Peter Stöger blickt auf eine eher suboptimale Rückrundenvorbereitung beim BVB.

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Borussia Dortmund hat sich nach der turbulenten Hinrunde unter Peter Stöger zum Jahresende wieder gefangen. Die Vorbereitung auf die Rückrunde lief allerdings wieder alles andere als optimal – doch einen Hoffnungsschimmer gibt es.

Kaderwert: 117.330.000
Kaderpunkte: 853
Comunio-Platzierung: 2.
Bester Spieler: Pierre-Emerick Aubameyang (84)

Die Situation: Eins vornweg: Der BVB ist Tabellendritter und hat lediglich zwei Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten, der allerdings FC Schalke 04 heißt. Denn eigentlich ist nur der Tabellenplatz aktuell das einzig Positive am sonst recht grauen BVB-Himmel.

Das Trainingslager in Marbella verlief alles andere als optimal. Zuerst grassierte ein Magen-Darm-Virus in der Mannschaft und legte teilweise neun Spieler flach. Unter anderem war vor dem Test gegen die Belgier aus Zulte Waregem (3:2) keiner der drei Keeper (Bürki, Weidenfeller, Reimann) spielfähig, sodass die zwei Torhüter aus der Regionalligamannschaft eingeflogen werden mussten, um das Testspiel stattfinden zu lassen.

Zudem verletzten sich Marcel Schmelzer (Wade) und Raphael Guerreiro (Oberschenkel) und um Pierre-Emerick Aubameyang gab es abermals Transferspekulationen aus China. Eine perfekte Vorbereitung auf die am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg beginnende Rückrunde sieht wahrlich anders aus.

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Platz 10: Marc Bartra, Abwehr, 40 Punkte in 11 Spielen | Bildquelle: Imago

Auch das erneut unglückliche Verhalten von Aubameyang, der seinen Vater und seine zwei Brüder aus Accra, wo die Preisverleihung zu Afrikas Fußballer des Jahres stattfand, mit ins Mannschaftshotel nahm und sie dort einquartierte, sorgte abermals für Verwunderung bei den BVB-Bossen.

Zu guter Letzt brach der BVB auch noch verfrüht die Heimreise aus Spanien an, weil das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte.

Aber: Es gab auch positive Dinge zu vermelden. Lukasz Piszczek ist wieder fit und steht am Sonntag zur Verfügung. Auch Mario Götze und Gonzalo Castro, die sich zum Jahresende verletzten, trainierten in Marbella mit dem Team und zeigten im Testspiel, dass sie gegen Wolfsburg eine Option für die Startelf sind.

Der größte Lichtblick aber ist die Rückkehr von Marco Reus in das Mannschaftstraining – auch wenn der Offensivmann noch nicht alle Einheiten mit dem Team absolvieren konnte. „Mir geht es gut, es läuft alles nach Plan“, sagte Reus in Marbella. „Es spricht nichts dagegen, dass ich der Mannschaft sofort weiterhelfen kann“, erklärte der 28-Jährige, „ich bin von mir überzeugt.“

Inwieweit Stöger ihn bereits gegen die Wölfe einplant, bleibt abzuwarten. Immerhin hat Reus seit knapp neun Monaten kein Pflichtspiel mehr bestritten. Mit Hinblick auf die anstehende WM im Sommer, darf man eher davon ausgehen, dass Stöger ihn erst behutsam heranführen wird.

Interessanterweise liegt der BVB trotz der Achterbahnhinrunde im Comunio-Ranking weiterhin auf Platz zwei.

Das sagten wir vor der Saison: „Der Kader ist ausgeglichen besetzt, mit Peter Bosz kam ein positiv wirkender Typ für den Trainerposten. Mit Nuri Sahin teilte der Niederländer einem alteingesessenen Dortmunder wieder eine Führungsrolle zu. Das Gerüst aus der letzten Saison steht ohnehin. Bringt Bosz die zusätzlich vielversprechenden Youngster weiter nach vorn, kann der BVB – Achtung, kühne These – mit etwas Glück und einem verbleibenden Dembele sogar den Bayern gefährlich werden. Die Außenbahnen, lange Zeit der größte Trumpf des Rekordmeisters, gleichen sich mit den nicht jünger werdenden Arjen Robben und Franck Ribery jedenfalls immer weiter an. Läuft alles normal, ziehen die Westfalen als Zweiter in die Champions League ein. Läuft es schlecht, droht Platz vier.“ Dass der BVB eine derart turbulente Hinrunde mit dem besten Saisonstart der Vereinsgeschichte und den darauffolgenden Absturz abliefert, hätte wohl niemand erahnen können.

Comunio-Player to watch: Jadon Sancho (Sturm, 1,22 Mio., 2 Punkte) Der Neuzugang von Manchester City kam in dieser Spielzeit zwar erst in zwei Partien zum Einsatz, doch unter Peter Stöger durfte er als einziger neben dem Innenverteidiger-Duo Sokratis/Zagadou 90 Minuten ran. Ein Fingerzeig, dass Stöger auf den 17-Jährigen baut? Außerdem wurde Andre Schürrle mit einem Leihgeschäft in Verbindung gebracht. Ein weiteres Zeichen, dass Sancho in der Rückrunde mehr Spielzeit bekommen könnte.

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Prognose: Dass die 13 Punkte auf den FC Bayern uneinholbar sind, dürfte klar sein. Zwischen Platz zwei und sechs ist dem BVB nach dieser Hinrunde aber alles zuzutrauen.

Zugänge: Keine

Abgänge: Keine

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Autor: Florian Schimak

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