krise. Zwischenzeitlich beorderte ihn Ex-Trainer Peter Bosz sogar auf die ungewohnte rechte Seite, was seiner Leistung nicht unbedingt zuträglich war. Und so sind alleine die beiden herausragenden Tagesleistungen gegen Wolfsburg und Bayern mit je einem Treffer für 26 seiner 40 Punkte verantwortlich. Unter Peter Stöger muss sich Bartra jetzt aber erst einmal wieder einen Stammplatz erarbeiten, zuletzt hatte Ömer Toprak die Nase vorne.

Wolfsburgs Ignacio Camacho kann als klarer Gewinn für seine Mannschaft betrachtet werden. Der Neuzugang als Malaga bekam gleich die Kapitänsbinde überreicht und legte mit 22 Punkten in neun Spielen gut los, ehe ihn eine Knöchelverletzung außer Gefecht setzte.

Mere enttäuscht, Bernat zumindest nach Punkten gut

Enttäuschend hingegen Kölns Jorge Mere (12 Punkte), in seinem Heimatland bisweilen als perfekte Mischung aus Pique und Ramos abgefeiert. Erst durch die Personalnot in der Schlussphase der Hinrunde kam er überhaupt zu regelmäßigen Einsätzen. Wer als Innenverteidiger aber gleich seinen Kopf beim abgeschlagenen Tabellenletzten hinhalten muss, hat es natürlich auch nicht leicht. Einen Stammplatz in der Rückrunde wird es für ihn wohl nur in einem System mit Dreier-Abwehrkette geben. Am Duo Heintz/Sörensen wird er es schwer haben, vorbeizukommen.

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Für Bayerns Juan Bernat, der verletzungsbedingt nur auf zwei Einsätze kam, können sich acht Punkte zwar sehen lassen, doch deutet alles darauf hin, dass sich die Wege des Linksverteidigers und der Bayern zeitnah trennen werden, denn mehr als eine Backup-Option für David Alaba stellt der 24-Jährige einfach nicht dar.

Coke und Jairo fliehen

Jairo Samperio (4 Punkte) wähnten wir bereits im Mai auf dem absteigenden Ast, in der Hinrunde konnte er sogar froh sein, wenn er mal für den 18er-Kader nominiert wurde. Die logische Folge: Er hat Mainz in Richtung Kanaren zu Las Palmas verlassen. Auch weg ist Schalkes großes Missverständnis Coke, zumindest mal leihweise. Warum es mit den Knappen und dem dreimaligen Europa-League-Gewinner nicht funktioniert hat, bleibt ein großes Rätsel. Unter Tedesco hat der gelernte Rechtsverteidiger wohl einfach nicht ins System mit Dreierkette gepasst, so einer der populärsten Erklärungsversuche. Es scheint trotz der Leihe mehr als fraglich, ob er noch einmal zurückkehrt, denn seine Wohnung hat er bereits geräumt.

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Ohne Bewertung, weil ohne Einsatz, bleiben Frankfurts Omar Mascarell und Schalkes Pablo Insua. Während Insua mit einer Herzmuskelentzündung wohl noch länger pausieren wird, hat Mascarell bereits zum Rückrundenstart wieder voll mit der Mannschaft trainiert. Seine 62 Punkte aus der Vorsaison dürfen Comunio-Managern, die auf ihn bauen, jetzt Hoffnung machen.

Die Rangliste im Überblick:

1. Javi Martinez (Bayern München, Mittelfeld, 44 Punkte)
2. Marc Bartra (Borussia Dortmund, Abwehr 40 Punkte)
2. Thiago (Bayern München, Mittelfeld, 40 Punkte)
4. Ignacio Camacho (VfL Wolfsburg, Mittelfeld, 22 Punkte)
5. Jorge Mere (1. FC Köln, Abwehr, 12 Punkte)
6. Juan Bernat (Bayern München, Abwehr, 8 Punkte)
7. Jairo Samperio (FSV Mainz 05, Sturm, 4 Punkte)
8. Coke (Schalke 04, jetzt UD Levante, Abwehr, 0 Punkte)

Ohne Bewertung:
Pablo Insua (Schalke 04, Abwehr)
Omar Mascarell (Eintracht Frankfurt, Mittelfeld)

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Autor: Karol Herrmann

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