Foto: © picture alliance / Gladys Chai von der Laage
Am 16. Spieltag der Bundesliga in der Saison 2015/16 kam Stefan Kießling, der schon vor seinem Abschied aus Leverkusen stand, erstmals wieder von Beginn an zum Einsatz. Im Derby zerlegte er Mönchengladbach gemeinsam mit Javier Hernandez nach allen Regeln der Kunst.

Unter der Woche hatten beide Teams bittere internationale Momente erlebt. Während Bayer nach einem unnötigen 1:1 gegen ein B-Team des FC Barcelona das Weiterkommen in der Champions League verpasste, aber dennoch 2016 in der Europa League vertreten war, musste die Borussia nach einem 2:4 bei Manchester City alle Zelte in Europa abbrechen.

Stefan Kießling kam erstmals seit dem 10. Spieltag gegen den VfB Stuttgart von Beginn an zum Einsatz. Er stürmte an der Seite von Chicharito, der in den vergangenen 13 Partien sieben Tore erzielte. Kevin Kampl und Christoph Kramer bildeten die Doppelsechs, Karim Bellarabi und Hakan Calhanoglu kamen über die Außen.

Bei der Borussia, die nach katastophalem Saisonstart (fünf Niederlagen) und Trainerwechsel in den letzten zehn Spielen unter Andre Schubert ungeschlagen geblieben war, begannen Tony Jantschke, Ibrahima Traore und Josip Drmic anstelle von Nico Elvedi, Raffael und des angeschlagenen Fabian Johnson. Zudem agierte Gladbach mit einer Dreierkette.

Erste Hälfte noch überschaubar

„Wir wollen unseren Zuschauern im letzten Heimspiel ein absolutes Highlight bieten. Wir haben sie nicht unbedingt verwöhnt“, sagte Bayer-Coach Roger Schmidt vor dem Spiel. Und die Werkself hörte auf den Trainer. Mit mehr Ballbesitz und Zweikampfstärke dominierten die Gastgeber das Geschehen. Die erste wirkliche Chance hatte dennoch die Borussia in Form von Drmic, doch Bernd Leno parierte herausragend.

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Kurz darauf war aber Kießling zur Stelle, als er eine feine Flanke von Roberto Hilbert von rechts aus kürzester Distanz Yann Sommer durch die Beine köpfte und so die Pausenführung erzielte (30.). Glück für die Borussia: Kurz vor dem Seitenwechsle feuerte Hakan Calhanoglu einen Freistoß an den Außenpfosten (41.).

In der 63. Minute klingelte es dann aber wieder im Kasten von Sommer. Nachdem zuvor Bellarabi drei gute Möglichkeiten liegen ließ, bediente der überragende Kießling seinen Sturmpartner Chicharito, der das 2:0 erzielte.

Doppelschlag als endgültiger Genickbruch

Nur drei Minuten später wuchtete Kießling eine Calhanoglu-Ecke zum 3:0 unter die Latte und erzielte so sein 138. Bundesligator, womit er die Partie entschied. Ein Doppelschlag des ebenfalls grandios aufspielenden Chicharito in der 75. und 76. Minute machte die Demontage für die Borussia perfekt.

So feierte die Werkself einen wichtigen Sieg im Kampf um die europäischen Plätze, nachdem man in den vergangenen acht Partien lediglich einen Dreier verbuchen konnte, während die Borussia erstmals nach zehn Spielen als Verlierer vom Platz ging.

 

Quelle: ComStats

Quelle: ComStats

Die Leverkusener erzielten an diesem Tag starke 99 Comunio-Punkte, vor allem Chicharito (21) und Kießling (18), der nur am letzten Treffer nicht direkt beteiligt war, rockten. Die Fohlen enttäuschten auf ganzer Linie, lediglich der eingewechselte Raffael und Granit Xhaka erhielten keine Minuspunkte.

Im direkten Duell klare Unterschiede, in der Endabrechnung nicht mehr: Am Ende der Spielzeit erreichten beide Mannschaften die Champions League, Leverkusen wurde Dritter und Gladbach qualifizierte sich nach einem 4. Platz über die Playoffs gegen die Young Boys Bern für die Königsklasse.

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Autor: Florian Schimak

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