Eintracht-Neuzugang Marijan Cavar im Comunio-Check: Marktwert, Chancen, Potenzial

Foto: © imago/Philipp Szyza
Abdul Rahman Baba ist zurück beim FC Schalke 04 und soll schnell helfen, die Hintermannschaft der Gelsenkirchener zu verstärken. Und wie wir Baba aus seiner Bundesligazeit kennen, sollte das gelingen. Wir haben uns den Ghanaer anlässlich seiner Rückkehr mal genau angeschaut.

Position: Abdul Rahman Baba wurde geholt, um als linker Verteidiger das Level der Schalker Abwehr zu erhöhen. Dort stand mit Bastian Oczipka lange nur ein gelernter „Fachmann“ für diese Position zur Verfügung, nun wird der Ex-Frankfurter mit Baba um den Stammplatz wetteifern müssen. Erreicht Baba sein Niveau von seinem ersten Gastspiel in Gelsenkirchen, wird der 23-Jährige schnell zur festen Größe im Spiel der Königsblauen werden.

Bisherige Karriere: Die bisherige Laufbahn von Abdul Rahman Baba ist der Stoff, aus dem die Träume sind – oder zumindest startete sie dort, nämlich beim Dreams FC in Ghana. Von dort wechselte der damals 17-Jährige 2012 für 150.000 Euro zu Greuther Fürth und dann ging es richtig los: Zwei Jahre Fürth, dann der Wechsel zum FC Augsburg.

Nach insgesamt 51 Bundesliga- und 24 Zweitligaeinsätzen entdeckte der große FC Chelsea den Mann vom Dreams FC und griff ganz tief in die Tasche. 20 Millionen Euro wechselten den Besitzer und Baba an die Stamford Bridge. Und dort kam Baba in seiner Premierensaison auf immerhin 15 Spiele in der Premier League, konnte sich aber nicht endgültig als Stammspieler durchsetzen. Folgerichtig verliehen die „Blues“ den Verteidiger wieder und beim FC Schalke etablierte sich der 26-malige Nationalspieler zunächst als Stammspieler, musste aber auch über längere Phasen zuschauen, auch, weil mit Sead Kolasinac ein starker Konkurrent im Kader war.

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Als linker Verteidiger oder im Mittelfeld absolvierte Baba in der Hinrunde 16/17 13 Spiele, bis ihm beim Afrikacup das Kreuzband riss – und damit das erste Gastspiel bei den Königsblauen vorzeitig beendet war. Beim FC Chelsea unter Antonio Conte sah der Ghanaer nun trotz ausgeheilter Verletzung zumindest kurzfristig keine Chance mehr auf Einsätze, entsprechend schnell war man sich über eine Leihe zurück zum FC Schalke einig. Diesmal dauert das Gastspiel hoffentlich länger als eine Halbserie, der Leihvertrag läuft bis Ende der kommenden Saison.

Einstiegsmarktwert: Mit 3.170.000 liegt der Neuzugang zum Start deutlich über den 2.520.000 von Konkurrent Oczipka, der immerhin 19 Einsätze in dieser Saison hatte und zumindest respektable 40 Comunio-Punkte sammeln konnte.

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Situation: „Er ist seit geraumer Zeit wieder im normalen Training. Und er hat im Zweitteam von Chelsea letzte Woche das erste Spiel absolviert“, erklärte Schalke-Manager Christian Heidel jüngst, aber sagte auch: „Wir werden ihm die Zeit geben, die er benötigt.“ Soll heißen: Am Wochenende wird Baba wohl nicht auf Anhieb zum Kader oder gar zur ersten Elf gehören. Wie schnell der Ghanaer auf sein altes Niveau kommen kann, bleibt abzuwarten.

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Marktwertpotenzial: Mit einem Einstiegsmarktwert von 3.170.000 ist Baba, auch angesichts seiner Verletzungshistorie und einem kompletten Jahr ohne nennenswerte Einsätze vom Start weg recht hoch bewertet. Und Konkurrent Oczipka ist zwar kein Kandidat für die Nationalmannschaft, erledigt seinen Job in einer solide funktionierenden Schalker Defensive aber durchaus anständig. Es ist also nicht gesagt, dass der Neuzugang schnell in der Startaufstellung landen wird.

Hier ist also erstmal Vorsicht angesagt. Zum Zeitpunkt seines verletzungsbedingten letzten Abschieds aus der Bundesliga, stand Babas Marktwert bei 2.200.000, nachdem er mit verheißungsvollen 5.800.000 in die Saison 16/17 gestartet war. Tendenz: Der augenblickliche Marktwert ist wohl zu hoch, wird zwar aufgrund des stets vorkommenden Neuzugang-Hypes steigen, aber anschließend deutlich fallen.

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Autor: Till Erdenberger

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