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Lucien Favre prägte einst den Begriff „polyvalent“. Gemeint sind Spieler, die flexibel einsetzbar sind und damit ihre Einsatzchancen erhöhen. In dieser Saison profitieren vor allem diese fünf Akteure davon.

Benjamin Pavard (VfB Stuttgart, Abwehr, 4.100.000, 49 Punkte)

Vom Bruder Leichtfuß zu Anfangszeiten in der 2. Bundesliga hat es der 21-Jährige beim VfB binnen kurzer Zeit zum französischen Nationalspieler gebracht. „Er zeigt die richtige Mischung aus spielerischem Ansatz und Konsequenz“, lobt etwa sein Trainer Hannes Wolf die steile Entwicklung seines Defensiv-Spezialisten, der für ihn so unverzichtbar ist, dass der 2017/18 nicht eine Sekunde verpasst hat.

Das liegt vor allem auch an der großen Flexibilität Pavards. Zwischen seiner angestammten Position als Innenverteidiger pendelte er vor allem zu Beginn der Saison auch auf die rechte Abwehrseite sowie ins defensive Mittelfeld. Bei OSC Lille in der Ligue 1 hatte Pavard außerdem noch links verteidigt und als Achter agiert. Kurzum: Pavard kann mit Ausnahme des Torhüters jede Position in der Defensive übernehmen.

Raphael Guerreiro (Borussia Dortmund, Abwehr, 5.910.000, 7 Punkte)

Der Portugiese ist mal als Linksverteidiger und Backup für Marcel Schmelzer geholt worden – wohlgemerkt noch bevor er bei der Europameisterschaft für Furore sorgte. Doch schon Thomas Tuchel erkannte: „Guerreiro ist zu gut für eine Position“ und setzte ihn gerne als Achter ein.

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Bei Peter Bosz agiert der 23-Jährige nun vornehmlich als linker Mittelfeldspieler vor der Dreierkette oder gar als offensiver Linksaußen. Im wackeligen Dortmunder Gebilde hat er nach seiner Verletzung derzeit seinen Stammplatz sicher. Und für Comunio-Manager dürfte es von besonderer Interesse sein, dass der (noch) als Abwehrspieler geführte Guerreiro äußerst torgefährlich ist.

Thilo Kehrer (Schalke 04, Abwehr, 4.050.000, 40 Punkte)

Seine Flexibilität sorgte dafür, dass Thilo Kehrer bis zum 12. Spieltag einer der wenigen Dauerbrenner der Liga war. Der Schalker Youngster kann jeder Position innerhalb der Dreierkette begleiten, außerdem die Außenbahnen im Mittelfeld auf beiden Seiten besetzen. Vergangene Saison war er sogar im defensiven Mittelfeld zu finden.

Das Revierderby war es mit der netten Statistik dann vorbei, musste der 21-Jährige doch stark gelb-rot-gefährdet zur Halbzeit geschützt und damit ausgewechselt werden. Und nun hat Verteter Matija Nastasic erst einmal die Nase vorn. So musste der polyvalente Kehrer gegen Köln erstmals auf der Bank Platz nehmen.

Michael Gregoritsch (FC Augsburg, Sturm, 6.860.000, 69 Punkte)

In der Offensive der Augsburger findet sich für den Neuzugang vom HSV immer ein Platz, allein, weil er alles spielen kann: Als Zehner, über die Flügel, als hängende Spitze oder als Mittelstürmer hat Gregoritsch 2017/18 schon agiert. Und das überaus erfolgreich: Bei 13 Einsätzen war er an neun Toren direkt beteiligt, hat in den letzten sieben Spielen sechs Tore selbst erzielt.

Die Top-Elf des 14. Spieltags

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Tor: Koen Casteels (VfL Wolfsburg) - 8 Punkte | Bildquelle: Imago

 

Und jetzt mal zum Mitschreiben: Gregoritsch ist inzwischen der neuntbeste Comunio-Spieler und der zweitbeste Comunio-Stürmer der laufenden Saison.

Marius Wolf (Eintracht Frankfurt, Sturm, 1.660.000, 20 Punkte)

Ihn hatte wohl niemand vor der Saison auf dem Zettel, alleine, weil Marius Wolf bei Hannover 96 in der vergangenen Saison in die Reserve abgeschoben wurde. Niko Kovac kann mit den Qualitäten des ehemaligen U20-Nationalspielers aber durchaus was anfangen und inzwischen hat der einstige offensive Flügelspieler/Mittelstürmer aber einen Stammplatz in der Bundesliga.

Der 22-Jährige hat in dieser Saison eine beachtliche Entwicklung durchlaufen: Vom Tribünen- zum Bankhocker, vom offensivem Rechtsaußen zum Zehner, hat er nun im rechten Mittelfeld vor der Dreierkette seine neue Heimat gefunden. Und das macht er in der Abwesenheit von Timothy Chandler so gut, dass er in der Hierarchie am wiedergenesenen Danny da Costa vorbeigerückt ist.

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Autor: Karol Herrmann

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