Leon Bailey gehört zu Bayers besten Akteuren in dieser Spielzeit.

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Auch wenn Bayer Leverkusen unter Heiko Herrlich einen katastrophalen Saisonstart hingelegt hatte, steht die Werkself zur Winterpause auf einem Champions-League-Platz – und das völlig verdient. Dass Bayer nächstes Jahr wieder international kickt sollte ein Selbstläufer sein, oder?!

Kaderwert: 79.190.000
Kaderpunkte: 761
Comunio-Platzierung: 3.
Bester Spieler: Leon Bailey (96)

Die Situation: Eigentlich müsste die Stimmung unter dem Bayerkreuz durchweg positiv sein. Kaum Verletzte, keine Reisestrapazen bezüglich eines Trainingslagers in Südeuropa, Platz vier in der Liga und zudem mit Leon Bailey noch einen der besten Spieler der Hinrunde in seinen Reihen halten können, auch wenn die Premier League in Form des FC Chelsea mit wedelnden Scheinen lockte.

Dennoch zeigte sich Heiko Herrlich nach den zwei Testspielen gegen Preußen Münster (2:2) und der Spvgg Greuther Fürth (2:1) sichtlich angefressen.  „Dieses Thema haben wir in dieser Saison ja oft gehabt“, sagte der Coach und klagte über die unzureichende Chancenverwertung: „Da sind wir jetzt nicht wirklich weitergekommen.“ Zwar lobte er die Leistung gegen den Zweitligisten, „aber das Spiel musst du 4:0 gewinnen.“

Wenn man bedenkt, dass Leverkusen unter dem neuen Coach im Sommer alles andere als gut gestartet war (nach fünf Spiele einen Sieg, ein Remis und drei Niederlagen), ist das aktuell Jammern auf hohem Niveau. Doch Herrlich weiß eben, wieviel Qualität in seiner Truppe steckt. Seit dem 5. Spieltag und dem 2:1 bei der Hertha ist seine Truppe ungeschlagen – in der heimischen BayArena gab es gar noch gar keine Niederlage.

Die zehn besten Leverkusener der Hinrunde 17/18: Shooting Star vor Torjäger und Neuzugang
Leverkusener Leistungsträger: Leon Bailey und Kevin Volland

Bayer 04 Leverkusen verfügt über viele interessante Spieler - und Heiko Herrlich ist es gelungen, daraus ein Team zu formen. Jeder Mannschaftsteil punktet so gut, dass es Keeper Leno nicht in die Top ten der Hinrunde geschafft hat!

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Dennoch versucht Herrlich die Sinne zu schärfen, geht es doch am Freitag zum Rückrundenauftakt gegen den FC Bayern. Der ist zwar tabellarisch soweit entfernt, wie Deutschland aktuell vom Sommer (13 Zähler), doch die Werkself hat in der Hinrunde durchaus bewiesen, dass sie den Rekordmeister an einem guten Tag schlagen kann.

Mit ein Grund dafür ist natürlich Leon Bailey, der sich in der abgelaufenen Hinrunde zu einem der besten Spieler der Bundesliga entwickelt hat. Nun gilt es für den Jamaikaner die starke Hinserie zu bestätigen. Generell zeigten die Offensivspieler eine starke Leistung. Kevin Volland beispielsweise lieferte bislang die beste Saison im Bayer-Trikot ab (75), auch Julian Brandt, Admir Mehmedi oder Kai Havertz machten noch einmal einen Schritt nach vorne. Mit den beiden Benders hat man zudem an defensiver Stabilität gewonnen.

Außerdem zeigte Karim Bellarabi nach seiner desaströsen Hinserie in der kurzen Vorbereitung eine ansprechende Leistung. Bitter, dass sich der Außenbahnspieler im Test gegen Münster eine schmerzhafte Schienbeinprellung zuzog – dennoch dürfte er gegen den Tabellenführer eine Option sein.

Auch die Südamerika-Connection befindet sich in einer ordentlichen Verfassung. Vor allem Lucas Alario hinterließ gegen Preußen einen starken Eindruck und erzielte beide Treffer.

Testspiele: Defensivschwache Bayern mit Elf-Minuten-Dreierpack, H96 und VfB souverän

Die Bundesligisten nutzen die kurze Winterpause für einige Testspiele. Am Montag und Dienstag testeten mit VfB Stuttgart, Borussia Dortmund, Hannover 96 und Bayern München gleich vier Bundesliga-Clubs. Eine Zusammenfassung der vier Spiele in der Comunio-Analyse.

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Das sagten wir vor der Saison: „2016/17 war ein Betriebsunfall. Die Rückkehr ins internationale Geschäft ist Pflicht und wenn es Heiko Herrlich gelingt, aus dem starken Kader auch eine starke Mannschaft zu machen, wird die Werkself auch wieder unter die Top-5 kommen. Die wieder vereinten Bender-Zwillinge haben, bleiben sie fit, beste Voraussetzungen die Mannschaft zu führen. Comunio-Manager sind mit Bayer-Spieler aber ohnehin gut bedient: Während Leverkusen in der Realität bis zuletzt um den Klassenerhalt kämpfte, war der Bayer-Kader bei Comunio nach dem 34. Spieltag immerhin auf Platz 8.“ Da lagen wir doch gar nicht so verkehrt. 

Comunio-Player to watch: Karim Bellarabi (Sturm, 3,17 Mio., 33 Punkte) Auch wenn sich der Ex-Nationalspieler in der Vorbereitung leicht verletzte – Bellarabi hat sich aus seinem (Leistungs-)Tal gekämpft. Natürlich ist die Konkurrenz in der Offensive nicht geringer geworden, doch der 27-Jährige deutete schon zum Ende der Hinrunde an, dass er für Herrlich wieder eine wichtige Option werden könnte. Bleibt er fit, könnte mit Bailey, Volland, Brandt, Havertz und Co. eine Monster-Angriffsreihe bilden.

Die zehn besten Leverkusener der Hinrunde 17/18

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Platz 10: Kai Havertz, Mittelfeld, 34 Punkte in 14 Spielen | Bildquelle: Imago

Prognose: Die Werkself ist nicht nur talentiert, sondern hat sich unter Herrlich auch nochmal qualitativ einen Schritt weiterentwickelt. Das Überwintern auf einem Champions-League-Platz gibt weiteres Selbstvertrauen für die Rückrunde, doch hinter dem FC Bayern ist es bis Platz acht brutal eng. Die Königsklasse sollte machbar sein, wenn Leverkusen die zuletzt gezeigte Konstanz fortsetzt.

Zugänge: keine

Abgänge: Ramalho (RB Salzburg, 0,8 Mio.)

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Autor: Florian Schimak

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