Sejad Salihovic

Foto: ©imago/ Jan Huebner
Der Hamburger SV hat auf die Verletztenmisere reagiert und mit Sejad Salihovic einen alten Bekannten in die Bundesliga zurückgeholt. Der Bosnier konnte als vereinsloser Spieler auch nach Schließung des Transferfensters noch wechseln. 

Position: Mittelfeld. Salihovic kann im Mittelfeld mehrere Positionen bekleiden. Am wohlsten fühlt er sich in der Zentrale als Achter, aber auch auf der linken Seite und als Zehner ist der Bosnier eine Option. In seiner langen Karriere gibt es kaum eine Position, die der 32-Jährige noch nicht gespielt hat. 

Bisherige Karriere: Der Mittelfeldspieler ist in Berlin aufgewachsen und spielte bis zu seinem 15. Lebensjahr für Hertha Zehlendorf, ehe er in die U17 der großen Hertha wechselte. Für die Berliner debütierte Salihovic mit 19 Jahren in der Bundesliga. Gegner damals der Hamburger SV. Zum großen Durchbruch langte es aber nicht. Der Bosnier spielte meist im Regionalliga-Team.

2006 schloss er sich dann dem Projekt Hoffenheim ein. Die Kraichgauer spielten zwar selbst nur in der Regionalliga, hatten aber große Pläne, die sie innerhalb von kürzester Zeit verwirklichen konnten. Salihovic gehörte zu den prägenden Figuren der ersten Hoffenheimer Jahre im Profifußball und war Stammspieler beim Durchmarsch in die Bundesliga.

Insgesamt bringt er es bislang auf 176 Bundesliga-Spiele in denen ihm 46 Tore und 36 Assists gelangen. Als seine Einsatzzeiten im Kraichgau schwanden, gab er den Lockrufen aus China nach und war einer der ersten, die auf der Geldwelle ins Reich der Mitte schwammen. Eineinhalb Jahre spielte er für BJ Renhe, ehe er zurück nach Europa ging.

Das letzte halbe Jahr verbrachte er nämlich beim FC St. Gallen und spielte dort auch unter dem Ex-HSV-Coach Joe Zinnbauer. Zuletzt hielt er sich wieder in Hoffenheim fit und es gab sogar Gerüchte, er könnte wieder einen Vertrag bei der TSG erhalten. Beim HSV dürften die Einsatzchancen aber erheblich größer sein. Für Bosnien-Herzegovina lief Salihovic 47 Mal auf und erzielte vier Tore. 

Die Top-Elf des 3. Spieltags

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Tor: Lukas Hradecky (Eintracht Frankfurt) - 8 Punkte | Bildquelle: Imago

Einstiegsmarktwert: 1,5 Millionen. Der Wert ist moderat gewählt, weil erst einmal abgewartet werden muss, inwieweit Salihovic direkt eine Hilfe sein kann. Zwar hielt er sich zuletzt in Hoffenheim fit, aber ob er schon die Wettkampfhärte hat, um direkt Bundesliga zu spielen, darf eher bezweifelt werden. Mit dem Wert bewegt er sich fast im Durchschnitt der Hamburger Mittelfeldspieler. 

Situation: Nikolai Müller? Verletzt! Filip Kostic? Verletzt! Aaron Hunt? In der Reha! Blieben noch der wechselhafte Lewis Holtby, der junge Luca Waldschmidt, der unerfahrene Bakary Jatta und der sich akklimatisierende Andre Hahn. Das ist mehr als dünn und daher mussten die Hamburger noch mal tätig werden. Salihovic war dabei eine gute Gelegenheit. Zumal der Bosnier aufgrund seiner Polyvalenz dem dünnen Kader mehr Flexibilität verleiht.

Sollte der 32-Jährige also schnell in Wettkampfform kommen, wird er gewiss seine Einsätze bekommen. Trainer Markus Gisdol kennt ihn zudem aus der gemeinsamen Hoffenheimer Zeit. Das ist ein zusätzlicher Vorteil. Aktuell dürfte Salihovic auf der linken offensiven Seite eingeplant sein. Holtby besetzt das Zentrum und Hahn die rechte Seite. 

Marktwertpotenzial: Salihovic ist bekannt unter den Comunio-Usern. Seine Qualitäten als Standardschütze sorgten in der Vergangenheit häufig für viele Comunio-Punkte. Entsprechend dürfte sein Marktwert erst einmal steigen. 

Allerdings hängt eine Menge davon ab, wie fit der Bosnier schon wieder ist. Kann er gleich helfen, oder braucht er noch ein paar Wochen Aufbautraining? Sollte dem nämlich so sein, dürfte es schnell vorbei sein mit der Marktwert-Herrlichkeit. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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