Foto: © imago/Jan Huebner
1899 Hoffenheim geht in die erste Saison mit Europapokalteilnahme. Die Euphorie und Überzeugung ist groß und auch der Kader lässt darauf schließen, dass das Unternehmen erfolgreich sein wird. Für Comunio könnten die Kraichgauer allerdings nicht mehr ganz so interessant sein. 

Kaderwert: 82,78 Mio.

Kaderpunkte im Vorjahr: 1612

Comunio-Platzierung nach Gesamtmarktwert: 4

Bester Spieler: Andrej Kramaric (159 Punkte, 8,74 Mio.)

Die Situation: Es war die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte für Hoffenheim. Die Euphorie nach dem erstmaligen Erreichen eines internationalen Wettbewerbs ist groß. Daran ändert auch das Hammerlos FC Liverpool in der Champions-League-Qualifikation nichts. Selbstbewusst verkündete Trainer Julian Nagelsmann nach der Auslosung, dass er bereits einen Plan habe. 

Und doch wird es ein ganz neues Erlebnis. Die wenigsten Spieler verfügen über große internationale Erfahrung, die ungewohnte Doppelbelastung kommt noch hinzu. „Wir wissen, dass das eine Herausforderung ist, aber wir wollen sie mit ganz viel Mut und Ehrgeiz angehen“, erklärt Nagelsmann im kicker.

Ein großer Trumpf wird dabei die Flexibilät des Kaders sein. Viele Spieler können mehrere Positionen spielen, das ganze Team ist in der Lage, auch während des Spiels, das System zu wechseln. Zudem werden die Hoffenheimer mehr rotieren als in der Vorsaison.

Doch in der Verteidigung ist die Sache ziemlich klar. Oliver Baumann bleibt die Nummer 1, die Dreierkette davor bilden Kevin Vogt, Benjamin Hübner und Havard Nordtveit, der den nach München gewechselten Niklas Süle ersetzt. Die Backups sind Ermin Bicakcic und Justin Hoogma. 

Die zehn besten Hoffenheimer der Saison 16/17

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Platz 10: Steven Zuber, Mittelfeld, 88 Punkte in 23 Spielen, Bildquelle: Imago

Auf den Außenbahnen hat rechts Pavel Kaderabek die Nase vorn, Jeremy Toljan, der weiterhin Wechselgedanken hegt, ist der Ersatz. Links bleibt Steven Zuber erste Wahl vor Neuzugang Nico Schulz. Im defensiven Mittelfeld suchen die Hoffenheimer noch nach einer Verstärkung.

Zwar soll Florian Grillitsch den Rudy-Ersatz geben, aber da auch Pirmin Schwegler den Verein verlassen hat, ist hier noch eine Planstelle frei. Kapitän Eugen Polanski ist wieder näher an die Stammplätze herangerückt und dürfte mehr Einsatzzeiten bekommen. 

Im zentralen Mittelfeld hängt es zudem ein bisschen von der Grundordnung ab, wer spielt. Ein 3-1-4-2 ist genauso möglich wie ein 3-4-2-1. Wenn nur eine Spitze gefragt ist, sollte diese Sandro Wagner heißen. Dahinter wäre dann Platz für zwei Spieler aus dem Quintett Amiri, Kramaric, Gnabry, Demirbay und Uth. Sind zwei Stürmer gefragt, kämen auch Gnabry, Kramaric, Uth oder Szalai neben oder anstatt Wagner in Frage. Kerem Demirbay und Lukas Rupp können auch das offensive Pendant in einer Doppelsechs geben. 

Der Kader ist so groß wie lange nicht mehr und bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten. Bei Comunio wird es daher nicht immer ganz einfach sein, die richtigen Hoffenheimer aufzustellen. Die neue Regel, wonach Spieler schon nach zehn Minuten Einsatzzeit bewertet werden, ist da sicher ein Vorteil.

Comunios Player to watch: Serge Gnabry. Nach seinem Abgang in Bremen fühlte er sich noch nicht reif genug, um sich dem Konkurrenzdruck bei den Bayern zu stellen. Es folgte die Ausleihe nach Hoffenheim, wo der Druck allerdings nicht minder klein sein wird. Hier muss er abliefern und das in einem System, das ihm in Bremen schon Probleme bereitete. Während seiner extrem starken Hinrunde spielte Werder noch mit Flügelspielern. Daher wird es spannend zu sehen sein, wie polyvalent Gnabry wirklich ist.  

Youngster to watch: Florian Grillitsch. Auch den Österreicher zog es aus Bremen ins Kraichgau. Der 22-Jährige schaffte in der Vorsaison den Durchbruch und folgte nun den Lockrufen von Nagelsmann. Eigentlich ist die Ausgangssituation für ihn auch super, ist Hoffenheim doch auf der Sechs nicht herausragend besetzt. Jetzt muss er beweisen, dass es schon für die oberste Kategorie reicht. 

Prognose: Hoffenheim bleibt weiterhin ein spannende Mannschaft mit einem überragenden Trainer. Selbst wenn sie die Champions League verpassen, wird es interessant sein, wie Spieler und Trainer mit der neuen Erfahrung Doppelbelastung umgehen werden. Es ist Hoffe zuzutrauen auch in der nächsten Spielzeit, sich für den internationalen Wettbewerb zu qualifzieren. Der Kader ist umsichtig zusammengestellt und die Entscheider haben einen Plan. Eventuell geht es sogar direkt in die Champions League. 

Bisherige Transferaktivitäten:

Zugänge: Florian Grillitsch (Werder Bremen), Serge Gnabry (Bayern München, Leihe), Justin Hoogma (SC Heracles Almelo), Havard Nordtveit (West Ham United), Robert Zulj (Greuther Fürth), Nico Schulz (Borussia Mönchengladbach), Kevin Akpoguma (Fortuna Düsseldorf, Rückkehr nach Leihe), Robin Hack (eigene U19), Stefan Posch (eigene U23), Meris Skenderovic (eigene U23), In-Hyeok Park (FC Luka Koper, Rückkehr nach Leihe), 

Abgänge: Niklas Süle (Bayern München), Sebastian Rudy (Bayern München), Pirmin Schwegler (Hannover 96), Fabian Schär (Deportivo La Coruna), Marco Terrazzino (SC Freiburg), Danilo Soares (VfL Bochum)

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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