Stefan Bell und Danny Latza: Zwei mit Stammplatzgarantie

Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen: In Mainz wurde der verkorkste Saisonstart mit zwei 0:1-Niederlagen gegen die Aufsteiger aus Hannover und Stuttgart inzwischen kompensiert. Personell und taktisch dreht Trainer Sandro Schwarz dabei immer wieder an einzelnen Stellschrauben und dennoch gibt es vor Torwart René Adler eine handvoll Spieler mit Stammplatzgarantie.

Schwarz wechselte von Vierer- auf Fünferkette und schickt gerade im Mittelfeld immer wieder neue Konstellationen aufs Feld. Wer Spieler mit Stammplatzgarantie sucht, wird in Mainz trotzdem fündig – und kann darauf hoffen, dass der Lauf der 05er weiter geht. Wir stellen vier Mainzer Dauerbrenner vor:

Abdou Diallo (2.770.000, Abwehr)

Neuzugang Marke „Volltreffer“: Der Kapitän der französischen U21-Nationalmannschaft steht seit dem ersten Spieltag in der Startformation von Sandro Schwarz. In sieben Spielen kommt Diallo auf 25 Punkte, nur am fünften Spieltag musste er verletzungsbedingt pausieren.

Dabei überzeugte der 21-Jährige durch große physische Präsenz und eine klare Vorwärtsverteidigung, die dem Mainzer Spiel immer wieder überraschende Impulse verpasst. Dass dabei bisweilen im Dribbling oder Passspiel für Momente der Schlendrian Einzug hält, blieb bisher ohne Konsequenzen: Abdou Diallo ist gesetzt und eine gute Investition.

Danny Latza (2.380.000, Mittelfeld)

Mit 26 Zählern Punktbester seines Teams: Danny Latza ist der Fixpunkt im Mainzer Spiel. Egal, wer sich für die Doppelsechs in Mainz aufdrängt, es geht immer nur um den Platz neben Latza. Der 27-Jährige ist der Scharnierspieler zwischen Defensive und Offensive, das strategische Element im Mainzer Spielaufbau. Dazu ist der ehemalige Schalker, der am Freitag auf seinen einstigen Verein trifft, bissig im Zweikampf, laufstark – und hat inzwischen sogar eine gewisse Torgefahr entwickelt. Wartete er auf seinen ersten Bundesligatreffer noch satte neun Jahre, stehen in dieser Saison sogar schon zwei Tore zu Buche.

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Daniel Brosinski (700.000, Abwehr)

Nie gänzlich unumstritten, aber egal, in welcher Formation Sandro Schwarz verteidigen lässt: Für Daniel Brosinski ist immer Platz. Das liegt auch an der langwierigen Verletzung seines potenziellen Herausforderers, denn Gaëtan Bussmann befindet sich derzeit noch im Aufbautraining. Wann der Franzose nach langer Verletzungspause wieder zu einer ernsthaften Alternative wird, ist nicht absehbar. Gerrit Holtmann, zum Verteidiger umgeschulter Flügelstürmer spielt trotz vielversprechender Ansätze (noch) keine Rolle in den Überlegungen des Trainers.

Beim 3:2-Heimsieg gegen den HSV sammelte Brosinski vier Punkte und stellte damit seine Saisonausbeute auf null. Tipp für sparsame Manager: Brosinski Marktwert liegt aktuell bei 700.000 – Einstiegskurs!

Stefan Bell (1.930.000, Abwehr)

Der Kapitän ist der Fixpunkt in der Mainzer Hintermannschaft und profitiert sichtlich vom Trainerwechsel, den man am Bruchweg vollzogen hat: Nach einer Saison, in der es dem Karnevalsverein über Monate nicht gelungen war, einen stabilen, soliden Defensivverbund zu organisieren, steht man seit Wochen wieder sicherer hinter dem Ball.

Weniger „wilde“ Abwehraktionen für die Innenverteidiger, stattdessen konzentriertes Verteidigen im Zweikampf: Stefan Bell kann sich wieder auf seine Stärken in Ballgewinnung und Spieleröffnung konzentrieren. Damit ist der kickende Funktionär – Bell ist „nebenbei“ Vorsitzender seines Heimatvereins – auch ganz persönlich Triebfeder und Sinnbild des Mainzer Zwischenspurts. Aber Vorsicht: Bell hat aktuell vier Gelbe Karten auf seinem Konto.

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Autor: Till Erdenberger

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