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1899 Hoffenheim hat sich am Dienstag mit dem niederländischen Juniorennationalspieler Justin Hoogma verstärkt. Comunioblog schätzt die Chancen des Neuzugangs ein, bewertet das Marktwert-Potenzial und beleuchtet die Konkurrenzsituation.

Position: Innenverteidigung. Der 19-Jährige gilt dabei als passsicher (86 Prozent angekommener Pässe) und zweikampfstark. Mit einer Körpergröße von 1,90 m verfügt zudem über Gardemaß für seine Position. Selbstredend ist er entsprechend gut in der Luft. Zudem bescheinigen ihm Scouts ein gutes Stellungsspiel. „Justin ist ein hochveranlagter Verteidiger, der als Linksfuß über einen herausragenden Spielaufbau verfügt“, lobt zudem Hoffenheims Sportdirektor Alexander Rosen seinen Neuzugang. 

Bisherige Karriere: Hoogma wurde in der Jugend von Twente Entschede ausgebildet, wechselte aber im Januar letzten Jahres zu Heracles Almelo. Dort rutschte er nach einer Knieverletzung von Routinier Ramon Zomer vor der letzten Saison in die Stammelf und absolvierte alle 34 Spiele der Erendivisie über 90 Minuten. Er ist damit der jüngste Spieler in der Geschichte, dem dies gelang. Wem der Name Hoogma bekannt vorkommt, hat sich nicht getäuscht. Justin ist der Sohn des ehemaligen HSV-Verteidiger Nico-Jan. Der Linksfuß bestritt bislang vier Spiele für die niederländische U19. 

Die heißesten Transfer-Gerüchte

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Alexis Sanchez (FC Arsenal, FC Bayern): Der Chilene ist bei zahlreichen europäischen Topclubs auf der Einkaufsliste, so auch beim FC Bayern.

Einstiegsmarktwert: 1,5 Millionen. In letzter Zeit wechselten einige Innenverteidiger-Talente in die Bundesliga. So sicherte sich Dortmund die Dienste von Dan-Axel Zagadou (PSG) und Leipzig holte Ibrahima Konate (FC Sochaux, nachdem sie im Winter Dayot Upamecano verpflichteten. In ein ähnliches Raster fällt da auch Stuttgarts Mittelfeldspieler Orel Mangala. Alle drei frisch verpflichteten Talente wurden mit einer Millionen eingepflegt, Hoogma ist leicht teurer, da er bereits eine volle Profisaison als Stammspieler absolviert hat. Der „Wundertüten“-Faktor ist hier nicht so groß. 

Situation: Nach dem Abgang von Niklas Süle Richtung München finden sich mit Hoogma fünf Innenverteidiger im Kader. Die letztjährigen Stammkräfte Benjamin Hübner und Kevin Vogt sollten weiterhin gesetzt sein. Um die vakante Position in der Dreierkette kämpfen nun also Ermin Bicakcic, Hoogma und wohl ein noch zu verpflichtender Spieler. Fabian Schär dagegen dürfte vor dem Absprung stehen. Es halten sich weiter die Gerüchte, dass Hoffenheim an einer Verpflichtung von Dortmunds Matthias Ginter interessiert ist.

Es werden also letztlich fünf Innenverteidiger um drei Plätze kämpfen. Dabei wäre es sicher vermessen zu sagen, dass Hoogma sich auf Anhieb durchsetzen wird. Zu groß sind die qualitativen Unterschiede zwischen Almelo und Hoffenheim. Durch die Dreifachbelastung in der neuen Saison könnte der Youngster aber dennoch zu einigen Einsätzen kommen. 

Comunio-Potenzial: Erst einmal gilt für Hoogma das, was eigentlich für alle Neuzugänge gilt, man kann ihn guten Gewissens kaufen. Sein Marktwert dürfte erst einmal steigen. Doch Vorsicht, spätestens in vier Wochen kehrt sich die Marktwertkurve bei den meisten Spielern um. Dann heißt es verkaufen, denn Hoogma dürfte – wie bereits erwähnt – sich nicht direkt einen Stammplatz erkämpfen. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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